Wie findet man etwas was nicht sichtbar ist ?
Vielleicht dadurch, dass man solange wartet bis es sich von selbst zeigt ?
Dornröschen bevorzugte, wenn wir uns an das Märchen erinnern, die stabile Rückenlage,
in Betrachtung wachsender Rosensträucher, in Erwartung des Prinzen, zur Erlösung
aus derselben.
Uneigennützig wie Prinzen nun mal sind, Schlösser und Königreiche sind eher
schmückendes Beiwerk, küssen Sie alle Dornröschen dieser Welt irgendwann wach.
Oder auch nicht.
Dornröschen wartet allerdings noch einigermassen komfortabel.
Der arme Küchenjunge im Märchen verharrt derweil in der ängstlichen Haltung vor
dem Schlag des Küchenchefs.
Eine unbequeme Stellung, über Jahrzehnte. Aber was tun ?
Genau davon handelt dieses Buch.
Man kann finden was nicht sichtbar, noch nicht einmal spürbar ist und trotzdem
oder gerade deshalb blockiert.
Dornröschen und der Küchenjunge, aber auch alle anderen Märchenfiguren, können
sich in Gang setzen, oder wie hier beschrieben in Bewegung winken.
Besser ausgedrückt, es bewegt sich.
Es scheint als ob in uns eine Instanz wohnt, die nach „Heilung" strebt, die uns ganz,
rund, stark, entspannt, froh und hoffnungsvoll erleben möchte. Jenseits aller Blockierungen.
„Aller" ? Na ja so schnell geht es auch hier nicht.
Aber sehr schnell. Wer jemals quälende Gesprächs-Therapie-Sitzungen ausgesessen,
Ur-schrei und Körperarbeit ausgekostet, sich tagelang „wer bin ich" gefragt hat, wird die
im Buch beschriebene dynamische, ressourcevolle Methode mehr als zu schätzen wissen.
Wenn zur Begleitung der Methode noch zwei so überaus frohe und kompetente Begleiter
kommen, wie die beiden Autoren, dann lechzt die Seele nach dem nächsten „Winken".
FAZIT: Sehr empfehlenswert als Methode, die auf den ersten Blick kinderleicht aussieht,
am besten aber mit kompetenter Begleitung wirkt.