Anfang November 2011 kaufte ich eine MAX! Heizungssteuerung mit Cube und 14 Funkthermostaten, 2 Wandthermostaten sowie vom gleichen Entwickler/Hersteller EQ3 einen Energiemonitor mit Sensor für Elektrozähler, Gaszähler und eine Funkmessstelle für Elektrogeräte.
Die Idee der differenzierten Heizungssteuerung und der Kontrolle von Elektro- und Gasverbrauch finde ich gut, die Ausführung und Kundenorientierung von EQ3 sind ein großes Ärgernis.
Für die Idee gibt es von mir einen Punkt.
Aufgetretene Probleme:
- Bisher wurden 5 Heizungsthermostate, ein Sensor für den Elektrozähler, eine Funkmessstelle für Elektrogeräte ausgetauscht, weil sie nicht funktionierten.
- Der Sensor für den Gaszähler wurde 3 mal ausgetauscht und nun endgültig zurückgegeben, weil er nicht funktioniert.
- Die Bedienungsanleitung ist mangelhaft, es fehlen wichtige Informationen, die ich dann erst bei der Hotline von ELV (Vertriebsgesellschaft von EQ3) erfuhr.
- Die Wandthermostate funktionieren nicht, eine Vielzahl von Anrufen bei der ELV-Hotline, wiederholtes Zusenden von log-Dateien an die Hotline, bis sich endlich herausstellte, dass ein Programmierfehler vorliegt, die Wandthermostate im Dezember zurückgerufen werden und ein Softwareupdate für Januar angekündigt wird. Mitte Januar wird erklärt, das Softwareupdate komme erst im Laufe des März.
- Zur Zeit des Kaufs wurde das System mit einer App für das iPhone beworben, mit der man die Heizung mit dem iPhone steuern kann. Die App ist bei Kauf des Systems Anfang November 2011 aber überhaupt nicht verfügbar, sondern erst Ende 2011.
- Das System kann über einen Browser über das Internet gesteuert werden. Das funktionierte bei mir am Anfang nicht. Nach mehreren Anrufen bei der Hotline und dem Zusenden von log-Dateien stellt sich heraus, dass der Cube nicht bei dem notwendigen Portal registriert ist. Der Kunde wird aufgefordert, den Cube zurückzuschicken. Anschließend werde man ihm dann einen registrierten Cube zuschicken. Nach Protest über dieses kundenunfreundliche Vorgehen stellt sich heraus, dass die Registrierung auch einfach durch EQ3 vorgenommen werden kann, ohne dass der Cube zurückgeschickt werden muss.
- Von der ELV-Hotline wird Anfang Januar ein Anruf von EQ3 angekündigt, mit dem sich EQ3 über die aufgetretenen Probleme und die Situation beim Kunden informieren wolle.
- Der Anrufer spricht dem Kunden auf die Mailbox, dass er das Teil zurücksenden könne, mit dem er nicht zufrieden ist (ist doch selbstverständlich). Von Interesse an den aufgetretenen Problemen und einem Kundenfeedback keine Spur. Kunde informiert die ELV-Hotline. Erneuter Anruf von EQ3, keinerlei Interesse an einem Kundenfeedback. Der Anrufer wiegelt ab, alle andren wären zufrieden. Dann meint er, dass es um ein Kundenfeedback ginge, wäre ihm nicht bekannt (da scheint es Kommunikationsprobleme zu geben).
Ein solches Desaster habe ich noch nicht erlebt. Die ELV-Hotline macht auf mich bisher aber einen guten Eindruck. Die Ursachen für die Probleme scheinen in Entwicklung und Ausführung des Produkts zu liegen sowie im Zusammenspiel von EQ3 und ELV.
Ich rate dringend vom Kauf dieses Systems ab.