Als nach Einweihung des neuen Mainboards und damit einhergehender Steigerung der Taktung der Prozessor extrem warm wurde(80° und mehr in den Kernen), musste ich den Intel-Standardkühler gegen einen leistungsfähigeren ersetzen. Vor allem wurde der Intelkühler wegen der anderen Lüftersteuerung des Boards unter Last unerträglich laut.
Und der GroßClockner gefiel mir aufgrund vieler Tests sehr gut und diese neue Reihe mit ihren tollen Bezeichnungen(siehe Case Spätzle)muss durch den Kauf unterstützt werden. Der Hersteller hinter dem GroßClockner stammt übrigens aus Baden-Württemberg, obwohl das nicht heißen muss, dass er deshalb besser als andere ist.
Die große Ausstatung spricht aber für sich: Wärmeleitpaste, eine gute Anleitung mit stilvoller Schreibschrift, eine Lüftersteuerung in Form eines Potentiometers nebst Klebeklettpad zur Regelung der Drehzahl und damit zum reduzieren der Lautstärke liegt bei. Dadurch ist der GroßClockner sehr leise, obwohl er selbst bei maximaler Drehzahl nicht laut wird und dieser Lieferumfang spricht für sich.
Der Einbau ist natürlich nicht in jedes Gehäuse möglich, da der Kühler extrem groß ist. Ich habe ihn mir kleiner vorgestellt. In meinem geräumigen Gehäuse mit einer Breite von 19cm sind zur Seitenwand noch knapp 1-2cm.
Außerdem kann es sein, dass man nicht mehr an die dem Netzteil zugewandten Fixierungsklammer kommt, wenn der Prozessorsockel wie bei meinem Board nahe am Rand platziert ist. Deshalb sollte man einen Schraubenzieher bereit halten. Die mit der Hand erreichbare Klammer schließt man dabei zuerst und die andere drückt man mit dem Schraubenzieher so herunter, dass sie einrastet. Aufgrund der Rillen/Vertiefungen, die für besseren Halt an der Klammer sorgen sollen, hat man einen guten Ansetzpunkt für die Spitze Schraubenziehers. Da der Kühler aufgrund der wirkungsvollen Heatpipe hoch über dem Mainboard thront, sollten die meisten angebrachten Chipsatzkühler und Kondensatoren nicht im Wege stehen. Aber bei ausgefallenen Heatpipe-Konstruktionen auf Mainboards, die eigentlich unnötig sind kann es sicher durchaus eng werden, wie mein Vorredner bereits berichtete. Den Grund für die überhöhten Temperaturen mit dem Standardkühler sehe ich darin, dass dieser nicht richtig zentriert aufgelegen hat. Das erkennt man auf dem Abdruck des Prozessorkühlers in der Wärmeleitpaste. Die wärmeaufnehmende Bodenplatte des GroßClockners ist deutlich größer als die des Standardkühlers, wodurch das genaue Zentrieren nicht mehr so wichtig ist. Außerdem könnte der Standardkühler auf irgendeinem Bauteil aufgelegen haben.
Die Kühlleistung, die man mit diesem Kühler erhält ist wirklich Phänomenal. Mein Prozessor(Intel Core2Duo E4300)hat Standardmäßig 1,8GHz. Erst hatte ich ihn auf 2,4GHz(Begrenzung des alten Mainboards)und jetzt auf knapp 2,7GHz. Er bleibt jetzt bei Volllast unter 60°. Mein Vorredner hat zwar bessere Ergebnisse, aber das liegt vielleicht einfach an seinem Prozessor. Seiner müsste etwas sparsamer sein und wahrscheinlich hat er ein besonders gut gelungenes Exemplar erwischt. Meiner kommt nicht über die 2,7GHz hinaus. Und vielleicht habe ich auch nicht die richtige Menge an Wärmeleitspaste genommen. Außerdem ist mein Prozessor nicht sonderlich eben an der Oberfläche, wodurch eine schlechtere Abführung der Wärme bedingt sein könnte.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Kühlers ist die Tatsache, dass er durch das Blasen nach hinten raus effektiv die Wärme aus dem Gehäuse schafft. Der Luftstrom hat sich durch ihn deutlich verbessert. Alle anderen Messfühler am Mainboard und an der Grafikkarte, melden jetzt deutlich niedrigere Temperaturen. Die Grafikkarte ist unter Last sogar spürbar leiser.
Also insgesamt kann man sagen, dass es für dieses Geld wohl keinen besseren Kühler zu kaufen gibt. Der ein oder andere kühlt vielleicht minimal besser, aber hat dann keine Lüftersteuerung und keine Wärmeleitpaste dabei.