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Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Daher sollten Sie sich vor Spielbeginn unbedingt mit den vier Tutorial-Missionen befassen. Hier werden Ihnen das Gameplay und die Basisfunktionen von Praetorians anschaulich erklärt. Danach sollten Sie sich in die insgesamt 24 Missionen umfassende Einzelspielerkampagne stürzen. Die Einsätze sind spannend und abwechslungsreich -- von verbissenen Abwehrschlachten über Belagerungskämpfe bis hin zu Eskortierung- und Erkundungsmissionen ist alles vertreten. Dabei sind die Truppen Ihrer Gegner nicht minder schlagkräftig als Ihre eigenen Männer und Ihnen zahlenmäßig meist überlegen.
Befehligt werden Ihre Widersacher von Generälen, die selbst erfahrenen Strategen zuweilen kalten Schweiß auf die Stirn treiben, da sie derart variantenreich und strategisch geschickt zu Werke gehen, dass Sie jederzeit mit allem rechnen müssen. Wer sich in Sicherheit wiegt, nur weil er sich truppenmäßig in der Überzahl wähnt, könnte eine böse Überraschung erleben! Denn wenn Sie z. B. mit Ihren Truppen gesammelt auf die Stellungen des Feindes zumarschieren und Ihr Lager unbewacht zurücklassen, werden Sie damit anfällig für gegnerische Angriffe.
Der Schlüssel zum Sieg sind in Praetorians vorausschauende Planung und eine genaue Erkundung der Gegend. Spieler, die glauben, mit dem berühmt-berüchtigten Tank-Rush ließen sich alle Probleme aus der Welt schaffen, haben hier schlechte Karten. Alle Einheiten verfügen zwar über bestimmte Stärken, besitzen aber auch ihre Schwächen. So besiegen Bogenschützen beispielsweise leichte Infanterie und Speerträger im Handumdrehen, während schwere Infanterie und Speerträger mit Ihrer Reiterei kurzen Prozess machen. Die gegnerische Kavallerie wiederum ist vor allem für Ihre Fernkämpfer und Belagerungswaffen eine ernsthafte Bedrohung. Es kommt also stets darauf an, zu überlegen, mit welchen Einheiten man den gegnerischen Truppen zu Leibe rückt, um am Ende die Oberhand zu behalten.
Ebenso wichtig für den Verlauf einer Schlacht ist das Terrain, in dem der Kampf stattfindet. So verfügen Truppen, die auf Anhöhen stationiert sind, über einen enormen strategischen Vorteil: Sie können nicht nur weiter sehen, sondern auch weiter schießen. Auch kann man sich in dichten Wäldern vor den Spähern des Feindes verbergen und sich auf offener Straße schneller fortbewegen als in unwegsamem Gelände. Da einige Gebiete für bestimmte Einheiten zudem unpassierbar sind (die römische Kavallerie etwa ist nicht in der Lage, Wälder zu durchqueren, die germanischen Lanzenreiter hingegen schon), ist die geschickte Ausnutzung des Terrains in Praetorians von so großer Bedeutung wie noch in keinem anderen Spiel dieser Couleur.
Auch im Mehrspielermodus kann das Schlachtengetümmel punkten. Hier haben Sie (anders als im Einzelspielermodus, wo Sie auf die Römer festgelegt sind) die freie Wahl zwischen den drei Parteien, mit denen Sie auf 16 speziellen Multiplayerkarten gegen bis zu sieben andere Feldherren antreten. Bei Bedarf ersetzen PC-Generäle fehlende Mitspieler. Da sich die Mehrspielerpartien darüber hinaus überaus abwechslungsreich gestalten, kommen Spieler, die lieber gegen menschliche Kontrahenten als gegen anonyme Bits und Bytes antreten, in Praetorians unterm Strich ebenso auf ihre Kosten wie Einzelspieler.
Fazit: Praetorians kam, sah -- und sicherte sich durch spannende Missionen, taktische Tiefe und einen beeindruckenden Multiplayermodus ohne Umschweife den Taktikspielthron! --Andreas Kasprzak
Pro:
Minimum:
Empfohlen:
Netzwerk:
Wer dies atmosphärisch und spielerisch nacherleben möchte ist bei "Praetorians" richtig. Zunächst gilt es ein Herr aufzustellen und seine Truppen in Stellung zu bringen. Der Spieler hat die Wahl zwischen verschiedenen Einheiten, wie Bogenschützen, Infanterie, berittene Einheiten und Belagerungswaffen, die zudem je nach Zivilisation variieren. Hier kann zwischen dem Römischen Reich, Ägyten und den wilden Barbaren gewählt werden.
Zunächst einmal gilt es, möglichst viele der Siedlungen in der Umgebung zu kontrollieren, um aus der Bevölkerung Soldaten für die eigene Armee zu rekrutieren. Im weiteren Verlauf des Spiels ist nicht nur die Taktik in der Wahl der Truppen entscheidend, sondern auch die Entscheidung für die richtigen Strategie kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Bleibt man defensiv und sichert das eroberte Terrain durch Wachtürme oder rüstet man sich mit Katapulten, Rammen und Legionäre für eine grossen Offensive gegen das feindliche Lager.
Dies Spiel enthält die Elemente, die auch andere klassische Spiele des Genre auszeichnen. Positiv fällt auf, dass Strategie und Taktikt hier im Vordergrund stehen und die militärische Komponente betont wird. Verzichtet wurde auf das übliche Sammeln von unzähligen Ressourcen, das Bauen von unendlich vielen Gebäudetypen und komplexe Technologiebäume;
Anzahl und Art der zu bauenden Einheiten basiert auf der Größe des kontrollierten Gebietes, der Population in den einzelnen Siedlungen (diese verringert sich um die Anzahl rekrutierter Einheiten und regeneriert sich nach einer bestimmten Zeit wieder) und "Kompetenz"-Punkte, die vergeben werden, wenn die eigenen Truppen erfolgreich gegnerische Einheiten schlagen; diese sind notwendig, um schlagkräftigere Einheiten, wie Berserker, Prätorianer oder Gladiatoren auszubilden.
Ein weiteres herausstechendes Merkmal ist die Gestaltung des Terrains, das sich wunderbar eignet, um zu taktieren und gegenerische Truppen in einen Hinterhalt zu locken. Die Truppen bleiben beispielsweise so lange im hohen Gras oder Wald verborgen bis sie entdeckt werden. Hier gilt es die Vorteile der Einheiten auszuspielen, so können Fusstruppen z.B. in den Wald flüchten, der für Reiter unzugänglich ist.
Sound und Graphik (Zoombare 3-D-Graphik, Wettereffekte, wie z.B. Regen) sind sehr atmospherisch gestaltet und erwecken den Eindruck man sei mitten im Geschehen. Der Verzicht auf unnötige Strategieelemente macht das Spiel zu einer kurzweiligen Unterhaltung, da nicht Stunden mit dem Sammeln von Ressourcen und Weiterentwickeln von Einheiten verbracht werden. Bedienung und Spielablauf sind benutzerfreundlich und erleichtern einen schnellen Einstieg in das Spiel, dessen Unterhaltungswert nochmals steigt, wenn man via Lan oder Internet seine Truppen gegen Freunde marschieren lässt.
Wer sich von den Qualitäten des Spiels überzeugen möchte, hat auf der Homepage von Eidos Interactive die Möglichkeit die Single- und Multiplayer-Demo herunterzuladen (freundliche 50MB).
Ansonsten kann man sich dort ebenfalls eine spielbare Demo-Cd kostenlos bestellen.
Fazit: Für jeden der seinen Montgomery gelesen hat, römische Legionäre mag und einen anständigen Rechner hat ist dies das perfekte Spiel. Diejenigen die sich lieber stundenlang um den Aufbau einer Nahrungs- und Rüstungsindustrie kümmern, nur um dann binnen weniger Minuten Massen von Truppen in einer einzigen Schlacht blind zu verheizen, sollten lieber die Finger von lassen.
Plus:
-Total gut gelungene Landschaften, einfach eine top Grafik! Lesen Sie weiter...
Ich finde P. super!
Endlich mal ein etwas anderes Spiel.
Man kann es wirklich nicht mit AOE oder AOM vergleichen.
Sind ganz andere Spielprinzipe. Lesen Sie weiter...
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