Erstmal an Rektar, jo müsste eigentlich das selbe Spiel sein ist bloss noch nicht veröffentlicht (aber bald). Eidos Premier Collection ist ledigleich eine schöner verpackte Budgetversion als was sonst so im Handel fluktuiert.
Nach beenden der Rezension ist mir klar geworden das sie doch recht lang geworden ist, wer also schon Hitman kennt oder dererlei Spiele mag dem sag ich jetzt einfach 'kaufen', da kann man eigentlich nichts falsch machen. Meine Rezension richtet sich eher an Leute die -wie ich- noch nicht mit der Hitmanserie vertraut waren.
Zum Spiel; Mir gefiel es sehr gut. Für mich war es der erste Hitmantitel, aber die Kritik zu den Vorgängern habe ich gelesen und hätte diese vermutlich geteilt. Nicht so mit HBM, dies ist wirklich gut gelungen und da haben sich Eidos doch ganz ordentlich ins Zeug gelegt (im Gegensatz zu Teil 3 wo lediglich alte Missionen aufgewärmt wurden).
Der Spieler ist Agent 47, ein Auftragskiller und Klon wie sich herausstellt, dass letztere ist ein wenig albern und spielt eigentlich keine Rolle und man tut halt das was Killer so tun -Leute ausschalten, in der Regel Kriminelle oder sonstwie zwielichtige Personen. Gespielt wird aus der ISO Perspektive (obwohl auch eine recht schwach implementierte und starre FP Perspektive zur Verfügung steht). Abgesehen von der Klaviersaite zum stillen erdrosseln, stehen einem natürlich noch Schusswaffen (Gewehre, Pistolen, MPs), Sprengstoff, diverse Betäubungsmöglichkeiten zur Verfügung , 'Unfälle' (man kann zB. Gegner über Geländer schubsen oder ein 'wenig' Grillentzünder hinzumischen usw.) und gelegentlich auch Gegenstände die man in den Levels so findet wie zB. Hammer oder Küchenmesser. Aber auch wenn Hammer und automatische Waffen zum Gewaltexzess einladen, geht es in erster Linie um die richtige Organisation und Planung des 'perfect hit'. Ein stiller Anschlag ohne unnötige Tote und Zeugen bringt letztlich mehr Geld, dies kann man dann wiederum in die Aufrüstung seiner Waffen und Ausrüstung investieren (Schalldämpfer, Zielfernrohre, diverse Munition, kugelsichere Westen, Dietriche, Feldstecher usw.). Anstatt also in Rambomanier loszuschlagen überwacht man in der Regel die Gewohnheiten seines Ziels, ggfs. dessen Begleitschutz und probiert über Tarnung (man kann Kleidung von betäubten/getöteten NPCs anziehen) mit möglichst wenigst Aufsehen sein Ziel (oder Ziele) auszuschalten. Wenn man will kann man das natürlich auch einfach vergessen, ein paar Erweiterungen an seine Pump Action oder M4 Sturmgewehr dranbasteln und alles niedermetzeln. Die Freiheit in dem Spiel ist einfach fantastisch, aber letztlich tut man sich damit kein Gefallen weil das Spiel wirklich eher auf Planung/Tarnung ausgelegt ist und man es sich somit ungemein verkürzt. Die Levels sind nähmlich wirklich toll; Sei es der Anschlag in einem Kasino in Vegas, eine verschneite Weihnachtsparty in einer Art 'Playboy Mansion' in den Bergen oder einer gewaltigen Mardi Gras Party in New Orleans, um einige zu nennen. Die Missionen sind wirklich vielseitig und schön gemacht.
Grafisch sieht auch alles ziemlich toll aus, aber was mich noch mehr beeindruckt hat war wirklich die Musik, diese ist praktisch filmmässig und wird perfekt ins Spiel eingebunden, passend zu den jeweiligen Aktionen und trägt viel zur Atmosphäre bei. Nicht verwunderlich also das sie gar bei den MTV Music Awards nominiert war. Was ich noch erwähnen möchte, auch wenns im Prinzip auf das Spiel kein wirklichen Einfluss hat ist die Zeitung. Nach jedem Anschlag wird eine Zeitung eingeblendet die sämtliche Details des Anschlags und was der Öffentlichkeit bekannt ist wiedergibt. Diese mutmasst dann zB. wie geschickt der Attentäter war aufgrund von verbrauchten Schüssen, Treffern (Kopfschüssen) und probiert ua. Details auch noch einen Steckbrief zusammen zu stellen der sich auf eventuelle Zeugenaussagen beruft. Es macht einfach Spass seinen anschlafg zu perfektionieren um in der Zeitung gut auszusehen ohne Bild natürlich (was aber durchaus passieren kann wenn man Mist baut).
Zu kritisieren gibts nicht all zu viel. Insgesamt ist das Spiel vielleicht ein wenig zu kurz geraten, speziell wenn man Shootermässig drangeht und wie ich schon oben sagte ist die first person Perspektive recht starr und nur selten nützlich. Auch hätte ich mir gewünscht das man mehr Gebrauch sonstiger Waffen gemacht hätte, nicht nur weil man dies will aber weils spieltechnisch Sinn gemacht hätte, im Prinzip kann man nämlich fast alles mit der schallgedämpften Pistole erledigen. Apropos Waffen, auch wenn die meisten Sounds okay sind, einige Waffen sind teils wohl aus balancing Gründen extem entschärft worden (so kann man zB. mit der Pump action kaum über 10m was treffen). Letztlich wären auch noch weitere Tarnmöglichkeiten (falsche Bärte, Perücken, Brillen usw.) ganz lustig gewesen, ein muskulöser Glatzkopf mit Strichcode am Nacken ist halt nicht gerade unauffällig und zusätzliche Ausbaumöglichkeiten für erbeutete Waffen wären auch gut gewesen. Aber das ist ja nur Erweiterungspotential für einen möglichen fünften Teil der Serie.
Definitiv tolles Spiel mit vielen Freiheiten und Flair, welches demnächst auch für rund 20€ zu haben sein soll. Wenn man es noch nicht kennt und spiele wie Splinter Cell, Thief oder Shooter mag kann man bedenkenlos zuschlagen.