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EGO: Roman
 
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EGO: Roman [Taschenbuch]

John von Düffel
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (1. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342313111X
  • ISBN-13: 978-3423131117
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.872 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John von Düffel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Mens sana in corpore sano?" Nicht so im Falle des Consulting-Fachmanns Philipp, dessen Geist zu Gunsten eines zeitgeistig gestählten Bodys den Betrieb komplett eingestellt zu haben scheint. Wie ein wahnsinnig gewordener Bildhauer modelliert der gockelhafte Ego-Tripper jeden Muskel seines Körpers zum perfekten Gesamtkunstwerk. Nicht Isabell, seine Dauerverlobte, stellt für den eitlen Laufbandwurm das höchste Glück dar, sondern die Vorstellung der gerade verspeisten Banane, die in seinem Magen ein Feuerwerk wertvollster Fruktose-Moleküle abbrennt.

In John von Düffels Anatomie-Atlas menschlichen Grauens erfahren wir alles über Omega-3-Fettsäuren, den Bizeps, den man zu Gunsten eines gut definierten Trizeps getrost vernachlässigen kann, sowie richtig ausgeführte Crunches, die zum abdominalen Wunschwaschbrett führen. Drängende Fragen nach modisch korrekter Brusthaarentfernung geraten bei diesem Sich-selbst-Anbeter zum echten inneren Kampf. Hauptproblemzone aber ist Philipps Nabel, dieser "formlose Krater im Fleisch", den unser Held millimeterweise unter Hinzuziehung ungeahnter Hautpartien liebevoll heranzüchtet.

Dem Reiz des etwas abgegriffenen Bildes von der Nabelschau konnte von Düffel wohl nicht widerstehen. Dass neben allen Selbstbespiegelungsorgien auch noch der Anflug einer Handlung hervorlugt, hätte man beinahe übersehen. Während eines Karibikurlaubs rettete Philipp einem gewissen Herrn Weinheimer in Seenot das Leben und wird seitdem von dessen pentranter Dankbarkeit verfolgt. Pikantes Detail: Kurz vor der Rettung beglückte der Muskelbewehrte dessen Gattin in den Dünen (wenig glaubwürdig, da man an dieser Stelle längst zur traurigen Erkenntnis gelangt ist, dass unser Held völlig impotent ist).

Ähnlich Philipp hat auch das Buch seine Problemzonen. Im Erzählstil, einer unironisch, sachlichen Sportberichterstattung über einen mental verkrüppelten Körperfetischisten, liegt auch die Krux. Innenwelten finden nicht statt. Philipp ist geschichtslos, gibt nichts her, bleibt still wie das Wasser, das er in seiner hysterischen Dehydratationsangst literweise in sich hineinschüttet. Noch steht und fällt aber ein Roman mit seinem Helden. Bei Philipp steht, trotz stets präsenter rettender Banane, leider gar nichts. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Von Düffels Roman ist witzig, scharfsinnig, raffiniert; eine Spielwiese, auf der er herrliche Versuche mit dem angeschlagenen Subjekt des modernen Mannes anstellt. Dass ein Buch mit dem Titel ›Ego‹ nicht die geringsten autobiographischen Züge aufweist, ist dabei nur eine seiner vielen Überraschungen. Dass es das übliche Bild vom Menschen als Egoisten von Natur aus unterläuft, eine andere, noch grössere. Von Düffels Satire auf den Fitnesswahn unserer Gesellschaft ist bündig. Beängstigend wird sie da, wo sie mehr im Visier hat: den Primat der Bilder zum Beispiel, die Ästhetisierung des inszenierten Lebens.«
Samuel Moser, Neue Zürcher Zeitung

»Obwohl die kritische Stoßrichtung von ›Ego‹ schon auf der ersten Seite deutlich hervortritt, gelingt es von Düffel erstaunlich gut, sich von den üblichen sozialkritischen Platitüden abzusetzen. Mit Hilfe seines sprachgewandten Ich-Erzählers lotet er sehr amüsant die groteske Psyche eines Turbo-Egoisten im Wellness-, Kontroll- und Karrierewahn aus. Aus dem Thema hätte leicht eine flache Fitness-Satire … werden können. Doch von Düffel erzeugt einen faszinierenden Sog einer Sprache im Ich-Rausch … ›Ego‹ gehört zum seltenen Genre einer rundum gelungenen Gesellschafts-Komödie. Drei Tage aus dem Lebensmarathon eines Business-Athleten. Der Roman dürfte Ähnliches zu sagen haben wie Michel Houellebecq; nur sagt er es amüsanter.«
Stephan Maus, Frankfurter Rundschau

»Narziss in der Kampfzone: Düffel hat mit seinem Philipp zielsicher einen Phänotyp unserer Zeit beschrieben: den hedonistischen Yuppie mit der sozialdarwinistischen ›Moral‹, der seine Umwelt ausschließlich unter dem strategischen Gesichtspunkt des eigenen Wohlergehens sieht. Dieser Typ macht sich, so steht zu befürchten, in den Etagen der neuen Geschäftswelt breit wie die Pest in mittelalterlichen Städten. Dem modischen ›Winner‹, dessen Verhalten dazu beiträgt, daß die Lebensadern einer zivilen Gesellschaft austrocknen, setzt der Autor ein bislang unübertroffenes Denkmal.«
Markus Schwerin, Kölner Stadt-Anzeiger

»›Ego‹ ist die Nahaufnahme eines modernen Narziss, wie er der Zeitschrift ›Men's Health‹ entsprungen sein könnte. Das Leben ist für diesen Philipp ein Dauerlauf, seine Beziehung eine Serie von Sit-Ups, die Arbeit eine Dehnübung … John von Düffel hat ein amüsantes, um nicht zu sagen: straffes Buch über männliche Selbstbespiegelung geschrieben, das die Körpersprache des Trainingskults perfekt wiedergibt.«
Verena Mayer, Wiener Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
humor - satire - esprit... wer den humor eher durchtrieben und hinterlistig mag als vordergründig platt, wer die unterschiedlichkeit der menschlichen sichtweisen auf skurril-verrückte weise lesen mag, wird john von düffels feinsinnige zeit-, selbst- und körperbeschreibungen lieben.
ein hoch auf den thomas mann der bauchabel-umgebung. er hat mir fortgesetztes minutenlang anhaltendes schmunzeln beschert. ich ertappte mich nach der lektüre dabei, weibliche schlüsselbeine und knie sowie männliche grübchen genauer, schmunzelnder und tatsächlich anders anzuschauen.
beispiel:
1 stunde, nachdem ich das buch weglegte - heute morgen auf dem markt - fiel mir der rest getrockneten rasierschaums auf dem ohrläppchen meines hochgewachsenen bio-marktstand-schlange-steh-nachbarn auf. ein wenig krumm hing er vor kartoffeln und basilikum. und ich überlegte, ob er sich über john von düffels "ego" ähnlich amüsiert hätte wie ich?
vielleicht nicht...
vielleicht ist es für mich als "nicht-vom-fitness-wahn- befallene" schlanke frau anfang 40 leichter, das buch wunderbar zu finden.
lachen können wir menschen besonders herzhaft, wenn wir nah genug an einem thema sind, um es interessant zu finden und weit genug weg, um uns nicht selbst betroffen zu fühlen.
inhalt in kurzform: drei tage eines business-athleten aus der perspektive seiner körperformen und seiner wünsche nach beachtung.
lesetipp: wer sich nicht darauf einlässt, die welt durch die sehr ungewöhnlichen augen des hauptdarstellers zu sehen, wird das buch eher fade finden ... wie vieles im leben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Am Anfang dachte ich: was für ein eingebildeter selbstverliebter Idiot, wenn ich dieses Buch weiterlese wird mir übel. Aber irgendwann konnte ich mich dann doch mit dem Ich-Erzähler anfreunden, hab vielleicht soger ein wenig von ihm in mir gefunden? Auf jeden Fall ist es wirklich witzig geschrieben und der Stil ist wie einfach so dahergeredet, so dass es sich wegliest wie nichts. Ob das Buch etwas für Body-Builder ist, ist fraglich, aber für Leute die kein so angespanntes Verhältnis zu ihrem Körper haben kann es äußerst belustigend sein. Aber auch lehrreich, endlich kann ich Muskelgruppen in meinem Körper benennen, von denen ich vorher gar nicht wußte, dass ich sie habe.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Öschelbrunn TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
John von Düffels "Ego" ist ein sehr kurzweiliges Buch. Düffel hat eine Satire auf Selbstsucht und Erfolgsfetichismus geschrieben. Philip, der Hauptprotagonist des Romans, ist ein manischer Egozentriker. Permanent sieht er sich mit den Augen seiner Mitmenschen und perfektioniert das Bild, welches er seiner Umwelt bieten will, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Nichts kostet ihn mehr Nerven als die Tiefe seines Bachnabels und der Gedanke, dass ihm seine weiblichen Mitmenschen nicht mehr hinterherschauen könnten. Dass in seinem Leben hinter aller körperlicher und materieller Maskerade sonst nicht viel los ist, dämmert ihm gelegentlich. Seine Mitmenschen sind ihm nur Spiegel und ihm schimmert gelegentlich, dass auch sein Wesen nur Fassade ist.

Trotz stundenlangem Training im Fitneßstudio genügen einige vom Sturm aufgepeitschte Wellen in der Karibik, um ihn an den Rand des Ertrinkens zu bringen. Dass er - mit viel Glück - mit dem Leben davon kommt und sogar noch bei dieser Gelegenheit dem Ehemann seiner Urlaubsliebschaft das Leben rettet, erleichtert Philip den Umgang mit dem Erkennen der eigenen Grenzen keinesfalls.

Seine langjährige Beziehung mit Isabell ist bestenfalls eine Zweckgemeinschaft zum gegenseitigen Weiterkommen. Monogamie ist keine Grundvoraussetzung, so dass sich Philip permanent an den Frauen in seinem Umfeld abarbeitet. Der Sex ist ihm eher nebensächlich, solange die Frauen ihm signalisieren, dass er jederzeit zum Zuge kommen könnte.

Dass er in seiner Beziehung mit Isabell beruflich nur die zweite Geige spielt, ist Philips Selbstbewußtsein nicht dienlich. Sein möglicher Aufstieg zum Juniorpartner der Unternehmensberatung könnte in seinem privaten "Glück" für Entspannung sorgen. Allerdings ist ihm klar, dass er sich damit in eine berufliche Tretmühle begibt, die er eigentlich gar nicht bewältigen möchte.

Natürlich sind viele Situationen in Düffels Roman maßlos überzeichnet. "Ego" ist weniger Roman als Sartire. Als solche bieten sich viele irrwitzige Alltagssituationen, in denen durchaus Ähnlichkeiten zum realen Leben der Körper- und Erfolgsjunkies durchschimmern. In seiner heillos hoffnungslosen Jagd nach dem perfekten Bauch und beruflicher Anerkennung wirkt Philip geradezu mitleidig sympathisch. Geht es nicht am Ende allen Menschen um die eine oder andere Form von Anerkennung?
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Vorsicht: Satire
Drei Tage in dem Leben eines Unternehmensberaters der seinen eigenen Körper über alles liebt. Permanent sieht er sich mit den Augen seiner Mitmenschen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Voigt veröffentlicht
Noch nie so einen nervigen Roman gelesen
Von "Ego" war ich sehr enttäuscht - leider, da ich es auf eine Empfehlung hin gelesen habe.
Man bekommt Kopfschmerzen von den seitenlangen Beschreibungen irgendwelcher... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2010 von negativprojektion
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Veröffentlicht am 13. März 2006 von Bruder Jakobus
Unbedingt NICHT lesen!
Das bislang auf ganzer Linie enttäuschendste Opus von Düffel. Schade, dass auch hier ein (wohl vom schnellen Erfolg verwöhnter) vielversprechender Autor sich reizlos... Lesen Sie weiter...
Am 16. Juli 2004 veröffentlicht
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Ich kann meinen Vorrednern nur recht geben: Ein unglaublich langweiliges Buch. Aber das ist noch nicht das schlimmste: Ungeheuer schade ist es, daß Düffel aus seinem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2003 von Peter Uehling
Zu dem Thema gibt's umfassendere / bessere Bücher
Meines erachtens behandelt der Autor vor allem einen Themenkomplex in seinem Buch: Den Fitness-wahn bzw. Lesen Sie weiter...
Am 25. Juni 2002 veröffentlicht
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