Das Spiel ist ein sog. "Rail-Gun"-Shooter. Wem der Begriff nichts sagt, sollte nun gut aufpassen:
Hierbei kann man die Spielfigur NICHT frei in seiner Bewegung durch die Spielabschnitte steuern, sondern man "schlägt und schießt nur". Dazu ist/sind auf dem Bildschirm ein Fadenkreuz (im Koop-Modus zwei Fadenkreuze), Spieler 1 benötigt Nunchuk und Wiimote, ein evtl. zweiter Spieler nur Wiimote. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Spielern besteht darin, dass Sp. 1 durch schütteln des Nunchuks schlagen kann. Ansonsten hat Sp. 2 die selben Aktionen wie Sp. 1 nur dass eben die Tastenbelegung anders ist.
Das mag jetzt für viele richtig langweilig und öde klingen, selbst ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht, ob ich mir das Spiel deswegen kaufen soll oder nicht.
Das ganze Spiel hat eine filmreife Story und wird auch wie ein Film gespielt. So kämpft man durchwegs aus der Ego-Perspektive verschiedener Charaktere, welche alle im Laufe der Handlung verschiedene Situationen durchleben. So setzt sich für den Spieler vor dem Bildschirm die Story "Stück für Stück" zusammen, genauso wie man seine Gegner im umgekehrten Sinne durch eine Reihe von upgradbaren Waffen auseinandernimmt ;-)
Dabei hat jede Waffe einen primären und einen sekundären Feuermodus, welcher durch 90° Neigung der Wiimote aktiviert wird. So muss man sich mit den Waffen z. B. der Anatomie seiner Gegner anpassen.
Es kommt im Spiel leider KEIN so tolles Grusel-Gefühl wie bei bspw. "Resident Evil" rüber, hier liegt der Hauptaugenmerk eher auf einer actionreifen Story und Angriffswellen von Gegnern, die es zu überstehen gilt. (Wer nachhelfen will, spielt nachts ohne Lichtquellen, zieht die Vorhänge zu und dreht die Lautstärke auf^^) Das hat schon seinen Reiz und macht im Koop-Modus richtig Spaß! Jeder Spieler kann durch Knopfdruck seine mentalen Fähigkeiten (eine Art "Macht" wie bei Star Wars) zur Aufnahme von Waffenupgrades, Munition, Gesundheit und explosiven Objekten im Spiel benutzen. Diese Objektesammlerei ist ein wichtiger Aspekt im Spiel, denn nur so kann man sich mit diversen Dingen versorgen. Ab und zu gilt es hier und da einen Schaltkreis zu löten, einmal muss man eine Raumschiffkanone bedienen und weitere Kleinigkeiten erledigen. Am Ende eines jeden Kapitels können sich im Falle des Koop-Modus die Spieler anhand ihrer Statistik vergleichen, was eigentlich ganz cool ist, da ein bisschen Wettkampfflair aufkommt.
Zurecht sei gesagt, dass das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben ist, leider unterliegt es dabei in Deutschland immernoch einer Zensur, welche die dt. Spieler allerdings ja schon gewohnt sein dürften und da die immernoch brutalen Szenen zum Glück nicht vollständig geschnitten wurden, muss man sich nicht schwarzärgern. (Mir ist der Aufwand ein ungeschnittenes Spiel aus dem Ausland zu holen zu groß)
Da das Spiel leider nicht allzulange dauert, ca. 6 Std. auf unterem Schwierigkeitsgrad, sollte man, um die Langzeitmotivation zu gewährleisten gleich von Anfang an den höheren Grad wählen. Die höchsten schaltet man erst noch frei.
Bonusmaterial ist kein nennenswertes drauf, lediglich ein Comic, den es freizuspielen gilt; ansonsten bleibt einem noch der Challenge-Modus, bei dem zig Gegner auf einen zukommen und man versuchen muss, bis zum schluss zu überleben.
Achja, zum Schluss sei noch genannt, dass die Sprachausgabe im Spiel zwangsmäßig englisch ist, Handbuch sowie die Schriften im Spiel sind jedoch deutsch. Außerdem werden die Dialoge mit dt. Untertitel übersetzt.
Alles in allem zusammengefasst in mathematischen Zeichen:
+ gute Story, welche man aus der Ego-Perspektive verschiedener Charaktere realst durchlebt
+ gute Grafik
+ guter Sound
+ gute übersichtliche Steuerung und Gameplay
+ toller koop-modus
- etwas kurz geraten
- kein besonderes bonusmaterial
- wen´s nervt, üblich Zensur
- evtl. könnte dem ein oder anderen von der realen Art der Ego-Perspektive schlecht/schwindlig werden, wenn er für soetwas empfindlich ist
- wer keine Space-Shooter bzw. Games mag sollte es lieber lassen
FAZIT: Im Web ein paar Videos zum Spiel ankucken, meine Rezension aufmerksam durchlesen und überlegen, ob die "+ Punkte" den Preis rechtfertigen.