Aus der Amazon.de-Redaktion
Steven Spielbergs Meisterwerk von 1982 brachte dem Regisseur nicht nur kommerziellen Erfolg, sondern auch den Ruf eines filmenden Wunderkindes ein. Der ganze Film wird aus der Kinderperspektive erzählt -- Erwachsene sieht man häufig nur bis zur Gürtellinie. Dass daraus kein reiner Kinderfilm geworden ist, sondern ein, wie der Regisseur einmal feststellte, "zeitgenössisches Science Fiction Traumgebilde", das auch anspruchsvolle Gemüter zu befriedigen weiß, liegt an Spielbergs Inszenierung. Der Film fliegt regelrecht vor sich hin. Keine Zeit für Langeweile oder sinnlose Szenen. Apropos fliegen: Elliots und E.T.s Flug mit dem Fahrrad, der durch die magischen Kräfte des Aliens möglich wird, wurde zum Symbol für Spielbergs eigene Produktionsfirma Amblin Entertainment. Vier Oscars gewann der Film im Jahr 1982. Zwei für den Ton, einen für die Spezialeffekte und der letzte ging an den Soundtrackkomponisten John Williams (Krieg der Sterne, Jurassic Park), der mit seiner Musik schon die Tränen fließen lässt, bevor Elliot E.T. überhaupt ins Herz geschlossen hat.
Nach Unheimliche Begnung der Dritten Art hat Spielbergs zweiter Außerirdischen-Film erneut die Filmlandschaft verändert. Herrschten bisher die bösen Aliens vor, benutzt Spielberg das gute Alien um uns zu zeigen, dass wir Menschen die Bösen sind. Ein Film, wie er treffender nicht sein kann. --Mathias Alt
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Zur Prüfung lag zunächst nur Disc 1 des 2 Disc-Sets vor.Die Remaster-Kur hat der Film unbeschadet und verfälschungsfrei erfahren. Das Ergebnis ist eine technisch begeisternde Fassung mit einem wunderbaren Klang und besten Bildwerten. Was bei den hohen technischen Standards verwundert, ist der unsaubere Layerwechsel mitten im Wort. Ein besonders hübsches Extra ist die zusätzliche Tonspur mit der anläßlich der Wiederaufführungspremiere live eingespielten Musik unter Leitung des Komponisten John Williams. Das Orchester spielt nicht immer fehlerfrei und der Score hat hier und da eine neue Tönung erhalten - das ist spannend, zumal man den Applaus des Premieren-Publikums hören kann..."E.T" ist nicht gealtert. Charmant und märchenhaft wie eh unterhält der Film ein neues Publikum ebenso wie das alte. Der Zauber von "E.T." liegt in der sensiblen Beobachtung der Kinderwelt mit ihren Werten und Problemen, dem perfekten Casting und nicht zuletzt in der ausgezeichneten Musik. Trägt der Film auch besonders im Finale ein wenig zu dick auf, so bleibt er doch ästhetisch konsequent. Sehenswert - immer noch.MO
Bild: Das Mastering dieses "Goldesel"-Klassikers ist mit großer Detailliebe vorgenommen worden. Bis auf ein leichtes Ruckeln beim Schwenk über den Sternehimmel zu Beginn (00.01.00), der allerdings vollkommen ohne Nachzieher abläuft, kann man der Disc kaum Bildfehler anlasten. Die Optik bleibt immer durch eine grandiose Stabilität gekennzeichnet, die auch bei der Abbildung sich bewegender Gesichter im Dunkeln anhält (00.34.40). Die Detailtiefe bildet Feinheiten geradezu pedantisch ab, so dass etwa E.T.s Strassarmband in einer Halbnaheinstellung noch zum Zählen der Steine einlädt (00.56.08). Bei feinster Farbtarierung und perfektem Kontrast wirkt das Sternenkind in seinem Abenteuer plastischer denn je.
Ton: Auch der Ton wurde einer Verjüngungskur unterzogen. Einige dürften noch mit der Videokassete aufgewachsen sein, deren Stereoton uns damals in Staunen versetzte ("Hey, das Schlüsselbund kommt von rechts"). 5.1-EX bzw. ES-Ton liefern heute natürlich ganz andere Dimensionen akustischen Genusses. Die Kulisse ist mit großer Detailversessenheit angelegt und liefert größtenteils feinsinnigste Ambienzarbeit. Die Direktionalität wird allzeit bestens gewahrt, so dass etwa beim Schwenk über ein Radio dessen Lautstärke bei der Linksbewegung vom Radio weg leiser wird (00.09.45). Die Entfesselung brachialer Soundgewalt gewahrt man bei der Kombination von John Williams' Luxus-Score und den Geräuschen einer Verfolgungsjagd (00.05.55), die überlagerungsfrei eine feiste Dynamik offeriert. Überhaupt wurde die Musik äußerst sensibel gemischt, so dass feinste Orchestrierungsdetails prägnant herüberkommen (00.36.15, Harfe). --movieman.de