"My creatives are dropping like flies - literally!"
"We are facing the worst recession since the Black Death"
"Fireman Sam is here again. In case you don't already know the form, he says no one should use the front exit unless they want a ten-stone homosexual on their head"
Das sind Ausschnitte aus "All-Staffers", also Rundschreiben an die Belegschaft. Nicht immer ganz political correct, aber meist wirklich komisch.
Vor Jahren las ich "Email an alle" - die deutsche Übersetzung von "E: A Novel" und hoffte schon darauf, dass Beaumont irgendwann eine Fortsetzung über die "alltägliche Katastrophen" in einer Werbeagentur schreiben würde.
Natürlich war mir jetzt, beim Kauf von "E squared", bewußt, dass hohe Erwartungen sicherlich enttäuscht werden würden. Wieviele zweite Teile von Büchern oder Filmen gibt es, die den ersten Teil toppen können?
Aber ich wurde positiv überrascht:
Beaumont hat ein durchaus gelungenes witziges Buch geschrieben, das zwar nicht ganz so gut ist wie der erste Teil, aber immer noch zum Schmunzeln und Lachen verleitet und durchaus empfohlen werden kann. Zum Teil waren die Vorfälle und Handlungen schon etwas zu "abgefahren" und abstrus, um noch als "aus dem Leben gegriffen" bewertet zu werden. Deshalb auch der halbe Stern Abzug.
Einige Protagonisten des ersten Teils sind auch wieder mit dabei, dazu viele neue skurrile Charaktere (die einen aber schon manchmal an die lieben Kollegen im Büro erinnern lassen) - und zu guter Letzt tritt auch noch mein Lieblingscharakter aus Finnland in Erscheinung, welcher mit seinen bizarren Kauderwelsch-Mails und sprachlich bedingten Mißverständnissen die Werbeagentur im ersten Teil schon aufmischte.
Als Running Gag tritt außerdem noch eine Billigst-Airlines namens "BizzyJet" auf - an die werde ich sicherlich denken, wenn ich mein nächstes Menü im Flieger auspacke....
Fazit: Nicht ganz so gut wie der erste Teil, aber immer noch überaus unterhaltsam. Sicherlich nicht "gehobene Literatur" - aber bestens geeignet für den Urlaub oder für eine notwendige Aufmunterung zwischendurch. Und in irgendeinem der Protagonisten erkennen Sie bestimmt einen Kollegen wieder!