Schon das vierte Werk legen die Gothic-Metaller von EverEve vor. Dabei setzen sich die Jungs angenehm von andern Bands dieses Genres ab. In der schwammigen Grauzone zwischen den beiden Stilen (wir können keinen richtig - dass aber sehr gut) hat die Welt genug Schrott gesehen und muss es leider immer noch. Hier ist aber alles klar abgesteckt. Die Gitarren sind Metal. Hart, heftig, pur. Die Stimme kann beides. Ist böse und bedrohlich, fein und zerbrechlich zugleich. Gothic ist die Atmosphäre, düster und dicht. Und als weitere Nuance ist da eine exzellente Elektronik, programmiert von Jörg Hüttner (Dorsetshire, Monaco X, Relatives Menschsein), der mit seinen synthetischen Sounds Brücken schlägt, aber stets im Hintergrund bleibt. Zusammen mutieren sie zur „E-Mania" und sind eines der besten, weil vielseitigsten und abwechslungsreichsten, Metal-Alben der letzten Zeit. Metallische Unterhaltung auf höchstem Niveau, gekrönt von einer Neuinterpretation des Visage-Klassikers. Überflüssig zu erwähnen wie der heißt, oder...