Gut 3 Jahre nach ihrem Top-Seller "The emancipation of mimi" geht Mariah mit ihrem elften Studioalbum, was den interessanten Namen "E=MC2" trägt, an den Start. Jetzt taucht sie aber nicht in die Tiefen der Pysik oder Mathematik ein. Der Titel soll lediglich die Weiterführung des Vorgängeralbums darstellen.
Und das ist auch vollends gelungen. Dabei hat Mariah es zusammen mit ihrem Produzententeam geschafft, noch eine Spur besser zu werden. Denn dieses Album vereint Club-taugliche Beats mit sanfteren R'n'B Balladen, wobei jeder Titel auf seine Weise einzigartig ist und stets begleitet wird von einer feinen und eingängigen Melodie, die jedoch nicht schon nach kurzer Zeit nervt, sondern im Gegenteil, sich von Mal zu Mal intensiver entwickelt.
Vom Gesamtcharakter her geht "E=MC2" viel mehr in die Urban-Richtung als alle anderen Alben zuvor.
Während "Migrate" oder "Touch my body" eher Fun-Songs sind, die große Lust machen auf Party und Feiern, finden sich auch Songs wieder, die Mariah wohl von ihrer persönlichsten Seite Zeigen.
Allen voran ist das "Side effects". Hier verarbeitet sie offen und geradeheraus ihre Missglückte Ehe mit ihrem Ex "Tommy Motola", seinerzeit Plattenboss von Sony-Music. Aber auch "Bye Bye" geht unter die Haut, wenn sie davon singt, wie hart es ist einen geliebten Menschen zu verlieren.
Mit den Balladen "I stay in love" und "last kiss" beweist Mariah wieder einmal, dass sie nach all den Jahren immer noch eine wundervolle Stimme hat, die sie bei diesen Stücken nie übertrieben und ohne ihr so oft verpöntes "gejaule" einsetzt.
Als Schluss-Song bietet sie den Hörern sozusagen das Tüpfelchen auf dem "I".
Ein Gospel-Song, den sie sehr emotional interpretiert und - obwohl sie schon öfter Lieder, die in die Gospel-Richtung gingen sang - so intensiv an die Sache herangeht, wie es zuvor bei ihr (zumindest in diesem Stil) noch nie der Fall war.
Dieses Album ist ohne Frage ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Mariah Carey.
Sicher, einige mögen sagen: "Wie schön waren doch die alten Zeiten, als sie noch Pop á la 'Dreamlover' produzierte".
Aber jeder Mensch entwickelt sich weiter. Früher hatten wir auch einen Kaiser, oder es stand die Mauer noch.
Wenn aber der berufliche bzw. gesangliche Werdegang in die absolut positive Richtung verläuft (wie es bei Mariah Carey 200%ig der Fall ist), kann man sich als Hörer von "E=MC2" mehr als glücklich schätzen und sich auf noch weitere solcher Prachtstücke freuen!!!!!!!!