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E-Learning: Eine multiperspektivische Standortbestimmung
 
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E-Learning: Eine multiperspektivische Standortbestimmung [Broschiert]

Damian Miller
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 367 Seiten
  • Verlag: Haupt Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3258068984
  • ISBN-13: 978-3258068985
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.500.080 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Integration der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Bildungsorganisationen hat höchste Erwartungen, da und dort aber auch schlimmste Befürchtungen geweckt. Während die einen von einer kopernikanischen Wende sprachen, prophezeiten andere bereits den Untergang der abendländischen Bildung und Kultur. Die Pioniere des E-Learning waren eher technisch orientiert, in den letzten Jahren haben sich nun vermehrt auch die Pädagogen und Didaktiker des Themas angenommen und mit E-Learning Erfahrungen gesammelt. Inzwischen dürfte die Anfangseuphorie der Befürworter und die Endzeitstimmung unter den Kritikern etwas abgeflacht sein - und so ist der Augenblick für eine kritische Zwischenbilanz günstig. Dabei ist zu bedenken, dass Lehr-Lern-Prozesse sich nicht auf die didaktisch-methodisch gestalteten Lernarrangements reduzieren lassen. Viele weitere Einflüsse wollen umsichtig und sorgsam bedacht werden. Fragen der Philosophie und Allgemeinen Pädagogik müssen ebenso berücksichtigt werden wie Themen der Soziologie, Didaktik, Neuropsychologie, Organisationslehre, Ökonomie und der Bildungspolitik. In einem ganz besonderen Masse sind die Aktivitäten und Erfahrungen der Lernenden einzubeziehen.

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Format:Broschiert
Der an der Universität Zürich als Leiter der Arbeitsgruppe eQuality (educational Quality in eLearning) tätige Damian Miller zieht als Herausgeber zusammen mit einer nicht geringen Anzahl von renommierten ExpertInnen und AnwenderInnen eine Bilanz über die ersten Jahre der Integration moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in den universitären Alltag. Der Zeitpunkt ist insofern günstig, als diese Lernform in allen Bildungsorganisationen sowohl Erwartungen als auch Befürchtungen geweckt hat, die in der Zwischenzeit in der Praxis überprüft werden konnten.

Nach einer anfänglich mangels konkreter Erfahrungen eher emotional geprägten Diskussion über diese angeblich "kopernikanische Wende" im Bildungsbereich scheint nun eine nüchterne Betrachtung möglich geworden zu sein. Beim E-Learning ist insofern eine Wende eingetreten, als nach der eher technisch orientierten Anfangsphase in den letzten Jahren eine stärkere inhaltliche Perspektive eröffnet worden ist, in der sich vermehrt Pädagogen und Didaktiker dieses Themas annehmen. Hier eilt in analoger Weise die Rhetorik der Praxis weit voraus, wie das auch in den Anfängen des E-Learning bei den Medientechnikern zu beobachten war.

Dieses Buch spannt in seinen Beiträgen einen weiten Bogen von der Philosophie und Bildungspolitik über die Allgemeine Pädagogik, Didaktik, Soziologie hin zur Neuropsychologie und Ökonomie.

Das in drei Abschnitte geteilte Druckwerk versammelt im ersten Teil die theoretischen Grundlagen des E-Learning, wobei sich diese wohl nicht allzusehr von den Grundlagen des "normalen" Lehrens und Lernens unterscheiden. Hier finden sich neben skeptischen Stimmen - so fragt Jürgen Oelkers etwa: "Ist das Medium die Botschaft?" - auch detaillierte Analysen der (neuro)psychologischen, emotionalen und sozialpsychologischen Aspekte des Lernprozesses, etwa in den Beiträgen von Nicola Döring & Franziska Fellenberg (Soziale Beziehungen und Emotionen beim E-Learning) und Michael Kerres (Didaktisches Design und E-Learning). In diesem ersten Abschnitt wird in kritischer Weise vor allem jenen von GegnerInnen des E-Learning aufgezeigten, methodenbedingten "Mängeln" des sozialen Kontaktes zwischen Lehrenden und Lernenden nachgegangen. Den Abschluss bildet ein knappes Resume von Ernst Buschor, der Möglichkeiten und Grenzen des E-Learning aufzeigt und angesichts der bisher meist grob unterschätzten finanziellen Notwendigkeiten einige Postulate für die universitäre Förderungspolitik skizziert, wobei er im Wesentlichen nicht über die schon bekannten Forderungen nach Kooperation der Institutionen untereinander, der gesunden Mischung verschiedener Techniken ("Blended Learning") und nach einer begleitenden Evaluation und Qualitätssicherung hinausgeht - was hier nicht als Kritik am Autor verstanden werden soll, sondern auch vom Rezensenten unterstrichene, berechtigte Kritik an der gängigen Praxis darstellt, die solche Forderungen zwar zur Kenntnis nimmt, aber in der Umsetzung säumig bleibt.

Besondere Qualität gewinnt das Buch durch die etwas weniger umfangreichen weiteren Abschnitte, in denen die "Betroffenen" - also Lehrende und Lernende - ihre teils sehr individuell geprägten Erfahrungen darlegen. Dadurch wird der Anspruch des Buches, eine multiperspektivische Standortbestimmung durchzuführen, eingelöst.

Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit Anwendungen sowohl an Schweizer Universitäten (Zürich, St. Gallen, Basel) als auch einem exotisch anmutenden Betrag zu E-Learning in Vientiane (Laos) im Rahmen eines Projekts zur Entwicklungszusammenarbeit. Die provokanten Titel der Beiträge, die in ihrer ironisierenden Form schon zum einleitenden Nachdenken anregen, skizzieren auch die kritischen Positionen der AutorInnen: "Von der Unmöglichkeit, Nein zu sagen", "Veränderungen beginnen mit Visionen und enden in Organisation", "Der Köder muss dem Fisch gefallen und nicht dem Fischer".

Der dritte Abschnitt, der sich aus der Perspektive der Studierenden dem Thema E-Learning annähert, führt den ernüchternden Grundton des zweiten Abschnitts weiter, wobei hier vor allem die Mühen der Alltagspraxis der zum virtuellen Lernen "verurteilten" StudentInnen sichtbar werden. Die Lektüre dieses dritten Abschnitts ist sowohl Entwicklern als auch Lehrenden wärmstens zu empfehlen, da sich hier manche hohe Erwartung in einzelne Implementationen als Seifenblasen erweisen - in langfristiger Perspektive lauert in einer noch breiteren Anwendung dieser Lernform möglicherweise auch die eine oder andere didaktische "Zeitbombe". So könnte sich die an E-Learning geknüpfte Hoffnung, dass eine Auseinandersetzung damit generell zum Nachdenken über das Lehren und Lernen und dessen qualitative Verbesserung an unseren Hochschulen führt, sehr rasch als Illusion erweisen, da die noch mit Gießkannen verteilten Anlauffinanzierungen auslaufen und die notwendigen Mittel für den regulären Betrieb von den Rechenstiften in den Verwaltungen rigoros gekürzt werden. Sowohl Lehrende als auch Lernende fühlen sich häufig als Zauberlehrlinge oder Versuchskaninchen mit dem Medium alleingelassen und sehnen sich nach den traditionellen Formen des Unterrichts. Nach wie vor leben viele Projekte von den Innovatoren, die E-Learning auf Grund individuellen Engagements entwickelten und einsetzten. Diese Euphorie ist bereits im Verschwinden begriffen, zumal Zeitgeistiges und Modisches zwar Nachahmer aber kaum Innovatoren findet. Die in diesem Buch mit profundem Sachwissen geführte Diskussion um die Nachhaltigkeit des E-Learning beschränkt sich in der täglichen universitären Praxis meist auf finanzielle Ressourcen und kaum auf die personalen - Lehrende wie Lernende. Langfristig betrachtet sind es aber wohl diese, die damit zurecht kommen müssen. Dieses Buch leistet dazu einen wesentlichen Beitrag - es möge gelesen werden und die öffentliche Diskussion zu diesem Thema bereichern.

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info@mohrfriendscoaching.de 30. Oktober 2007
Format:Broschiert
Auf dem Einband des dicken Buches E-Learning"
von Damian Miller ist der Flachbildschirm
eines Computers mit farbigen
Grafiken abgebildet. Damit assoziierte ich
eine umfangreiche Betrachtung zum Thema
Lernen am und mit dem Computer. Für
breites Wissen sprechen auch die insgesamt
31 Beiträge unterschiedlicher Autoren. Sie
wollen nach rund einem Jahrzehnt E-Learning
eine Standortbestimmung vornehmen.
Dazu betrachten sie die Lehr- und Wanderjahre
des medialen Lernens und Lehrens,
inklusive sämtlicher Hoffnungen, Enttäuschungen,
Freuden und Leiden. Mit dem
Ziel: Befürworter wie Skeptiker, Fachleute
wie Personen ohne einschlägige Erfahrungen
mit durch Forschung abgestützte Informationen
zu versorgen. Im Band vertreten
sind sehr unterschiedliche Themen: z.B.
Medientheorie und Medienkritik, soziale
Beziehungen und Emotionen beim E-Learning,
Didaktik und Freiwilligkeit. Die Beiträge
aus philosophischer, neuropsychologischer
und pädagogischer Sicht richten sich
besonders an Personen, die bereits über
Erfahrungen in der Entwicklung und im
Einsatz der neuen Bildungsmedien verfügen
und daran interessiert sind, ihren Gesichtskreis
zu erweitern. Dem gegenüber sollen
die Beiträge im Grundlagenteil des Buches
helfen, das eigene Bildungsangebot zu
reflektieren und nötigenfalls zu überarbeiten.
Interessant finde ich, dass auch die Sicht
der Lernenden eingenommen wird. Auch sie
formulieren ihre Erfahrungen, Erlebnisse
und Wünsche.
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