Pressestimmen
"Insgesamt handelt es sich um [ein] überaus interessantes Buch, vor allem, da es auf einem tatsächlich durchgeführten, umfangreichen Projekt beruht. Hervorzuheben ist dabei auch die verständliche Sprache, der sich die Autoren bedient haben. Bernhardt und Kirchner erklären die Fachbegriffe rund um das Thema Social Software ausgesprochen gut nachvollziehbar. Das Buch kann dabei helfen, einen ersten Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten von Social Software in Ausbildung und Lehre zu bekommen. Von besonderem Interesse ist es für diejenigen Leser, die vorhaben, WEB-2.0-Applikationen in der Aus- und Weiterbildung und Personalentwicklung bzw. in Unterricht, Lehre und Trainings einzusetzen. Ihnen können die Erfahrungen von Bernhardt und Kirchner wichtige Anhaltspunkte für die eigene Orientierung liefern. An dieser Stelle kann auch auf den Blog der beiden Autoren verwiesen werden, der parallel zur Diplomarbeit entstand. Darüber hinaus finden sich auf der Website des Verlages detaillierte Unterlagen zum Buch (z. B. der komplette Fragebogen für die Erhebung)." --Hohenstein, A./Wilbers, K. (Hg.): Handbuch E-Learning (Loseblattwerk), Köln, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), 27. Ergänzungslieferung, Jan. 2009, Gruppe 2, Nr. 2.2
Kurzbeschreibung
Über den Einsatz von Social Software - also Weblogs, Podcasts, Wikis & Co. - im Bildungskontext und insbesondere in der Hochschullehre wird im E-Learning derzeit viel diskutiert. Trotzdem gibt es bisher nur sehr wenige Studien oder Forschungsarbeiten, die Anwendungsszenarien in konkreten Seminaren insoweit dokumentieren, dass theoretische Fundierung, Konzeption, Implementierung und Evaluation ganzheitlich miteinander verknüpft werden.
Mit dem vorliegenden Buch wird nach einer Analyse des aktuellen Forschungsstandes im Bereich des E-Learning 2.0, einer kritischen Betrachtung der lehr- und lerntheoretischen Hintergründe beim Umgang mit solchen Web-2.0-Applikationen sowie einer Definition und Klassifikation von Social Software der Versuch unternommen, erste umfassende Erfahrungen am Beispiel von zwei unterschiedlichen Lehrveranstaltungen im Studiengang Angewandte Medienwissenschaft der TU Ilmenau darzustellen. Zum Einsatz kamen hier Personal Learning Environments (PLEs), also persönlich konfigurierbare Lernportale, auf der Basis des Standard-Browsers Firefox mit diversen Addons, ferner die Webtop-Technologie Protopage.
Der Lernerfolg bei dieser als selbstgesteuert-konnektiv bezeichneten Lernform wurde anhand der drei Dimensionen Lernaktivität, Wissenserwerb und Emotion sowie weiterer intervenierender Variablen über einen Zeitraum von vier bzw. sieben Wochen untersucht. Die Auswertungsergebnisse offenbaren eine differenziert zu betrachtende Perspektive.
Das Buch ist nicht nur für E-Learning-Experten in Schulen und Hochschulen geeignet, sondern spricht auch andere interessierte Hochschullehrer, Pädagogen und E-Learning-Berater an, die gerne innovative Lehr- und Lernszenarien im Unterricht, Seminar oder Unternehmen erproben und auswerten wollen. Schließlich richtet sich das Buch auch an E-Learning-Interessierte und Studierende, die ihr Lernen gerne individuell, selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestalten möchten - und es nicht nur an institutionell vorgegebenen Grenzen ausrichten.