Ich habe mit den Büchern von Tom Bornemann Bass spielen gelernt und auch die von anderen Autoren ausprobiert aber teilweise bald wieder weggelegt. Im Laufe der Zeit habe ich das Gelernte in Jam-Sessions und verschiedenen Bands ausprobieren können. Das neue Buch passt thematisch ganz gut zwischen Band ein und zwei, ist aber auch für sich allein sehr gut nutzbar.
Der Erfolg gibt recht - systematisch lernt man mit den gut erklärten Übungen Basslinien zu spielen, die geschmackvoll und zugleich banddienlich sind. Vom ersten "Spiel mal was" bis zum Basslauf mit Fills und abwechslungsreichen Patterns kann man sich gut an den Prinzipien im Buch orientieren. Besonders interessant finde ich, dass man quasi nebenbei zum Notenfreund wird ;-).
Zuerst habe ich bemerkt, dass die Navigation auf dem Griffbrett einfacher wird und man die optimale Lage für bestimmte Griffmuster und Läufe immer schneller findet. So nebenbei wird einem bewusst, dass gerade Studiomusiker, die man auf erfolgreichen Produktionen hört, mit der gleichen Systematik wie im Buch beschrieben, sehr effektive Bassläufe einspielen.
Ob man "nur" fremde Stücke covert oder eigene Songs mit der Band entwickelt, das Buch ist gleichermaßen hilfreich, da es mit dem richtigen "Rüstzeug" viel schneller geht, sich neue Songs draufzuschaffen. 20 neue Songs und der erste Gig in 10 Wochen? Vorher ein neuer Song pro Woche draufgequält? Buch kaufen, konsequent üben und dann kommt das "AHA-Erlebnis".
Für Notenfreund, Arzthelfer, Tote Hose oder Krach mit Grunzer uneingeschränkt empfehlenswert - nur hinsetzten und üben muss man nach wie vor selbst ;-) Wirkt Bässtens. Nebenwirkungen - naja, die findet Ihr schon raus...