Dynamite Deluxe

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Biografie

Irgendwann geht alles einmal zu Ende, und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Nach jahrelanger intensivster Zusammenarbeit bis zur gemeinsamen Wohnung, zig Mixtapes, gefeierten Tourneen durchs Land, Mongo Clicke, Undergroundlegenden-Status, ersten Charterfolgen und Preisen waren sie an einem Punkt angekommen, da sie jeder für sich alleine in die Welt hinaus wollten. Die Gruppe war sehr erfolgreich geworden, und neben aller Erfolge war das natürlich auch ziemlich stressig, aber das alleine wäre noch lange kein Grund gewesen, gleich die Band zu beerdigen. Es hatte sich zu einer ... Lesen Sie mehr

Irgendwann geht alles einmal zu Ende, und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Nach jahrelanger intensivster Zusammenarbeit bis zur gemeinsamen Wohnung, zig Mixtapes, gefeierten Tourneen durchs Land, Mongo Clicke, Undergroundlegenden-Status, ersten Charterfolgen und Preisen waren sie an einem Punkt angekommen, da sie jeder für sich alleine in die Welt hinaus wollten. Die Gruppe war sehr erfolgreich geworden, und neben aller Erfolge war das natürlich auch ziemlich stressig, aber das alleine wäre noch lange kein Grund gewesen, gleich die Band zu beerdigen. Es hatte sich zu einer Situation entwickelt, in der sie sich mehr oder weniger nur noch auf den Sack gingen. Keiner hatte irgendwann die Zeit gehabt, den Wahnsinn der letzten Jahre mal in Ruhe zu verarbeiten, und ewig zu dritt kommt man logischerweise kaum zur Ruhe. Kurz gesagt, sie hatten sich auseinander gelebt, aber da gab es ja ein gemeinsames Kind, und das, da waren sich Sam, Tropf und Dynamite noch ein letztes Mal einig, sollte nun wirklich nicht darunter leiden. Letztendlich war es dann das Beste, die Sache zu beenden, bevor eines Tages doch noch einer mit der Schrotflinte ins Studio kommt. Ein sauberer, kompromissloser Schnitt, und schon waren die seit sechs Jahren scheinbar untrennbar verbundenen Lebensläufe für immer getrennt. Eigentlich. Musik blieb für alle drei der Treibstoff, die Tinte, das Mojo, also trafen sich ihre Wege doch immer wieder, und wiesen auch aus Entfernung erstaunliche, ja zum Teil mysteriöse Parallelen auf. Zufall? Schicksal? Oder einfach Deluxe? Sam und Tropf blieben geschäftlich in der ersten Zeit ohnehin noch durch das Eimsbush-Label verbunden, für dessen Künstler Tropf fleißig weiter produzierte und remixte, und an dem auch Sam bis zur Pleite seine Anteile hielt. Währenddessen war Dynamite auf eine Abenteuerreise rund um die Welt aufgebrochen, mit dem Traum und Ziel, sein Lieblingsalbum mit seinen Lieblingskünstlern zu machen, und mit Hip Hop, Soul und Reggae seinen eigenen Street-Soul zu mischen. In Jamaika, London und New York arbeitete er dabei mit Legenden wie Junior Reid und Diamond D, und konnte sich selbst überzeugen, wie das Musikbusiness in den großen Studios der weiten Welt läuft. Learning by Producing. Und nach hunderten, wenn nicht tausenden Stunden in Studios und Flugzeugen hatte Dynamite seine Welt in eine Scheibe gepresst: "Welcome To The World Of Joni Rewind". Zu Hause in Deutschland übertraf Sams erste Platte "Samy Deluxe" gerade alle Erwartungen, "Weck mich auf" schockte die Single-Charts mit sozialer Message, und der "Cannabis-Rapper" zeigte erstmals eine politische Seite, die ihm bis dahin wohl keiner zugetraut hatte: Ein Samy Deluxe, der zu gesellschaftlich relevanten Themen eine Meinung hat und auch kein Problem damit hat, sie deutlich zu sagen. Ob Aids, Drogen oder Rassismus, er ist bis heute einer der wenigen Musiker in Deutschland, der regelmäßig Stellung bezieht. In diesem Sinne eher im Hintergrund blieb dabei Tropf, was bei ihm aber noch nie auf Untätigkeit zurückzuführen war. Im Gegenteil: Obwohl er gerade mit seinem Studio umgezogen war, mit Jan Delay den "Bushbeats"-Verlag gründete und die "La Boom"-LP produzierte, hatte er immer noch den Saft, auf Sams erstem Solo den musikalischen Löwenanteil zu produzieren, und natürlich kam auch kein anderer als "Deutschlands tightester Live-Mischer" in Frage, schließlich auch den Tour-Sound zu managen. Nebenbei: Mit den zweitmeisten Beats hatte bei der Platte selbstverständlich auch Dynamite wieder seine langen Finger im Spiel. Überhaupt waren vor allem Sams Alben immer wieder Gelegenheiten, zusammen zu arbeiten, ob es nun die Solos waren, oder das nun folgende Tag-Team-Projekt "ASD" mit Afrob. Nun war es Sam, dem Deutschland zu klein wurde, und der einen neuen Sound im Kopf hatte. Als Rap-Fan machte er sich selbst das größte Geschenk, indem er selber über den Teich flog und einen Großteil des Budgets in Beats aus dem Mutterland investierte, unter anderem von dem leider schon verstorbenen Jay Dee und von dem bereits erwähnten Diamond D. Da saß Sam sozusagen am selben Tisch, unter dem einst Dynamite schon vergeblich versucht hatte, seine Beine auszustrecken. In der Heimat machten sich die Drei schließlich ans Mischen dieses feinen Materials und konnten so aus erster Hand die Arbeit von Leuten begutachten, die den deutschen Produzenten doch noch ein paar Jahre voraus waren. Auch für diese Tour verantwortete niemand anders als Tropf den Live-Sound, und kurz danach mischte er auch schon das "Beginner"-Nr.-1-Album, "Blast Action Heroes". Unglaublich: Die Arbeitslosenzahl im Land stieg auf fünf Millionen, aber diese drei Typen gehörten definitiv nicht dazu. Sam eröffnete den lange Zeit sehr erfolgreichen "Bounce"-Club in Hamburg, während Dynamite mit Rap- und Reggae-Sets in der Schweiz und in Deutschland Party machte. Das was Tropf schon seit einiger Zeit schaffte, nämlich unabhängig seine Musik rauszubringen, war auch Sams nächster Schritt, dafür gründete er "Deluxe Records" und holte als erstes Dynamite ins Boot, um das "Hamburgs Finest"-Projekt zu pushen. Und auch Dynamite folgte in gewisser Weise Tropfs Fußspuren, und baute sich endlich sein eigenes Studio, in dem er unter anderem das "Hamburgs Finest - Let's go!"-Album mischte. So hatte sich jeder über die Jahre auf eigene Beine gestellt, Sam verpflichtete quer durch Deutschland Talente für sein Label, Tropf coproduzierte und mischte Jan Delays "Mercedes Dance"-Album und -Tour und es wäre wohl ewig so weitergegangen, hätten sie sich nicht 2004 für die Produktion von Sams "Verdammtnochma!" zwei Wochen eingeschlossen, und zu ihrer Überraschung gemerkt, dass sie sich doch noch länger als zwei Stunden im selben Raum aufhalten konnten, ohne gleich in wilde Vorwürfe und wüste Beleidigungen auszuarten. In diesen zwei Wochen erkannten sie, dass ein Rest der gemeinsamen Basis jeden Sturm überstanden hatte, und die Vergangenheit endgültig vergangen war. Und sie erkannten, dass sie eine neue Mission haben. Seit diesem Zeitpunkt war die Platte bei jedem der drei fest im Hinterkopf verankert. Jeder hat weiter konzentriert an seinem Kram gearbeitet, aber zwischen Zeiten der Funkstille wurde mal ein Beat rüber geschickt oder ein Sample gebunkert, mal ging ein Text zurück und so verstrickten sie sich immer weiter in die gemeinsame Arbeit. Nach sieben Jahren, in denen Dynamite Deluxe schon Geschichte war, konnten sie natürlich nicht gleich Vollgas geben, sondern mussten sich erst wieder langsam an die roten Bereiche rantasten. Schließlich sollte dies wieder eine runde Platte werden, die den gestiegenen Ansprüchen der Bandmitglieder gerecht wird. So haben sie konsequent Einfluss aufeinander genommen, Sam auf die Musik und Tropf und Dynamite auf die Texte, und kamen dem Album immer näher, hinter dem sie nun geschlossen stehen. Prototypen wurden gefertigt, fertige Tracks wurden noch einmal komplett überarbeitet oder flogen gleich ganz raus, es war eine härtere Auslese als bei Mon Chéri-Kirschen, bei der sie sich gegenseitig wirklich einiges abverlangt haben, aber nur so war es möglich, dass jeder am Ende das bekam, was er wollte. Denn das war von Anfang an klar: Es konnte kein Remake geben, es musste ein neues Kapitel sein, in das sie ihre Erfahrung und ihr Wissen aus den letzten Jahren einfließen lassen würden. Mal wieder eine Bombe bauen und richtig auf die Kacke hauen. Vier Jahre sind genug Zeit, um rekordverdächtige Perlen zu züchten, und nun kommt das Ziel, auf das sie schon so lange und hart hingearbeitet und für das sie wie die Eichhörnchen gesammelt haben, endlich näher. Dieser gigantische Entwicklungsprozess, der ja letztendlich schon mit der Trennung 2001 begonnen hatte, diese zweieinhalb Jahre Forschung und eineinhalb Jahre intensiver Produktion, alle Mühe und Zweifel ergeben am Ende nicht mehr und nicht weniger als die beste Platte, die Sam, Tropf und Dynamite machen können. Ein Album, das kein Anderer und auch keiner von den Jungs alleine machen kann.
Bald in einem Konzertsaal auch in Ihrer Nähe.

Dynamite Deluxe 2008.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Irgendwann geht alles einmal zu Ende, und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Nach jahrelanger intensivster Zusammenarbeit bis zur gemeinsamen Wohnung, zig Mixtapes, gefeierten Tourneen durchs Land, Mongo Clicke, Undergroundlegenden-Status, ersten Charterfolgen und Preisen waren sie an einem Punkt angekommen, da sie jeder für sich alleine in die Welt hinaus wollten. Die Gruppe war sehr erfolgreich geworden, und neben aller Erfolge war das natürlich auch ziemlich stressig, aber das alleine wäre noch lange kein Grund gewesen, gleich die Band zu beerdigen. Es hatte sich zu einer Situation entwickelt, in der sie sich mehr oder weniger nur noch auf den Sack gingen. Keiner hatte irgendwann die Zeit gehabt, den Wahnsinn der letzten Jahre mal in Ruhe zu verarbeiten, und ewig zu dritt kommt man logischerweise kaum zur Ruhe. Kurz gesagt, sie hatten sich auseinander gelebt, aber da gab es ja ein gemeinsames Kind, und das, da waren sich Sam, Tropf und Dynamite noch ein letztes Mal einig, sollte nun wirklich nicht darunter leiden. Letztendlich war es dann das Beste, die Sache zu beenden, bevor eines Tages doch noch einer mit der Schrotflinte ins Studio kommt. Ein sauberer, kompromissloser Schnitt, und schon waren die seit sechs Jahren scheinbar untrennbar verbundenen Lebensläufe für immer getrennt. Eigentlich. Musik blieb für alle drei der Treibstoff, die Tinte, das Mojo, also trafen sich ihre Wege doch immer wieder, und wiesen auch aus Entfernung erstaunliche, ja zum Teil mysteriöse Parallelen auf. Zufall? Schicksal? Oder einfach Deluxe? Sam und Tropf blieben geschäftlich in der ersten Zeit ohnehin noch durch das Eimsbush-Label verbunden, für dessen Künstler Tropf fleißig weiter produzierte und remixte, und an dem auch Sam bis zur Pleite seine Anteile hielt. Währenddessen war Dynamite auf eine Abenteuerreise rund um die Welt aufgebrochen, mit dem Traum und Ziel, sein Lieblingsalbum mit seinen Lieblingskünstlern zu machen, und mit Hip Hop, Soul und Reggae seinen eigenen Street-Soul zu mischen. In Jamaika, London und New York arbeitete er dabei mit Legenden wie Junior Reid und Diamond D, und konnte sich selbst überzeugen, wie das Musikbusiness in den großen Studios der weiten Welt läuft. Learning by Producing. Und nach hunderten, wenn nicht tausenden Stunden in Studios und Flugzeugen hatte Dynamite seine Welt in eine Scheibe gepresst: "Welcome To The World Of Joni Rewind". Zu Hause in Deutschland übertraf Sams erste Platte "Samy Deluxe" gerade alle Erwartungen, "Weck mich auf" schockte die Single-Charts mit sozialer Message, und der "Cannabis-Rapper" zeigte erstmals eine politische Seite, die ihm bis dahin wohl keiner zugetraut hatte: Ein Samy Deluxe, der zu gesellschaftlich relevanten Themen eine Meinung hat und auch kein Problem damit hat, sie deutlich zu sagen. Ob Aids, Drogen oder Rassismus, er ist bis heute einer der wenigen Musiker in Deutschland, der regelmäßig Stellung bezieht. In diesem Sinne eher im Hintergrund blieb dabei Tropf, was bei ihm aber noch nie auf Untätigkeit zurückzuführen war. Im Gegenteil: Obwohl er gerade mit seinem Studio umgezogen war, mit Jan Delay den "Bushbeats"-Verlag gründete und die "La Boom"-LP produzierte, hatte er immer noch den Saft, auf Sams erstem Solo den musikalischen Löwenanteil zu produzieren, und natürlich kam auch kein anderer als "Deutschlands tightester Live-Mischer" in Frage, schließlich auch den Tour-Sound zu managen. Nebenbei: Mit den zweitmeisten Beats hatte bei der Platte selbstverständlich auch Dynamite wieder seine langen Finger im Spiel. Überhaupt waren vor allem Sams Alben immer wieder Gelegenheiten, zusammen zu arbeiten, ob es nun die Solos waren, oder das nun folgende Tag-Team-Projekt "ASD" mit Afrob. Nun war es Sam, dem Deutschland zu klein wurde, und der einen neuen Sound im Kopf hatte. Als Rap-Fan machte er sich selbst das größte Geschenk, indem er selber über den Teich flog und einen Großteil des Budgets in Beats aus dem Mutterland investierte, unter anderem von dem leider schon verstorbenen Jay Dee und von dem bereits erwähnten Diamond D. Da saß Sam sozusagen am selben Tisch, unter dem einst Dynamite schon vergeblich versucht hatte, seine Beine auszustrecken. In der Heimat machten sich die Drei schließlich ans Mischen dieses feinen Materials und konnten so aus erster Hand die Arbeit von Leuten begutachten, die den deutschen Produzenten doch noch ein paar Jahre voraus waren. Auch für diese Tour verantwortete niemand anders als Tropf den Live-Sound, und kurz danach mischte er auch schon das "Beginner"-Nr.-1-Album, "Blast Action Heroes". Unglaublich: Die Arbeitslosenzahl im Land stieg auf fünf Millionen, aber diese drei Typen gehörten definitiv nicht dazu. Sam eröffnete den lange Zeit sehr erfolgreichen "Bounce"-Club in Hamburg, während Dynamite mit Rap- und Reggae-Sets in der Schweiz und in Deutschland Party machte. Das was Tropf schon seit einiger Zeit schaffte, nämlich unabhängig seine Musik rauszubringen, war auch Sams nächster Schritt, dafür gründete er "Deluxe Records" und holte als erstes Dynamite ins Boot, um das "Hamburgs Finest"-Projekt zu pushen. Und auch Dynamite folgte in gewisser Weise Tropfs Fußspuren, und baute sich endlich sein eigenes Studio, in dem er unter anderem das "Hamburgs Finest - Let's go!"-Album mischte. So hatte sich jeder über die Jahre auf eigene Beine gestellt, Sam verpflichtete quer durch Deutschland Talente für sein Label, Tropf coproduzierte und mischte Jan Delays "Mercedes Dance"-Album und -Tour und es wäre wohl ewig so weitergegangen, hätten sie sich nicht 2004 für die Produktion von Sams "Verdammtnochma!" zwei Wochen eingeschlossen, und zu ihrer Überraschung gemerkt, dass sie sich doch noch länger als zwei Stunden im selben Raum aufhalten konnten, ohne gleich in wilde Vorwürfe und wüste Beleidigungen auszuarten. In diesen zwei Wochen erkannten sie, dass ein Rest der gemeinsamen Basis jeden Sturm überstanden hatte, und die Vergangenheit endgültig vergangen war. Und sie erkannten, dass sie eine neue Mission haben. Seit diesem Zeitpunkt war die Platte bei jedem der drei fest im Hinterkopf verankert. Jeder hat weiter konzentriert an seinem Kram gearbeitet, aber zwischen Zeiten der Funkstille wurde mal ein Beat rüber geschickt oder ein Sample gebunkert, mal ging ein Text zurück und so verstrickten sie sich immer weiter in die gemeinsame Arbeit. Nach sieben Jahren, in denen Dynamite Deluxe schon Geschichte war, konnten sie natürlich nicht gleich Vollgas geben, sondern mussten sich erst wieder langsam an die roten Bereiche rantasten. Schließlich sollte dies wieder eine runde Platte werden, die den gestiegenen Ansprüchen der Bandmitglieder gerecht wird. So haben sie konsequent Einfluss aufeinander genommen, Sam auf die Musik und Tropf und Dynamite auf die Texte, und kamen dem Album immer näher, hinter dem sie nun geschlossen stehen. Prototypen wurden gefertigt, fertige Tracks wurden noch einmal komplett überarbeitet oder flogen gleich ganz raus, es war eine härtere Auslese als bei Mon Chéri-Kirschen, bei der sie sich gegenseitig wirklich einiges abverlangt haben, aber nur so war es möglich, dass jeder am Ende das bekam, was er wollte. Denn das war von Anfang an klar: Es konnte kein Remake geben, es musste ein neues Kapitel sein, in das sie ihre Erfahrung und ihr Wissen aus den letzten Jahren einfließen lassen würden. Mal wieder eine Bombe bauen und richtig auf die Kacke hauen. Vier Jahre sind genug Zeit, um rekordverdächtige Perlen zu züchten, und nun kommt das Ziel, auf das sie schon so lange und hart hingearbeitet und für das sie wie die Eichhörnchen gesammelt haben, endlich näher. Dieser gigantische Entwicklungsprozess, der ja letztendlich schon mit der Trennung 2001 begonnen hatte, diese zweieinhalb Jahre Forschung und eineinhalb Jahre intensiver Produktion, alle Mühe und Zweifel ergeben am Ende nicht mehr und nicht weniger als die beste Platte, die Sam, Tropf und Dynamite machen können. Ein Album, das kein Anderer und auch keiner von den Jungs alleine machen kann.
Bald in einem Konzertsaal auch in Ihrer Nähe.

Dynamite Deluxe 2008.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Irgendwann geht alles einmal zu Ende, und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Nach jahrelanger intensivster Zusammenarbeit bis zur gemeinsamen Wohnung, zig Mixtapes, gefeierten Tourneen durchs Land, Mongo Clicke, Undergroundlegenden-Status, ersten Charterfolgen und Preisen waren sie an einem Punkt angekommen, da sie jeder für sich alleine in die Welt hinaus wollten. Die Gruppe war sehr erfolgreich geworden, und neben aller Erfolge war das natürlich auch ziemlich stressig, aber das alleine wäre noch lange kein Grund gewesen, gleich die Band zu beerdigen. Es hatte sich zu einer Situation entwickelt, in der sie sich mehr oder weniger nur noch auf den Sack gingen. Keiner hatte irgendwann die Zeit gehabt, den Wahnsinn der letzten Jahre mal in Ruhe zu verarbeiten, und ewig zu dritt kommt man logischerweise kaum zur Ruhe. Kurz gesagt, sie hatten sich auseinander gelebt, aber da gab es ja ein gemeinsames Kind, und das, da waren sich Sam, Tropf und Dynamite noch ein letztes Mal einig, sollte nun wirklich nicht darunter leiden. Letztendlich war es dann das Beste, die Sache zu beenden, bevor eines Tages doch noch einer mit der Schrotflinte ins Studio kommt. Ein sauberer, kompromissloser Schnitt, und schon waren die seit sechs Jahren scheinbar untrennbar verbundenen Lebensläufe für immer getrennt. Eigentlich. Musik blieb für alle drei der Treibstoff, die Tinte, das Mojo, also trafen sich ihre Wege doch immer wieder, und wiesen auch aus Entfernung erstaunliche, ja zum Teil mysteriöse Parallelen auf. Zufall? Schicksal? Oder einfach Deluxe? Sam und Tropf blieben geschäftlich in der ersten Zeit ohnehin noch durch das Eimsbush-Label verbunden, für dessen Künstler Tropf fleißig weiter produzierte und remixte, und an dem auch Sam bis zur Pleite seine Anteile hielt. Währenddessen war Dynamite auf eine Abenteuerreise rund um die Welt aufgebrochen, mit dem Traum und Ziel, sein Lieblingsalbum mit seinen Lieblingskünstlern zu machen, und mit Hip Hop, Soul und Reggae seinen eigenen Street-Soul zu mischen. In Jamaika, London und New York arbeitete er dabei mit Legenden wie Junior Reid und Diamond D, und konnte sich selbst überzeugen, wie das Musikbusiness in den großen Studios der weiten Welt läuft. Learning by Producing. Und nach hunderten, wenn nicht tausenden Stunden in Studios und Flugzeugen hatte Dynamite seine Welt in eine Scheibe gepresst: "Welcome To The World Of Joni Rewind". Zu Hause in Deutschland übertraf Sams erste Platte "Samy Deluxe" gerade alle Erwartungen, "Weck mich auf" schockte die Single-Charts mit sozialer Message, und der "Cannabis-Rapper" zeigte erstmals eine politische Seite, die ihm bis dahin wohl keiner zugetraut hatte: Ein Samy Deluxe, der zu gesellschaftlich relevanten Themen eine Meinung hat und auch kein Problem damit hat, sie deutlich zu sagen. Ob Aids, Drogen oder Rassismus, er ist bis heute einer der wenigen Musiker in Deutschland, der regelmäßig Stellung bezieht. In diesem Sinne eher im Hintergrund blieb dabei Tropf, was bei ihm aber noch nie auf Untätigkeit zurückzuführen war. Im Gegenteil: Obwohl er gerade mit seinem Studio umgezogen war, mit Jan Delay den "Bushbeats"-Verlag gründete und die "La Boom"-LP produzierte, hatte er immer noch den Saft, auf Sams erstem Solo den musikalischen Löwenanteil zu produzieren, und natürlich kam auch kein anderer als "Deutschlands tightester Live-Mischer" in Frage, schließlich auch den Tour-Sound zu managen. Nebenbei: Mit den zweitmeisten Beats hatte bei der Platte selbstverständlich auch Dynamite wieder seine langen Finger im Spiel. Überhaupt waren vor allem Sams Alben immer wieder Gelegenheiten, zusammen zu arbeiten, ob es nun die Solos waren, oder das nun folgende Tag-Team-Projekt "ASD" mit Afrob. Nun war es Sam, dem Deutschland zu klein wurde, und der einen neuen Sound im Kopf hatte. Als Rap-Fan machte er sich selbst das größte Geschenk, indem er selber über den Teich flog und einen Großteil des Budgets in Beats aus dem Mutterland investierte, unter anderem von dem leider schon verstorbenen Jay Dee und von dem bereits erwähnten Diamond D. Da saß Sam sozusagen am selben Tisch, unter dem einst Dynamite schon vergeblich versucht hatte, seine Beine auszustrecken. In der Heimat machten sich die Drei schließlich ans Mischen dieses feinen Materials und konnten so aus erster Hand die Arbeit von Leuten begutachten, die den deutschen Produzenten doch noch ein paar Jahre voraus waren. Auch für diese Tour verantwortete niemand anders als Tropf den Live-Sound, und kurz danach mischte er auch schon das "Beginner"-Nr.-1-Album, "Blast Action Heroes". Unglaublich: Die Arbeitslosenzahl im Land stieg auf fünf Millionen, aber diese drei Typen gehörten definitiv nicht dazu. Sam eröffnete den lange Zeit sehr erfolgreichen "Bounce"-Club in Hamburg, während Dynamite mit Rap- und Reggae-Sets in der Schweiz und in Deutschland Party machte. Das was Tropf schon seit einiger Zeit schaffte, nämlich unabhängig seine Musik rauszubringen, war auch Sams nächster Schritt, dafür gründete er "Deluxe Records" und holte als erstes Dynamite ins Boot, um das "Hamburgs Finest"-Projekt zu pushen. Und auch Dynamite folgte in gewisser Weise Tropfs Fußspuren, und baute sich endlich sein eigenes Studio, in dem er unter anderem das "Hamburgs Finest - Let's go!"-Album mischte. So hatte sich jeder über die Jahre auf eigene Beine gestellt, Sam verpflichtete quer durch Deutschland Talente für sein Label, Tropf coproduzierte und mischte Jan Delays "Mercedes Dance"-Album und -Tour und es wäre wohl ewig so weitergegangen, hätten sie sich nicht 2004 für die Produktion von Sams "Verdammtnochma!" zwei Wochen eingeschlossen, und zu ihrer Überraschung gemerkt, dass sie sich doch noch länger als zwei Stunden im selben Raum aufhalten konnten, ohne gleich in wilde Vorwürfe und wüste Beleidigungen auszuarten. In diesen zwei Wochen erkannten sie, dass ein Rest der gemeinsamen Basis jeden Sturm überstanden hatte, und die Vergangenheit endgültig vergangen war. Und sie erkannten, dass sie eine neue Mission haben. Seit diesem Zeitpunkt war die Platte bei jedem der drei fest im Hinterkopf verankert. Jeder hat weiter konzentriert an seinem Kram gearbeitet, aber zwischen Zeiten der Funkstille wurde mal ein Beat rüber geschickt oder ein Sample gebunkert, mal ging ein Text zurück und so verstrickten sie sich immer weiter in die gemeinsame Arbeit. Nach sieben Jahren, in denen Dynamite Deluxe schon Geschichte war, konnten sie natürlich nicht gleich Vollgas geben, sondern mussten sich erst wieder langsam an die roten Bereiche rantasten. Schließlich sollte dies wieder eine runde Platte werden, die den gestiegenen Ansprüchen der Bandmitglieder gerecht wird. So haben sie konsequent Einfluss aufeinander genommen, Sam auf die Musik und Tropf und Dynamite auf die Texte, und kamen dem Album immer näher, hinter dem sie nun geschlossen stehen. Prototypen wurden gefertigt, fertige Tracks wurden noch einmal komplett überarbeitet oder flogen gleich ganz raus, es war eine härtere Auslese als bei Mon Chéri-Kirschen, bei der sie sich gegenseitig wirklich einiges abverlangt haben, aber nur so war es möglich, dass jeder am Ende das bekam, was er wollte. Denn das war von Anfang an klar: Es konnte kein Remake geben, es musste ein neues Kapitel sein, in das sie ihre Erfahrung und ihr Wissen aus den letzten Jahren einfließen lassen würden. Mal wieder eine Bombe bauen und richtig auf die Kacke hauen. Vier Jahre sind genug Zeit, um rekordverdächtige Perlen zu züchten, und nun kommt das Ziel, auf das sie schon so lange und hart hingearbeitet und für das sie wie die Eichhörnchen gesammelt haben, endlich näher. Dieser gigantische Entwicklungsprozess, der ja letztendlich schon mit der Trennung 2001 begonnen hatte, diese zweieinhalb Jahre Forschung und eineinhalb Jahre intensiver Produktion, alle Mühe und Zweifel ergeben am Ende nicht mehr und nicht weniger als die beste Platte, die Sam, Tropf und Dynamite machen können. Ein Album, das kein Anderer und auch keiner von den Jungs alleine machen kann.
Bald in einem Konzertsaal auch in Ihrer Nähe.

Dynamite Deluxe 2008.

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