Seit Anfang November 2011 bin ich nun auch "stolzer" Besitzer eines Labeldruckers! Anfangs war ich doch stark am Zweifeln, ob sich ein solches Gerät zu einem Preis von deutlich über 100 EUR inkl. den entsprechenden Labeln für den Privatgebrauch auch lohnt. Den Ausschlag zum Kauf gab dann schließlich Dymos Cashbackaktion: Kaufe einen Labelwriter inkl. 6 Labelrollen deiner Wahl und Dymo zahlt dir 100,-EUR zurück!
Gesagt getan! Der LabelWriter 450 kam wenige Tage später inklusive der entsprechenden Labelrollen zu mir nach Hause. Erster Eindruck: wow'ganz schon teuer für den kleinen Plastikbomber (sehr kompakt und wiegt weniger als man denkt - viel aufwendige Technik kann da nicht drinstecken)! Aber gut, es gibt ja was zurück :)
Die Inbetriebnahme war verhältnismäßig einfach: USB- und Stromkabel reinstecken, Software von der mitgelieferten CD installieren. Auch das Einlegen der Labelrollen war eine lösbare Aufgabe (mein erster Eindruck täuschte übrigens nicht: beim Einlegen erhaschte ich einen Blick ins Innere! Ein Rollenhalter, bisschen Technik, viel Luft!). Leider war die Software nicht aktuell, so das zunächst ein Update von der Dymo-Homepage geladen werden musste. Leider musste ich dort dann feststellen, dass die neueste Software-Version für OS X nicht auf deutsch verfügbar war (wtf??? Sogar unsere geliebten holländischen Nachbar bekommen von Dymo eine Version in ihrer Sprache!). Aber ok, dann halt ohne Update! Bisheriger Eindruck: Deutlich über 100,-EUR ausgegeben, Aber gut, es gibt ja was zurück :)
Erste Druckversuche: Was soll ich sagen'es funktioniert! Hier gibt es nichts, was ich besonders anmerken müsste! Ich werde weder in negativer, noch positiver Weise überrascht! Eine böse Überraschung kommt aber NACH dem Etikettendruck: Das bedruckte Etikett schaut aus dem Labelwriter. Kein automatscher Abschnitt, kein manueller, nur eine Abreisskante! Bei Einzeletiketten mag das noch eine praktikable Lösung sein! Aber bei einer Endlosrolle? Da macht jede Schere einen saubereren Schnitt! Mein Eindruck: Für über 100,-EUR ein absolutes No-Go! Aber gut, es gibt ja was zurück :)
Ebenfalls fiel mir beim Dymo Labelwriter 450 negativ auf, dass das Gerät keinerlei Ein-/Aus-Schalter besitzt. Ich nutze ihn nur gelegentlich, so dass ich ihn am liebsten nur bei Bedarf einschalten würde. Dazu muss man aber dann den Netzstecker ziehen. Etwas zu aufwändig und so muss ich nun damit leben, dass mich permanent eine blau-leuchtende Lampe darauf hinweist, dass der Dymo doch betriebsbereit ist (und somit permanent unnötig Strom zieht).
Mittlerweile ist der Labeldrucker seit über 3 Monaten bei mir in Betrieb! Aber: ES GAB NICHTS ZURÜCK! Trotz mehrmaliger Anrufe bei der Dymo-Hotline und zahlreicher Emails in welchen mir der korrekte Eingang meines Cashback-Antrages bestätigt wurde, warte ich noch immer auf die Auszahlung der zugesagten 100,-EUR (Dymo hatte sich eine Bearbeitungszeit von bis zu 8 Wochen eingeräumt). Auch eine Onlinerecherche führte mich zu einem ernüchternden Ergebnis. Ich war scheinbar nicht der einzige, der auf das Dymo-Versprechen hereingefallen ist! In diversen Foren häufen sich die Klagen und Beanstandungen.
Fazit:
Der Labelwriter verrichtet seine Arbeit. Leider aber zu einem untragbaren Preis! Auch zum halben Preis (um 50 EUR) gibt es zahlreiche Konkurrenzprodukte, die gleiche Ergebnisse liefern und - zumindest teilweise - auch einen größeren Funktionsumfang (Abschneidefunktion) bieten.