Heute soll es mal wieder ein Buch sein, welches mein Mann verschlungen hat. Was kann der Inhalt sein ... ??? Ja, richtig ... BERGE, WANDERN ... HIMALAYA und mehr ...
Sicher hat der ein oder andere schon vom neuen Kinofilm "Zum dritten Pol" gehört. Dieser Film zeigt eindrucksvoll, was die Dyhrenfurths geleistet haben und das steht auch hier in meinem nun vorzustellenden Buch.
der Autor:
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Andreas Nickel hat sich mit den Dyhrenfurths befasst. Er ist Jahrgang 1962 und in Mühldorf / Inn geboren.
Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Lausanne in der Schweiz. Er legt heute in der Nähe des Tegernsees. Seine große Leidenschaft ist der Alpinismus.
Er hat sowoh das Buch geschrieben zu den Dyrhenfurths als auch den Dokumentarfilm gemacht.
Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in
Die Anfänge
Der Erste Weltkrieg
Aufbruch und Umbruch
Die Internationale Himalaya-Expedition 1930 zum Kangchendzönga
Die Internationale Himalaya-Expedition 1934 zum Hidden Peak
Nanga Parbat und Ehrengericht
Ruhm und Ehre
Abschied von der Familie
Abkehr von Deutschland
Trennungen und Bindungen
Norman Dyhrenfurth und seine Expeditionen
Epilog und
Anhang
gegliedert, wobei jeweils die einzelnen Kapitel nochmals untergliedert und passenden Überschriften versehen sind.
Bildmaterial:
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Zahlreiches historisches und beeindruckendes qualitativ hochwertiges Bildmaterial ist vorhanden und untermalt die Texte perfekt.
Das Bildmaterial ist teilweise ganzseitig oder gleich mit textlichen Erklärungen neben den Bildern versehen.
Es sind aber nicht nur Fotos, sondern auch zahlreiches Kartenmaterial oder Filmplakate abgebildet, die sehr interessant sind.
Wer waren die Dyhrenfurths?
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Sie waren die Pioniere des Höhenbergsteigens Das Ehepaar Professor Dr. Günter Oskar Dyhrenfurth, seiner Frau Hettie und ihr Sohn Professor Norman Dyhrenfurth sind die drei Personen, die nicht wegzudenken sind aus der Bergsteigerszene.
Norman Günter Dyhrenfurth (* 7. Mai 1918 in Breslau) ist ein US-amerikanischer Bergsteiger, Expeditionsleiter, Kameramann und Regisseur. Sein größtes Verdienst ist die Leitung der amerikanischen Mount-Everest-Expedition 1963
Günter Oskar Dyhrenfurth (* 12. November 1886 in Breslau; 14. April 1975 in Ringgenberg BE) war ein deutsch-schweizerischer Bergsteiger und Geologe. Dyhrenfurth war seit 1919 Professor an der Universität Breslau, legte jedoch als "Nichtarier" nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seine Professur nieder und lebte mit seiner Familie in der Schweiz. Er war Himalaya-Experte. Ihm gelangen zahlreiche Erstbegehungen in europäischen Gebirgen
Hettie Dyhrenfurth gelingt 1934 die Erstbesteigung des Sia Kangri (Queen Mary Peak, 7.315m), sie hält damit über 25 Jahre lang den Höhenweltrekord.
Inhalt und meine Meinung zum Buch:
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Sehr ausführlich, top gegliedert, übersichtlich, leicht verständlich und vor allem äußerst spannend wird hier die Geschichte des Bergsteigens im Zusammenhang mit dem Höhenbergsteigen und dem Bergfilm mit Günter Oskar, Hettie und Norman Dyhrenfurt, den Pionieren auf diesem Terrain, geschildert.
Es wird umfassend und top recherchiert auf alle Dinge eingegangen, die mit diesem Thema zu tun haben. Begonnen mit den Anfängen des Bergsteigens, die sehr detailliert erklärt werden und spannend beschrieben geht es weiter über das Bergsteigen während des 1. Weltkrieges. Bis zum Jahr 1929 - auch im Zusammenhang mit dem Antisemitismus in Deutschland und Österreich wird weiter auf das Bergsteigen eingegangen, also auch politische Beleuchtungen kommen zum Tragen. Dann geht man auf bestimmte Expeditonen ein. Die "Abschiedstour Norman Dyhrenfurths und seines Vaters wird auch sehr zu Herzen gehend beschrieben.
Die Familiengeschichte der Dyhrenfurths ist sozusagen auch die Expeditionsgeschichte der Erstbesteigungen der Achttausender in den Zwanziger Jahren.
kurze Leseprobe:
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aus dem Kapitel:
ABSCHIED VON DER FAMILIE
... im Spätsommer 1937 unternimmt Norman mit seinem Vater eine große Hochtour. Nichts Geringeres als die Überschreitung des gesamten Mont-Blanc-Massivs steht auf dem Programm. Wenn alles klappt, sind sieben Viertausender in folge geplant: Aiguille de Bionnassay, Mont Blanc, Mont Maudit, Mont Blanc du Tacul, Dent du Geant, Aiguille de rochefort, Grandes Jorasses - alles beeindruckende Namen berühmter Berge, eine Tour, die auch heute erst sehr wenige in ihrer gesamten Länge gewagt haben. Jeder einzelne dieser Gipfel ist für die meisten immer noch eine Zwei- bis Dreitagestour. Dauer, Ausgesetztheit und Abgeschiedenheit dieser Überschreitung haben in den 1930er Jahren, mitten in den Alpen, beinahe den Charakter einer Himalaya-Expedition. Die Unternehmung hat fast den Anschein eines Initiationsritus für Norman, der nun am Fuße seiner ersten Viertausender steht.
...
Beginnend mit der ersten Expedition 1930 zum Kangchendzönga auf 8547 m ist immer die Filmkamera dabei bei der Ausrüstung. Die beiden Expeditionen werden zeitgeschichtlich perfekt eingeordnet. Die zweite sehr detailliert beschriebene Expedition ist die 1986 stattgefundene zum K2 (8611 m). Die Expeditionen werden aus sportlicher und alpinistischer Sicht betrachtet, aber auch aus politischer und sozial/gesellschaftlicher Sicht beschrieben.
Es wird vor und nach der Machtergreifung Hitlers auf den Alpinismus eingegangen. Dem Leser wird Freiraum gelassen, um sich sein eigenes Bild vom Ganzen zu machen.
Die Zusammenhang und Zusammenspiel Mensch und Berg wird eindringlich, spannend und relalistisch wider gegeben. Der Charkter aber auch des Bergsteigens im Zusammenhang mit den Expeditionen der einzelnen Nationen kommt zum Ausdruck.
Ich finde, dass der Autor hier perfekt recherchiert hat und ein Zeitdokument über viele viele Jahre vom Beginn des Bergsteigens an aufzeigt, welches auf Grund der zahlreichen tollen Fotos unumwunden ein super geniales Buch ist, welches für Bergfreaks unbedingt lesenswert ist.
Viele Helden des Bergsteigens, die schon lange vergessen sind, aber absolut unvergessliche Leistungen vollbracht haben, kommen hier einmal wieder zur Wort, es wird ihrer gedacht, ohne die das Bergsteigen, wie es heute vorzufinden ist - sich nie hätte entwickeln können.
Die Geschichte des Bergsteigens - das ist das Buch, welches ich hier vorliegen habe. Spannende und packende zu Herzen gehende Schilderungen von Höhen und Tiefen während der einzelnen Expeditionen, die aufhorchen lassen und geschichtlich sehr wertvoll sind.
Die Schreibweise ist sehr leicht verständlich und auch unkompliziert zu lesen für Menschen, die sich mit dem Thema im Vorfeld noch nicht oder wenig beschäftigt haben. Man erfährt auf leicht verständliche Art und Weise sehr viel über das Thema Bergsteigen, über die Faszination, die dieser Sport früher und heute ausübt und welche Gefahren er in sich birgt.
Ich empfehle das Buch aufs Wärmste.