Noch nie habe ich derart beeindruckende Interpretationen dieser beiden Konzerte gehört!
Nach dem ersten Mal anhören - ich hatte da noch keine Ahnung vom Schicksal von Frau DuPré - hatte ich das Gefühl, dass diese Cellistin spielt, als ob es um ihr Leben ginge.
War wohl auch so.
Ich möchte keinen Ton und kein Nebengeräusch dieser beiden Konzerte missen(außer die Husterei im Saint-Saens-Konzert) - Ungereimtheiten gehören nun mal zum Leben im Konzertsaal und auf der Bühne!
Ein Glücksfall sind auch die beiden Orchester und ihre Dirigenten - allererste Sahne, auch wenn die Aufnahmetechniken in den späten sechziger-Jahren noch nicht so perfekt (kalt) und digital waren. Celibidache auf Tonträger hören zu können, stellt schon allein eine Besonderheit dar, die nicht hoch genug geschätzt werden kann!
Mir persönlich gefällt auf der CD allerdings die Interpretation des SaintSaens-Konzerts unter Barenboim noch eine Nuance besser als das Dvorák-Konzert mit Celibidache - ich habe den Eindruck, dass hier noch viel mehr Seele mit im Spiel ist, und dass die Zusammenarbeit zwischen Solistin, Orchester und Dirigenten noch viel intimer aufeinander abgestimmt klingt.
Insgesamt ein Meisterwerk, das sich unbedingt lohnt, öfters genossen zu werden!