Kurzbeschreibung
Antonin Dvorak ist für viele Kenner seiner Musik geradezu der Prototyp des unbeschwert komponierenden Musikers, dem seine Melodien, wie es heißt, nur so zugeflogen seien. Dieses Bild vom "unreflektierten Komponisten" Dvorak wurde von vielen Biographen fortgeschrieben, als ob der Künstler es nicht selbst durch seine Arbeit Lügen gestraft hätte.
Für Dvorak war Komponieren nicht das unterstellte Kinderspiel, sondern ganz im Gegenteil harte, konzentrierte Arbeit. Neuere Forschungen der letzen Jahre zeigen anhand von bislang kaum zugänglichen Werken noch unentdeckte Seiten des böhmischen Komponisten auf und rücken ungeprüft übernommene Einschätzungen ins rechte Licht.
Autorenportrait
Klaus Döge war Lehrbeauftragter im Fach Musik an der Pädagogischen Hochschule und der Musikhochschule Würzburg. Seit 1992 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Richard-Wagner-Gesamtausgabe. Zahlreiche Editionen und Publikationen zur Musik des 18. bis 20. Jahrhunderts.