Was erhält man, wenn Angelo Branduardi nimmt, ihn mit Portishead auf Speed kreuzt, dem Zögling eine Westerngeige in die Hand drückt und dann mit Jean-Michel Jarre auf eine Reise durch die Musikmetropolen von London bis Seattle schickt? Eine geniale Mischung von Musik, Sound und kreativen Ideen.
Wer glaubt, Tiersen sei nur der Komponist der "Wunderbaren Welt", täuscht sich ungemein. Tiersen ist mehr, Tiersen ist ein Künstler, der flauschige Soundteppiche weben kann, in denen man wie vor einem Kaminfeuer sich einkuscheln kann und er bringt Stücke, bei denen man Aufspringen und tanzen will.
Dust Lane ist jedenfalls eines dieser Alben, das zum Träumen einlädt. Tiersen nimmt uns mit auf eine Reise durch die verschiedenen Stimmungen, immer mit dem Wunsch, dass es uns gut geht. Höhen und Tiefen, schöne und schreckliche Bilder und teilweise so richtig schön profan - ein Album, das wie ein Soundtrack die Szenen eines Lebens begleitet.
Es ist kein überragendes Album, denn dazu ist Tiersen meines Erachtens zu sehr Live-Musiker, aber eines das man gerne häufiger aus seiner Sammlung kramt um damit den Tag zu begleiten.