Dust Bowl" ist das Gebiet der Great Plains; ein trockenes und oft unwirtliches Land.
Und genauso beginnt Joe Bonamassas neues Werk:
Slow Train": Furztrocken und kantig.
Auch der 2. Track Dust Bowl" rumpelt staubtrocken daher und man sieht die Präriegräser sich im Wind wiegen.
Tennessee Plates" ist ein schwungvoller Hillybilly-Country Titel der etwas fröhlicher daherkommt, hier spielt und singt John Hiatt mit.
The meaning oft he Blues" ist ein erdiger, langsamer Stampfer mit kräftigem Refrain, inbrünstig dargeboten vom Meister; eben: So muss Blues sein.
Black Lung Heartache" besticht durch die Slideguitar, sparsam arrangiert und wieder sehr staubig, spannender Titel.
You better watch yourself" ist ein Bluesrocktitel, der nicht besonders originell ist, gute Mittelklasse.
The last Matador of Bayonne": Langsamer Slow, auffällig die Trompete im Hintergrund, ein beinahe mystisches Stück.
Heartbreaker": Tolle Gitarre, stampfender Rhythmus, ein Blues in bester Bonamassa-Manier.
No love in the Street": Und nochmals ein staubtrocken arrangierter Blues, einer meiner Favoriten.
The Whale that swallowed Jonah": Etwas einfacher Titel, reisst nicht besonders aus den Strümpfen, einzig im Refrain geht etwas die Post ab.
Sweet Rowena": Traditioneller Blues, wirkt etwas beliebig; als süsse Rowena hätte ich mir etwas mehr Herzblut gewünscht... Liegts an Vince Gill?
Prisoner": Und zum Schluss ein langsam vorgetragener, melancholischer Titel.
Auch mit dem neuen Werk liefert Joe Bonamassa Blues in solider Machart, wesentlich einfallsreicher arrangiert als auf dem letzten Album.
Wenn auch 2 bis 3 etwas gewöhnliche Titel drunter sind, so bietet Dust Bowl" mehrheitlich spannende Blues-Musik eines begnadeten Gitarristen.
Reinhören lohnt sich auf jeden Fall!