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Es gibt nur wirklich ganz ganz wenige Alben (besonders im Black-Metal Genre) welche sich sowohl konzentriert in völliger Dunkelheit mit Kopfhörer genießen lassen, aber auch genauso gut zum Headbangen einladen können. Gleichzeitung unglaublich wütend und brachial klingen, ohne sich ins Chaos zu verlieren oder auf komplexe Melodien zu verzichten. CRADLE OF FILTH schaffen diesen fast unmöglichem Spagat auf diesem Album. Durch geschickt eingesetzte Keyboards, Danis unbeschreiblichen Vocals und vor allem durch das komplexe Zusammenwirken aller Instrumente, entsteht eine unglaublich düstere Atmosphäre, die einen sofort in ihren Bann zieht. Trotzdem sorgte beim letzten Konzert der Song "A Gothic Romance" für "Moshen" im Publikum - vor allem in den harten Passagen gen Ende.
CRADLE OF FILTH-typisch beginnt das ganze mit einem symphonischen, instrumentlaen Keyboard-Intro, welches schon einmal die richtige Stimmung aufbaut. Gefolgt wird dieses hier vom ungewöhnlichen Opener "Heaven Torn Asunder" - ungewöhnlich weil sich der Song erst sehr langsam steigert und erst nach drei Minuten ein hohes Tempo erreicht, was für einen Opener etwas eigenartig ist. Doch der Song gibt den Stil der CD vor. Es wird weniger geknüppelt, Keyboards und Melodien stehen hier weit über krachenden Gitarrenriffs und Doublebassgenonner (auch wenn es diese Passagen selbstverständlich auch gibt). Insgesamt handelt es sich aber um das "ruhigste", gothic-lastigste, womöglich aber atmosphärischste Album der Band. Doch nicht nur in diesen Aspekten werden Maßstäbe gesetzt. Vor allem die unheimliche Komplexität, sowohl in den Songstrukturen als auch in Lyrics (BTW: Dani ist ein Gott in dieser Beziehung), sucht bis heute ihresgleichen - zumindest bei anderen Bands. Es macht wenig Sinn einen Song besonders hervorzuheben, denn dieses Album entfaltet erst als Gesamtkunstwerk betrachtet seine volle Genialität. Alles ist in sich geschlossen, der Aufbau gleicht einem guten Film. Harte und melodische Passagen wechseln sich in perfekten Abständen ab, nie kommt Langeweile auf. Man muss die CD sehr oft hören, um alle Details mitzubekommen und die Strukturen zu durchschauen. Langweilig wird das Album nie. Es ist und bleibt ein unverkennbares, unnachahmbares Meisterwerk - wenn auch kein einigartiges: Alle CRADLE OF FILTH-Scheiben bewegen sich auf diesem ansonsten unerreichten Niveau. Jeder der sich intensiv und ohne irgendwelche "Sell-Out-Vorurteile" und weitestgehend objektiv mit dieser Musik beschäftigt, dürfte das einsehen, auch wenn man den Stil nicht zwangsläufig mögen muss.... Man liebt es oder man hasst es - an der Genialität ändert dies nichts.
Jeder einzelne Track ist ein Meisterwerk an für sich,das Intro ist... Lesen Sie weiter...
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