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Durst ist schlimmer als Heimweh: Roman
 
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Durst ist schlimmer als Heimweh: Roman [Gebundene Ausgabe]

Lucy Fricke
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Piper (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492051413
  • ISBN-13: 978-3492051415
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.956 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lucy Fricke
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Sie brauchte dringend was zu trinken, lief wieder durch die Zimmer, durchsuchte die Schränke, nicht einmal Hartmuts Tabletten waren da. Mit dem Kopf schlug sie gegen die Wand, spürte nichts, außer einem leichten Wummern in den Ohren, nahm sich ein Messer und stach sich damit in den Arm. Die 16-jährige Judith ist in einer betreuten Wohngruppe für Jugendliche gestrandet. Mit Drogen, Wutausbrüchen und Selbstverstümmelung kämpft sie gegen ihre Kindheitserinnerungen: jahrelanger Missbrauch durch den gewalttätigen Stiefvater; eine Mutter, die ausschließlich mit sich selbst, mit Alkohol und der Abwehr von Schlägen beschäftigt war. Als Hoffungslose unter Hoffnungslosen torkelt sie durch Therapiesitzungen, tarnt Selbstbestrafungsjobs bei McDonalds und Otto-Versand als Perspektivsuche und versteht nichts weniger als die erste Verliebtheit. Mit ihrem grandiosen Debütroman befreit Lucy Fricke dringliche Themen aus der Pathosfalle. In "Durst ist schlimmer als Heimweh" zeichnet sie ein sensibles und respektvolles Psychogramm, das mit harter und präziser Sprache das Nötige sagt und in der Auslassung das Unaussprechliche fühlbar macht. Behauptet eigentlich immer noch jemand, die Absolventen des Leipziger Literaturinstituts würden nur über Mittelschichtskoksnasen schreiben oder mit selbstmitleidiger Nabelschau langweilen? (cs)

Pressestimmen

»Die 16-jährige Judith ist in einer betreuten Wohngruppe für Jugendliche gestrandet. Mit Drogen, Wutausbrüchen und Selbstverstümmelung kämpft sie gegen ihre Kindheitserinnerungen: jahrelanger Missbrauch durch den gewalttätigen Stiefvater; eine Mutter, die ausschließlich mit sich selbst, mit Alkohol und der Abwehr von Schlägen beschäftigt war. Als Hoffungslose unter Hoffnungslosen torkelt sie durch Therapiesitzungen, tarnt Selbstbestrafungsjobs bei McDonalds und Otto-Versand als Perspektivsuche und versteht nichts weniger als die erste Verliebtheit. Mit ihrem grandiosen Debütroman befreit Lucy Fricke dringliche Themen aus der Pathosfalle. In ›Durst ist schlimmer als Heimweh‹ zeichnet sie ein sensibles und respektvolles Psychogramm, das mit harter und präziser Sprache das Nötige sagt und in der Auslassung das Unaussprechliche fühlbar macht. Behauptet eigentlich immer noch jemand, die Absolventen des Leipziger Literaturinstituts würden nur über Mittelschichtskoksnasen schreiben oder mit selbstmitleidiger Nabelschau langweilen?« Kulturnews 11/2007

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein starkes Debut! 20. September 2007
Format:Gebundene Ausgabe
"Wir werden unsere Literatur erschaffen ... indem wir in stolzer Einsamkeit Bücher schreiben, die die Wucht eines Kinnhakens haben", dieses Zitat von Roberto Arlt passt wie die Faust aufs Auge von Lucy Frickes Debutroman. Nun, wie stolz oder wie einsam sie ihr Buch geschrieben haben mag, bleibt für uns Leser nur Spekulation: von diesem Kinnhaken aber erholen wir uns sicherlich so schnell nicht!
Mit einer klaren, präzisen Sprache beschreibt Lucy Fricke das Hamburg der 90er Jahre und die darin sich zu verlieren drohende Protagonistin Judith. Geschildert wird der Kampf einer jungen Frau, die zu schnell erwachsen werden muss, die einem schändlichen Elternhaus entflieht und in einer betreuten Wohngruppe für Jugendliche landet. Eine Autorin mit weniger Talent wäre an dieser Geschichte sicherlich gescheitert. Fricke aber meistert die eindrückliche Beschreibung eines Leidensweges frei von Pathos, mit dem Humor des zum Tode verurteilten und gleichzeitig mit größtem Respekt vor ihren Figuren, die weder zu Karikatur noch Klischee verkommen, die echt sind. Und in den Auslassungen und Leerstellen lauert genau das, wofür Andere tausend Worte benutzen, wofür die Worte aber gerade fehlen.
Ein starkes Stück!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bravo 10. Dezember 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Es gehört Mut dazu, als Judith zu leben, die hier in dem Roman beschrieben ist. Und es gehört Mut dazu, eine literarisch so rasante, tiefgründige Geschichte zu schreiben, die sich viel flüssiger liest, als der deprimierend wirkende Titel vermuten lässt. Und das schwindelerregende Titelbild. Wer einfache Kost möchte, lese irgendeinen Bestseller wie "ich bin dann mal weg", oder "ich bin Boris Becker und jetzt guckt mal, wie toll ich über Erziehung daherplappern kann, bzw mein Ghostwriter". Lucy Fricke hat dagegen ein Buch verfasst, das unter die Haut geht vor lauter Realismus. Bravo
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Realismus pur 13. September 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Nach langer Zeit wieder ein bewegender Roman, der sich die Bezeichnung "poetischer Realismus" wirklich verdient hat. Die Charaktere sind einem näher, als man zuerst vermutet, und Frickes Protagonistin Judith als (Anti-) Heldin hat Bestand. Einen Roman den es zu entdecken gilt - von hoffentlich vielen Lesern. Bestnote.
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