Pressestimmen
13.09.2003 / Die Welt: Mit Bolles zum neuen Job "Nach der Strategie des amerikanischen Bestseller-Autors Richard Nelson Bolles soll nicht die Firma den Bewerber auswählen, sondern der Interessent die Firma."
02.10.2003 / Wirtschaftswoche: Gut beraten "Das beste Buch zur Jobsuche."
01.12.2003 / Leben & erziehen: So finden Sie einen neuen Job "Die 343 Seiten sind voller Tipps und Tricks für die Suche auf dem verdeckten Arbeitsmarkt."
16.02.2004 / Der Spiegel: Super "Blabla"
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
What Color Is Your Parachute? lautet der Originaltitel des Bestsellers von Richard Nelson Bolles, den die Wirtschaftswoche als »Bibel der Jobsuchenden« bezeichnete. Er erschien in zehn Sprachen und ist mit über sieben Millionen Exemplaren weltweit das meistverkaufte Buch zum Thema Beruf und Jobsuche. Jetzt erscheint eine Neubearbeitung der deutschsprachigen Ausgabe.
Als 1999 im Campus Verlag die Erstausgabe von Durchstarten zum Traumjob erschien, übertraf die positive Resonanz alle Erwartungen. Wie lässt sich der anhaltende Erfolg dieses Ratgebers erklären? Die Antwort ist so ungewöhnlich wie das Buch selbst: es ist eigentlich ein »Anti-Bewerbungsbuch«. Bolles stellt das übliche Jobsuchsystem auf den Kopf. Sein Ansatz verfolgt nicht die Frage, ob und wie man den Anforderungen des potenziellen Arbeitgebers genügt, sondern wie man den passenden Arbeitgeber findet, der die Verwirklichung der eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten garantiert.
Der Autor betrachtet die Arbeitssuche als einen Teil der gesamten Lebensplanung und verbindet Motivation, Jobsuche, Selbstfindung und Berufsplanung. Denn ob Berufsanfänger oder Karrierewechsler zunächst muss man seine Fähigkeiten herausfinden und erkennen, wie diese konkret eingesetzt werden können. Nur so gelingt es, sich dem Arbeitgeber als potenzieller Problemlöser zu präsentieren und zu überzeugen.
Diese von Madeleine Leitner völlig überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe von Durchstarten zum Traumjob beruht auf der aktuellen amerikanischen Ausgabe, ist aber an die Verhältnisse in Deutschland, Österreich und der Schweiz angepasst. Neu hinzugekommen sind die Themen Internet und Jobsuche, der verdeckte Stellenmarkt, der Weg zur Selbstständigkeit sowie aktuelle Adressen von Jobagenturen, Karriereberatern, Stellenmärkten und Internetportalen.
Über den Autor
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Auszug aus Durchstarten zum Traumjob. Das Handbuch für Ein-, Um- und Aufsteiger. von Richard Nelson Bolles, Madeleine Leitner. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Das heißt, dass bei etwa 36 Millionen Erwerbstätigen, davon 32 Millionen Arbeitnehmern, die es 1998 in Deutschland gab, im Laufe des Jahres eine gewisse Anzahl von Stellen frei wurde. Nimmt man an, dass 10 Prozent aller Arbeitsplätze in einem Jahr neu besetzt werden beziehungsweise dass ein Arbeitsplatz eine mittlere Lebensdauer von zehn Jahren hat, wären das zirka 3,3 Millionen Stellen pro Jahr.
Organisationen entstehen, Organisationen expandieren, Mitarbeiter werden unzufrieden, kündigen, wechseln die Stelle, ziehen um, werden für längere Zeit krank oder berufsunfähig, treten in den Ruhestand oder sterben. Und natürlich werden auch Mitarbeiter entlassen und Arbeitsplätze abgebaut - häufig aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen, Fusionen oder Firmenübernahmen. Das sollte eigentlich bedeuten, dass es weniger Jobs gibt, und zunächst verhält es sich auch tatsächlich so. Aber Studien über derartige Unternehmen zeigen, dass sie häufig innerhalb kurzer Zeit wieder Mitarbeiter einstellen, weil sie festgestellt haben, dass sie zu wenige Arbeitskräfte haben oder dass sie neue Leute mit neuen Fähigkeiten benötigen.
Aus all diesen Gründen gibt es auf dem Arbeitsmarkt immer freie Stellen.
Wie viele freie Stellen? Aber wie viele sind es genau? Weil in Deutschland Statistiken über alles und jeden geführt werden, kennen wir die Zahl ziemlich genau. Addieren wir die neuen Jobs, die Jahr für Jahr geschaffen werden, also circa 1,4 Millionen, und die alten Jobs, die Jahr für Jahr frei werden, also ungefähr 3,2 Millionen, dann haben wir allein innerhalb eines Jahres, wenn auch nur für eine denkbar kurze Zeit (durchschnittlich zwei Monate), 4,6 Millionen Stellen, die neu besetzt werden müssen.
Ein paar weitere Zahlen, um dies zu belegen: Hinter der Zahl der etwa 4 Millionen Arbeitslosen im Jahre 1998 mit ihren Monat für Monat scheinbar nur geringen Veränderungen stehen Anmeldungen und Abmeldungen in noch viel größerer Zahl. So meldeten sich innerhalb des Jahres insgesamt 7 Millionen Menschen arbeitslos. Insgesamt 6,8 Millionen der Gemeldeten verschwanden noch im selben Jahr wieder aus der Nürnberger Kartei. Man kann also tatsächlich davon ausgehen, dass jedes Jahr Millionen Menschen freiwillig oder unfreiwillig einen Jobwechsel vornehmen.
Das ergibt in Deutschland etwa 400 000 freie Stellen pro Monat - sei es aufgrund der "Reise nach Jerusalem", die mit bestehenden Jobs gespielt wird, sei es aufgrund der neu geschaffenen Stellen - freie Stellen, die besetzt werden müssen. Glauben Sie mir, es gibt immer Stellen, die nur darauf warten, besetzt zu werden - auch in Österreich und der Schweiz.
Es gibt sogar während einer Rezession freie Stellen. Es kann sein, dass Sie jetzt einwenden: Die Konjunktur dümpelt derzeit vor sich hin. Wie sieht es denn in schlechten Zeiten aus?
Natürlich ist es tatsächlich so, dass neue Jobs in schlechten Zeiten nicht so zahlreich geschaffen werden wie in guten Zeiten. Aber der andere Faktor, die "Reise nach Jerusalem" unter den bereits vorhandenen Jobs, greift natürlich auch während Rezessionen oder "schlechten Zeiten". Menschen werden immer noch befördert, treten in den Ruhestand, verlassen Unternehmen, ziehen um, werden für längere Zeit krank oder sterben - und ihr Job wird frei. So schlecht die Zeiten auch sein mögen.
In der Bundesrepublik Deutschland gab es beispielsweise seit der Währungsreform im Jahre 1949 vier Rezessionen. Aber selbst während der letzten Rezession im Jahre 1993 registrierte die Bundesanstalt für Arbeit fast 700 000 gemeldete offene Stellen. Bei einer geschätzten Dunkelziffer von mindestens 60 Prozent müssten in diesem Zeitraum also tatsächlich 1,75 Millionen offene Stellen existiert haben!
Jedes Jahr verlieren Millionen von Menschen ihren Job und finden dann erfolgreich einen neuen, einen guten, manchmal einen tollen Job, sogar in schlechten Zeiten. Und das gilt auch für Österreich und die Schweiz.
Wenn Sie einen neuen Job suchen oder den Beruf wechseln wollen, sollten Sie sich Folgendes auf den Spiegel schreiben: " Es gibt immer Jobs - in guten wie in schlechten Zeiten."
Die Tatsache, dass Sie diese Jobs nicht finden können, bedeutet nur, dass die freie Stelle nicht ausgeschrieben wurde oder dass Sie nicht mit der richtigen Methode suchen. Wenn das Internet oder Stellengesuche oder Agenturen oder Anzeigen oder Bewerbungen zu nichts führen, gibt es andere Methoden, den Job, den Sie haben wollen, doch noch zu bekommen. Wenn Sie also leer ausgehen, müssen Sie es mit einer anderen Methode versuchen.
Aber was hat all das nun mit Statistik zu tun? Nun, Sie haben für Ihre Jobsuche ja nur ein gewisses Maß an Energie zur Verfügung. Experten sagen, dass viele Jobsuchende viel zu wenig tun, weil sie zu schnell resignieren. Und wenn man jemanden fragt, warum er aufgegeben hat, sagt er: "Ich hätte nie gedacht, dass es so lange dauern würde. Mir ist die Puste ausgegangen."
Jeder verfügt nur über ein begrenztes Maß an Energie und Begeisterung, die er in die Jobsuche investieren kann. Und die Statistik kann uns lehren, wo man seine Energie am sinnvollsten einsetzt und welche Strategie am ehesten dazu führen wird, dass der Einsatz sich lohnt. Am Ende läuft es auf Folgendes hinaus:
Die fünf schlechtesten und die fünf besten Methoden, einen Job zu finden
Die fünf schlechtesten Methoden, einen Job zu finden, sind in der Reihenfolge von der niedrigsten Erfolgsquote bis hin zur höchsten:
1. Die Suche im Internet. Wie wir gesehen haben, liegt die Erfolgsquote bei dieser Methode leider nur bei etwa 4 Prozent. Das bedeutet, dass von 100 Bewerbern, die das Internet für ihre Suche nutzen, genau vier dadurch einen Job finden werden, während die übrigen 96 allein mit dieser Methode leer ausgehen, obwohl es Stellen gibt. Die Zahl von 4 Prozent ist natürlich der Mittelwert einer breiten Spanne. Wenn Sie einen Job im technischen Bereich oder in der EDV, im Bereich Ingenieurwesen, Finanzen oder Gesundheit suchen, liegt die Quote höher - ich schätze, etwa bei 10 Prozent. Für die übrigen 33 000 Berufsbezeichnungen, die es gibt, scheint die Erfolgsquote dafür nur bei etwa 1 Prozent zu liegen. Lassen Sie mich noch einmal betonen, dass Sie sich über die Erfolgsquote der jeweiligen Methode, die Sie zur Jobsuche nutzen, von vornherein im Klaren sein sollten. Wenn Sie schon wissen, dass die Aussichten wirklich schlecht sind (so wie hier bei der Online-Jobsuche), nehmen Sie einen Misserfolg nachher nicht so leicht persönlich. Das gilt auch für alle folgenden Methoden.
2. Wahlloses Versenden von Blind- oder Initiativbewerbungen an Unternehmen. Diese Suchmethode weist eine Erfolgsquote von 7 Prozent auf. Das heißt, dass von 100 Bewerbern, die sich dieser Methode bedienen, sieben einen Job finden werden. Die übrigen 93 finden allein mit dieser Methode keine Jobs, obwohl es welche gibt. Ich bin hier mit meinen Prozentangaben großzügig. Eine amerikanische Studie ergab, dass nur eine einzige von 1 470 Bewerbungen, die in der gesamten Arbeitswelt verschickt werden, zum Erfolg führt. Anders ausgedrückt: Die Versagerquote lag bei 99,94 Prozent aller Bewerbungen. Bei einer anderen Erhebung lag der Wert sogar noch höher: Nur eine von 1 700 Bewerbungen war erfolgreich. Wenn Sie angesichts dieser Zahlen immer noch finden, dass die Chancen nicht allzu schlecht stehen, dann fragen Sie sich einmal: Würden Sie in ein Flugzeug steigen, wenn Sie wüssten, dass nur eines von 1 700 Sie wirklich ans Ziel bringt?
3. Stellenangebot in Fachzeitschriften beantworten, die mit Ihrem Tätigkeitsfeld zu tun haben. Diese Suchmethode führt ebenfalls in 7 Prozent aller Fälle zum Erfolg. Das heißt, von 100 Bewerbern, die sich dieser Methode bedienen, finden sieben einen Job. Die übrigen 93 gehen allein mit dieser Methode leer aus, obwohl es Stellen gibt. Knüpfen Sie also auch an diese Methode keine zu großen Erwartungen.
4. Anzeigen in der Tagespresse beantworten. Diese Suchmethode führt - abhängig von der Höhe des Gehalts - in 5 bis 24 Prozent aller Fälle zum Erfolg. Das bedeutet, dass von 100 Bewerbern, die sich dieser Methode bedienen, fünf bis 24 einen Job finden. Die übrigen 76 bis 95 gehen mit dieser Methode allein leer aus, obwohl es Stellen gibt. (Die weite Spanne zwischen fünf und 24 Prozent ist von der Höhe des gewünschten Gehalts abhängig. Je höher es ist, desto geringer sind die Chancen, auf diese Weise einen Arbeitsplatz zu bekommen). Die bekannte Mahnung gilt weiterhin.
5. Private Arbeits- oder Personalvermittlungen aufsuchen. Auch diese Methode weist eine 3- bis 24-prozentige Erfolgsquote auf, wiederum abhängig von der Gehaltsvorstellung. Das bedeutet, dass von 100 Bewerbern, die sich dieser Methode bedienen, fünf bis 24 einen Job finden. Die übrigen 76 bis 95 gehen allein mit dieser Methode leer aus, obwohl es Stellen gibt."