Das Lateinische Texte übersetzen lernen und üben Spaß machen kann, beweisen nicht viele entsprechende Lehr- und Lernbücher; daß man sich dabei jedoch auch noch entspannen kann, zeigt der Autor mit diesem weiteren Band aus seiner "Durchstarten in Latein" Reihe. Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis stellt jedoch klar: dies ist kein Lehrbuch mit dem man Latein lernt (man kann es hiermit allenfalls auffrischen bzw. festigen), sondern dies ist in erster Linie ein Übersetzungstrainingsbuch. Die Gestaltung begeistert auf den ersten Blick durch Farbigkeit, Grafiken, Comics und klare Gliederung den unmotivierten Schüler; auf den zweiten Blick fesselt sie durch im Schwierigkeitsgrad langsam steigende Übungen, beigefügtem Lösungsteil und zahlreichen Wiederholungsübungen, den schnell Resignierenden. In den 6 Kapiteln werden die für den Schulgebrauch wichtigsten 6 Autoren (Cäsar, Cicero, Sallust, Livius, Plinius, Tacitus) mit ihren Tücken und typ. Formen vorgestellt. Anhand von unterhaltenden Aufgaben und Fragen trainiert man im Verlauf dieser Kapitel das Übersetzen einzelner Formen und Sätze, bis man am Ende eines jeden Autors den "letzten Schliff" erhält, der zum Bestehen entsprechender Abschlußarbeiten/Klausuren führen soll. Auch davon sind genügend im Buch enthalten, deren Übersetzungen ebenfalls im Lösungsteil zu finden sind.
Gut zusammengestellt sind "Die Top 10 der Latein-Stolpersteine" am Anfang des Buches, die in kurzer und illustrativer Weise die häufigsten Latein-Grammatikprobleme lösen helfen.
Nicht zuletzt sein die Durchstartübungen genannt, die zwischen den Kapiteln eingefügt, dem Übenden Konzentration, Gedächtnis, Energie usw. durch einfache kinesiologische Körperbewegungen zurückgeben sollen.
Dennoch, wer dieses Buch kauft sollte wissen: 1. der grammatische Apparrat ist kurz gefaßt, es bedarf also bei größeren Latein-Kenntnis-Lücken einer zusätzlichen Grammatik 2. der Lösungsteil nimmt das Denken nicht ab, auch hier bleibt manches offen, das erst durch Sekundärliteratur erläutert werden kann 3. gute Gestaltung, Witz und Durchstartübungen ersetzen keineswegs den Fleiß