Wenn mäßige Regisseure schlechte Drehbücher mit überschätzten Schauspielern ins Werk setzen, kann man sich ärgern - oder gähnen. Wenn sie dabei eine ganze Kleinstadt in Aufruhr bingen, kann man die Augen rollen - oder gähnen. Wenn dann aber etwas Unerwartetes geschieht, also etwas, was sich das DurchschnittsSAT1&RTL-Drehbuch nicht hätte ausdenken können, dann wird es spannend - und garantiert nicht zum gähnen! Tut das nicht gut, wenn arogante Mimen kärglich bekleidet ihr letztes Atemzüglein machen, wenn Regisseure reale letale Akte inszenieren und wenn busenpralle Blondinen sich vom blökendblöden Produktionsfahrer durchs Filmset bumsen lassen? Ein Klischee? Natürlich! Wahr? Aber ja! Wer kann da noch helfen im glamournden Irrsinn? Höchstens ein Mensch, der sich nicht zum Abziehbild eines öffentlich zur Schau getragenen Lebens gemacht hat! Aber wo gibts den schon bei einer Filmcrew? Das kann keiner sein, der erwähnenswert wäre ...: also die Produktionssekretärin! Die ist bestimmt so nett und rettet die lieben "Kollegen", die sonst so wenig Notiz von ihr nehmen - gewitzt, geistreich, gescheit, klug, kompetent, charismatisch (?), chaotisch (!) und genial im Tandem mit dem Kommissar. Happy Endings gibt's auch: die Filmcrew zieht wieder ab aus der Kleinstadt, und die Heldin hat in Zukunft etwas Besseres zu tun, als dem letzten Beleuchter noch sanfteres Klopapier zu beschaffen. Ein Hoch auf die wirklich wichtigen Menschen!