1989 schrieb Dürrenmatt diese Erzählung, die in einem ziemlich verkorksten Tal in der Schweiz spielt. Dort taucht ein seltsamer Heiliger auf, der das Kurhaus des Dorfes in ein Erholungsheim für Milliardäre umbauen lassen will. Dabei unterstützt ihn Moses Melker, der alle seine Ehefrauen von eigener Hand ins Jenseits befördert hat und Gründer einer Sekte ist, die die Armut verehrt. Er mietet das Kurheim im Sommer, während es im Winter als Versteck für von der Polizei gesuchte Mitglieder des Syndikats herhalten muss. Da man in dem Tal keinen Fernsehempfang hat und weil das Kurhaus nur mit klassischen Romanen ausgestattet ist, ist es mit dem Freizeitangebot nicht weit her. Um sich zu zerstreuen, vergewaltigt einer der Insassen des Kurheims im Winter die Tochter des Bürgermeisters, der einen riesigen, bissigen Hund besitzt, welcher dem Freund des Vergewaltigers kräftig in den Hintern beißt. Nun überstürzen sich die Ereignisse, denn nun wird Jagd auf den Hund gemacht, an der sich sogar die Armee beteiligt... Eine chaotische Erzählung mit einem leider missglückten Schluss, in dem Melker im brennenden Kurhaus mit Gott hadert. Aber bis auf die letzten Seiten ein witziges Werk, eine Satire auf die schweizer Lebensart, aber auch auf die Literatur bestimmter Romanschriftsteller, die mit unglaubwürdigen Büchern nur so um sich werfen.