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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Egotrip - und das viermal,
Von Paulus Genomicus (Herbipolensis) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Durch den Wind: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer 'durch den Wind ist', wird hoffentlich nach der Lektüre dieses sprachlich ansprechenden Romans zur Besinnung kommen und feststellen, dass es keinen Sinn macht, das Leben auf die im Buch geschilderte Art und Weise in den Griff zu bekommen: Nichts auslassen, alles ins Extreme bringen! Egozentrik pur! Hat die Autorin einmal über 'Verantwortung' nachgedacht?Nach kurzer Lektüre wird man einfach nicht mehr neugierig, und Langweile kommt auf - außer man ist selbst durch den Wind. Fazit: Empfehlenswerte Anleitung für Selbsthilfegruppen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Elegant, Verträumt, Nachvollziehbar,
Von Lilan Patri (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Durch den Wind: Roman (Gebundene Ausgabe)
Beim Lesen dieses Romans hatte ich irgendwie das Gefühl, ich sei in einem Traum eingestiegen. Das lag teils an der Sprache--'die Rhythmen der Sätze, die leicht melodischen Wiederholungen von Worte, Phrasen--'und teils an der Geschichte selbst, insbesondere Allisons, in dem unerklärbare Sachen geschehen. Und vielleicht lag es auch an den melancholischen Gedanken der Protagonistinnen, in dem wir als Leser oft schweben.Jedenfalls gelingt es der Autorin diesen Traum bis zum Ende des Romans fortzusetzen'--wie bei einem Haruki Murakami Roman--'und am Ende war ich noch nicht bereit ihre verträumte Welt zu verlassen. Nur am Anfang war ich bißchen verwirrt'--ich musste paar mal zurück blättern, um festzustellen über welche Protagonistin ich jetzt lese (sie werden alle vier im ersten Kapitel auf einem Fest vorgestellt). Aber vielleicht liegt das auch an mir, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist... Besonders berührend fand ich die Geschichte von Frederike, die sich nach Liebe und Kinder sehnt. Der zweite Kapitel, in dem ein einsamer Sonntag vor ihr liegt, ein Sonntag wo Familien und Pärchen durch die Stadt ziehen, ein Sonntag an dem sie nur wünscht, es wurde schneien, denn der Schnee wurde wenigstens den Tag prägen, war für mich als alleinstehende Frau in Berlin total nachvollziehbar. Am schmerzhaftesten war die Geschichte von Siri, wo man das Gefühl hat, sie traut sich vielleicht nie ihren Leben zu ändern, wird möglicherweise nie die Mustern in dem sie steckt entgehen. Schmerzhaft, aber auch glaubwürdig. Und Yoko--eine tolle Figur. Ihr kühler Umgang mit Sex und Männern fand ich ungewöhnlich, darum interessant, und ihre Entwicklung schön bereichert mit Metaphern--'die Farben ihrer Wohnung, Wangen, Lippen; ihr Umgang mit der deutschen Natur, mit dem Fernsehturm. Die Begegnung mit ihrer Familie in Tokio ist besonders enthüllend. Ich kann Durch den Wind wirklich sehr empfehlen--'die Handlung hält die Aufmerksamkeit, die Prosa ist elegant, nie übertrieben, und das Einflechten der vier Geschichten gelungen. Dieser Roman, mit seinem Blick auf einem bestimmten sozialen Milieu von Frauen in Berlin, auf ihren Versuche den eigenen Weg in einer fast zu grenzenlosen Welt zu finden, befasst sich mit den großen Themen einer ganzen Generation. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gibt es Verständigung zwischen Männern und Frauen?,
Rezension bezieht sich auf: Durch den Wind: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Und wann geht das Leben richtig los?"Mit dieser Frage beschäftigten sich die Frauen im Hanser Verlag und holten die Stimmern einer Handvoll Mitarbeiterinnen zum Thema ein. Mit dem Satz: '"ich dachte immer, die Dinge klären sich, wenn man älter wird. Und plötzlich ist man älter und es klärt sich gar nichts....'" endet eine Geschichte, in der es um das Lebensgefühl der Mittdreißigerinnen geht. Da denkt man, man habe das Leben noch vor sich! Und wie sich zeigen wird ist man schon mitten im Thema,das sicher viele Frauen berühren wird. Der Tenor des Romans dreht sich um die Frage: wie finde ich den richtigen Weg für das, was ich mir wünsche, weiß ich überhaupt, was ich mir wünsche, und kann ich ferner meine Träume, Vorstellungen und Hoffnungen realisieren? Auf der Suche bei diesem Vorhaben begleitet Annika Reich ihre vier Protagonistinnen. Berlin und Tokio sind die Schauplätze, an denen man vier Frauen begegnet, die das Geschehen im Roman bestimmen. Sie stecken in einer Art Vor-"mitlifecrisis", denn so langsam wird ihnen bewusst, dass sie sich ein festes Gefüge für die nahe Zukunft ersehnen. Will man Kinder haben, einen Mann oder die absolute Freiheit? Keine weiß es sicher. Friederike kann ihren unruhigen Tom nicht halten; Alison lebt und darbt für ihren Victor, der sich ihr entzieht. Sie sehnt sich nach einem fiktiven Glück. Man weiß nicht, träumt sie oder wacht sie? Yoko hat sich für die Vielmännerei entschieden und betrachtet sich als emanzipiert. Von ihr stammt der nihilistische Satz:" ich lebe nicht, ich verbringe meine Zeit". Siri hat alles, was man sich nur wünschen kann:sie ist schön, hat geliebte Großeltern, Sohn und Mann,--und sie kann ihr Glück nicht akzeptieren! Als ihre Großmutter nach 47 Jahren Ehe den Mann an ihrer Seite verlässt, gerät Siri ins Nachdenken,ob in ihrer Ehe nicht auch alles daneben geht. Annika Reich beschreibt in ihrem Roman vier Frauenschicksale. Sie leben im Schatten unbefriedigender Beziehungen und enttäuschter Hoffnungen. Schwankend und auf tönernen Füßen zeigen sich die Heldinnen, die nicht wissen, dass das Leben Weichenstellungen erfordert, die man zur rechten Zeit vornehmen muss. Die Geschichte handelt auch von Paaren und ihren Beziehungen unter einander. Es gibt zahlreiche Dialoge und doch merk man, dass keiner dem anderen richtig zuhört oder ihn wirklich versteht. Das ist erschreckend: das schweigende Missverstehen, das unter den eifrigen Reden schlummert. Annika Reich nähert sich dem Schicksal ihrer vier Frauen aus individueller Sicht und zeigt, wie schwer es ist, Glückserwartungen und Realität in Einklang zu bringen! Freiheit und Geborgenheit schließen einander häufig aus. Ein leicht melancholischer Roman ist daraus geworden, der einen Zeitgeist umschreibt, mit dem Frauen aller Altersklassen sich beschäftigen mögen. Der Roman ist unterhaltsam, leicht zu lesen und kommt ohne tiefschürfende Analysen aus. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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