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Durch die brennende Steppe
 
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Durch die brennende Steppe [Gebundene Ausgabe]

Jelena Koschina
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Jelena Koschina ist neun Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Mutter, der Großmutter und ihren beiden Geschwistern 1942 aus Leningrad flieht. In einer unbeschreiblich qualvollen Zugfahrt reisen sie unter unmenschlichen Bedingungen in die russische Steppe. Am Ende, als sie völlig erschöpft und ausgehungert Unterschlupf in einem Kosakendorf finden, haben nur Jelena und ihre Mutter überlebt. Warum der deutsche Soldat, der sie eines Tages mit einer Waffe bedroht, nicht geschossen hat, darüber grübelt Jelena Koschina, die spätere Kuratorin der Eremitage in Leningrad, heute noch.

Die Mutter, eine ehemalige Lehrerin, unterrichtet ihre Tochter selbst. Für ihre wichtigsten Fähigkeiten: Verständnis, Fantasie und Zivilcourage, gibt es jedoch keine Schulfächer. Sie stehen jeden Tag auf dem Stundenplan. Und als sie bei einer befreundeten Familie einen riesigen Bücherschrank bemerkt, bessert sich Jelenas Lage schlagartig. Mit Feuereifer vertieft sie sich in die Literatur. Von Mark Twains Tom Sawyer über Gogol bis Puschkin verleibt sie sich alles ein.

Es sind die stärksten Passagen in ihren Erinnerungen, wenn sie über die Gespräche mit den schweigsamen und schwer zugänglichen Kosakinnen berichtet, die an ihren Lippen hängen, wenn sie die griechische Sagenwelt für sie zum Leben erweckt.

"Wir hatten in der Vergangenheit denselben Todestransport überstanden und noch weiter davor Leningrad. Das verband uns fest. Und wir hatten an jenen Winterabenden gemeinsam beim Funzelschein am Tisch gesessen, Puschkin und Gogol gelesen, während draußen der Schneesturm tobte. Das war auch eine Verwandtschaft. Und was für eine!" -- Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Die russische Kunsthistorikerin Jelena Koschina erinnert sich an ihre Kindheit: Zwischen ihrem achten und elften Lebensjahr lebte sie mit ihrer Mutter evakuiert in einer Hütte in der russischen Steppe, mit knapper Not aus dem von deutschen Truppen belagerten hungernden Leningrad entkommen. Obwohl das kleine Mädchen den Tod der geliebten Grossmutter, des grösseren Bruders und der kleinen Schwester während der Monate nach September 1941 erleben muss, erfährt sie die Zeit ihrer Evakuierung in dem Kosakendorf doch nicht nur als Schrecken, sondern vor allem als ungeheuer intensive Lebensphase, in der sie, angeleitet von der klugen und menschlich imponierenden Mutter, die Schönheit der Natur sehen lernt, die Literatur als Überlebensmittel erkennen lernt und wieder und wieder die Maxime der Mutter "Man kann immer etwas tun" bewahrheitet sieht.
Jelena Koschinas Erinnerungen fügen sich zu einem zutiefst humanen Buch, das reich ist an Hoffnung und Gewissheiten und, vor allem in Gestalt der Mutter, Lebenshaltungen vorführt, die den Schrecken in dunkler Zeit bannen können. Das unverbrüchliche Festhalten an moralischen Grundvorstellungen, das Vorleben von Zivilcourage und die unbeirrbare Besinnung auf die Kraft der Phantasie und Imagination - dies sind die wirklichen Verbündeten gegen ein trostloses Schicksal.

Über den Autor

Jelena Koschina, die 1933 in Moskau geboren wurde und in Leningrad aufwuchs, war nach dem Studium der Kunstgeschichte von 1962 bis 1980 als Kuratorin in der Eremitage tätig. 1984 emigrierte sie mit ihrer Familie in die USA. Sie lebt heute in New York. Jelena Koschina hat zahlreiche kunstwissenschaftliche Bücher und Artikel, vornehmlich über die französische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, veröffentlicht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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