Da nehme man 2 excellente Schauspieler und eine vielversprechende Idee für eine Story. Wenn das dann so gar nicht zündet, wer hat es dann versaut? Im Regelfall der Regisseur! Und genau so ist es leider bei "Duplicity".
Die grossartige Julia Roberts, die erstaunlicherweise von einem Clive Owens mal eben an die Wand gespielt wird, beide verblassen jedoch leider in einer, zwar gut erdachten, aber derart dümmlich umgesetzten Geschichte, dass es einfach nur in verschwendeter Zeit, verschwendetem Geld, und verschwendetem Talent endet.
Und die Erklärung warum, ist so einfach wie ernüchternd:
Tony Gilroy (einer von 3 Söhnen von Pulitzer Preis Gewinner "Frank D. Gilroy") der eine fast endlose Liste an Drehbüchern von Erfolgsfilmen wie "Extrem, mit allen Mitteln","Im Auftrag des Teufels", "Armageddon" Das jüngste Gericht", und der "Bourne Trilogie" ablieferte, wollte eben auch mal zeigen, was er als Regisseur drauf hat. Und leider ist die Antwort daruaf: Gar nichts!
Denn er wirft soviele Genres des Filmemachens derart ungekonnt durcheinander, dass nicht einmal die Ansammlung der besten Schauspieler es gerade biegen können.
Denn, erst versucht er sich in 70er Jahre Persiflagen, wie der Schlägerei am Flugplatz, und dann mit den Split-Screen Szenen zu profilieren. Und dann will er mit "geheimnisvollen" vor-und-zurück-blenden, die erstmal keinen Sinn machen, die nicht vorhandene Spannung zu pushen. Nur um dann grandios gescheiert, in einem Ende ohne Happy End zu enden, dass sich durch nichts erklärt, was soeben die ganzen ein-einhalb-Stunden ablief.
Am Ende glaubt man an nichts mehr! Nicht an die Liebe der Hauptdarsteller, nicht an ihr Können als Spione, nicht an die Story und schon gar nicht, an die letzlichen Gewinner. Weil einem keiner erklärt, warum dieser Haufen Nichtsnutze am Ende alles schon sooo lange vorher gewusst haben sollte...
Letzlich bleibt: Clive Owen: sehr überzeugend!, Julia Roberts: routiniert abgeliefert. Die restlichen Schauspieler: Besser als zu erwarten. Die Idee/das Script: Sehr nett (angelehnt an Mr. & Mrs. Jones), Umsetzung: Desaströs!!
Da kann keine Julia Roberts (schon gar nicht jenseits ihrer Bestform), und kein noch so brillianter Clive Owens etwas reißen.
Hier bleibt unter dem Strich nur: Schuster bleib bei Deinen Leisten.
Lieber Herr Tony Gilroy... Schreibe gerne wieder mitreissende Drehbücher, aber bitte, bitte... führe NIE wieder Regie!