Kein Zweifel Bruch versteht sein Handwerk die Sinfonien und Orchesterstücke der CD haben mir sehr gefallen. Es ist selten dass Komponisten der zweiten Reihe wirklich gut sind.
Nenne jetzt da lieber keine Namen... jedoch Bruch ist meiner Erfahrung nach völlig zu unrecht vernachlässigt worden.
Warum ich überhaupt eine Besprechung schreibe hat aber noch andere Gründe.
In meiner Infrarotsauna habe ich viel Zeit, außerdem einen CD- Player und habe nun endlich fast meine ganze nicht unerheblich Klassiksammlung durchexerziert. Bei Bruch ist mit mir was sehr erstaunliches geschehen.
Ich bin sehr tief in den Alpha- Zustand geraten, wirklich sehr sehr tief. Tiefer als bei anderen Komponisten. Und tiefer als oftmals bei meinen Yoga- und Chakra- Übungen. Bruch spricht also mein Innerstes sehr an, bewirkt bei mir sehr viel Positives.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich Bruch sträflich vernachlässigt, hielt seine Musik für zu "akademisch", habe mich lieber, um ja mitreden zu können, mit Schönberg etc, gequält.
Könnte da einiges an Erfahrung wiedergeben, wie zum Beispiel den nachhaltigen Zusammenbruch meines Herzchakras nach dem "Genuss" von Anton Weberns Streichtrio op.20.
Nach den grundlegend positiven Erfahrungen mit Max Bruch habe ich mir natürlich sofort sein gesamtes Konzertschaffen zugelegt. Ich bin hell auf begeistert.
Sehr empfehlen kann ich unter anderem. Adagio appassionata Op 57, In Memoriam Op 65 und Konzertstück Op 84. Einfach nur gute Musik.
Wer Brahms 4. Sinfonie und Violinkonzert, Mendelssohns Violinkonzert für einfach nur genial hält, auch Dvorak und Tschaikowski sehr liebt, dürfte auch mit Bruch sehr viel anfangen können.
Wer wie ich Bruckner oder gar Wagner sich ungern oder nur selten anhört, geschweige denn Reger, Strauß, Liszt etc. der dürfte an Bruch seine wahre Freude haben.
Von Bruckner habe ich zum Beispiel sämtliche Symphonien in wirklich guten Einspielungen u.a mit Eugen Jochum. Höre mir sie aber sehr ungern an. Sind einfach nicht meine Art von Musik.
Das letzte mal als ich Wagnerische Kompositionskunst höchst unfreiwillig vernahm war das im Kino der Herr der Ringe. Unentwegt wurde Wagnerische Leitmotivtechnik vorgeführt. Am Ende war ich völlig entnervt. Mich wundert es nicht dass unser guter bayrischer König Ludwig II und auch eine gewisser leider nur allzu bekannter Reichskanzler und " Führer" durch diese Musik wahnsinnig wurden.
Sehr sympathisch auch Max Bruchs lebenslange Gegnerschaft zu dieser Musikrichtung. Was im natürlich von der so genannten Expertenwelt übel genommen wurde. Deswegen ist er heute weltweit ein ziemliches Tabu. Ich finde Bruch hatte recht. Mit Wagner und Epigonen beginnt der Schrecken der Moderne. Wer aus diesem Alptraum aufwachen und Geist und Seele erhalten oder gar heilen will ist der Musik von Max Bruch sicherlich besser bedient.
Von seiner dritten Symphonie schreibt er: " Dies ist ein Werk des Lebens, der Freude und der Gesundheit" Und so ist es auch. Selbiges gilt auch für sein übriges Schaffen.
Was will man mehr?