"Dunkles Eis" ist der Debütroman des australischen Schriftstellers Greig Beck. Australien ist insbesondere durch Matthew Reilly als Land bekannt das hervorragende Actionschreiber hervorbringt. Wollen wir doch mal sehen ob der neuste Autor dieser Thrillergattung ebenso talentiert ist.
Story: Ein Flugzeugabsturz reißt ein großes Loch in die Eisschicht der Antarktis. Ein Team von Wissenschaftlern wird in die Tiefe geschickt und verschwindet spurlos. Eine Zweite Expedition, bestehend aus mehreren Biologen, einem Experten für altertümliche Kulturen sowie Zwei Ärzten und einigen Soldaten, wird ins Eis geschickt und macht sich auf den Weg in eine Höhle, welche noch die eine oder andere Überraschung parat hält...
Charaktere: Protagonist ist Captain Alex Hunter, Amerikaner und Anführer des Soldatentrupps. In einem früheren Einsatz bekam er eine Kugel ins Gehirn, die den Blutfluss umleitete und teile des Hirns durchblutete die sonst nicht voll ausgeschöpft werden. Hierdurch haben sich Hunters Sinne sensibilisiert und seine Kräfte übersteigen die eines normalen Menschen bei weitem. Ein negativer Aspekt sind unkontrollierte Wutanfälle.
Darüber hinaus existiert noch ein Aimee Weir, eine Biologin. Sie ist die Zweitwichtigste Person und auf der Suche nach ihrem Kollegen, welcher der ersten Gruppe angehörte. Die restlichen Charaktere sind eher weniger gut beleuchtet und bilden sich im wesentlichen aus gängigen Klischees.
Stil: Greig Beck lässt sich Zeit. Bis Seite 150 schafft er es zwar den leser für die Story zu interessieren, kommt aber nicht so recht in die Gänge. Dann aber schaltet er gleich den Turbo ein, ab sofort wird die Expedition mit einer lebensfeindlichen Umgebung, reichlich Gefahren sowie einer Palette absonderlicher Kreaturen konfrontiert. Die Actionszenen wirken teilweise ein bisschen hastig abgearbeitet und noch nicht so Souverän, aber es reicht vollkommen aus um den Leser zu fessseln. Die Monster die unter dem Eis lauern sind sehr fantasievoll gestaltet. Teilweise erinnert Beck an den frühen James Rollins, der am Anfang mit ähnlichen Schwächen zu kämpfen hatte. Nicht nur Rollins Erstling "Sub Terra" drängt einen geradezu zu diesem Vergleich. Auch hier ging es um eine Höhle in der Arktis. Im vergleich bleibt Beck für mich der Sieger, da sein Roman ab dem zweiten Drittel weitaus Temporeicher und mit spürbarer Begeisterung geschrieben wurde. Wenn er eine ähnlich positive Entwicklung wie Rollins macht, dann könnte aus Greig Beck noch ein Name merken den man sich merken muss. 2010 erscheint Becks neues Buch auf Englisch. Mal schauen ob es den weg nach Deutschland findet.
Fazit: Ein sehr interessanter Debütroman mit viel Action und Adrenalin.