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4,4 von 5 Sternen
Dunkler Wahn: Thriller
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2011
Wulf Dorns Bücher sind für mich wie eine Droge: Kaum ist ein neues Buch von ihm erschienen, muss ich es sofort haben und verschlingen. So habe ich auch Dunkler Wahn" sofort gekauft und mit großer Begeisterung und schweißnassen Händen gelesen.

Der Protagonist ist ein weiteres Mal der Psychiater Jan Forstner, der in einer Klinik im fiktiven Ort Fahlenberg arbeitet. Nachdem er in Kalte Stille" einen Klinikskandal aufgedeckt hatte, wird er nun Opfer einer Stalkerin, die skrupellos und wahnsinnig vor Liebe zu ihm jedes Mittel nutzt, um ihm näher zu kommen. Alles beginnt ganz harmlos mit einem Strauß Rosen, den Jan in die Klinik geschickt bekommt. Später folgen dubiose Zeichnungen und Anrufe, die Jan sehr schnell zeigen, dass er es mit einer echten Psychopathin zu tun hat. Ein Journalist der örtlichen Zeitung wird brutal ermordet, nachdem er Jan um einen Rat und ein Treffen gebeten hat. Kann dieser Mord auch mit der Stalkerin zu tun haben?

Wulf Dorn schildert sehr eindringlich die Ängste des Stalking-Opfers. Obwohl Jan Forstner Psychiater ist, ist er der Frau, die ihn angeblich liebt, hilflos ausgeliefert. Da er keine Beweise gegen sie hat, will er die Polizei nicht einschalten. Als die Frau einem Pfarrer beichtet, was sie getan hat, ist der zum Schweigen verpflichtet. Ich habe mit Jan gerätselt, gelitten und jede Frau in seiner Umgebung verdächtigt. Ab der Hälfte des Buches war es mir kaum noch möglich, es aus der Hand zu legen. Ich kann nur warnen: Wer dieses Buch liest, droht sämtlicher sozialer Kontakte verlustig zu gehen, weil man nur noch wissen möchte, wer die Stalkerin ist und ob Jan sie enttarnen kann. Die Auflösung hat mich förmlich schockiert. Damit hätte ich niemals gerechnet.

Sowohl Täter als auch Opfer werden in diesem Psychothriller gut und nachvollziehbar dargestellt. In teilweise sehr kurzen Kapiteln wechselt der Autor immer wieder die Perspektive, aus der erzählt wird. Auf diese Weise konnte ich mich in die Figuren sehr gut hineinversetzen.

Obwohl sowohl in Kalte Stille" als auch in Dunkler Wahn" Jan Forstner der Protagonist ist, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen. Ich empfehle trotzdem dringend, Kalte Stille" zuerst zu lesen. Der Autor erzählt zwar in kurzen Rückblenden das Wesentliche, aber zum besseren Verständnis sollte man das spannende Werk aus dem Vorjahr kennen.

Ich hoffe sehr, dass es bald ein neues Buch des Autors gibt, damit ich nicht auf Entzug" komme. Auch dieses werde ich mit absoluter Gewissheit wieder sofort inhalieren" und die Welt um mich herum vergessen.

Fazit:
Genauso muss ein perfekter Psycho-Thriller für mich sein: fesselnd, nervenaufreibend und süchtig machend!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2013
Über den Strauß aus roten Rosen freut sich Jan Forstner. Seine Lebensgefährtin Carla hat sie ihm offenbar an seinen Arbeitsplatz, die Waldklinik, geschickt. Als Zeichen: sie wird sich über ihre Gefühle nun klar geworden sein und beschlossen haben, der Beziehung noch eine Chance zu geben. So weit, so gut.
Als sich allerdings herausstellt, dass die Blumen nicht von Carla stammen und Jan einige falsche Verdächtigungen anstellt, bekommt er es mit der Angst zu tun. Nicht zuletzt deshalb, weil der Journalist, der mit ihm dringend ungestört sprechen wollte, ermordet aufgefunden wird. Gesucht wird nun eine junge Frau. Und auch eine junge Frau wird es sein, die Jan Blumen und andere Botschaften schickt, davon geht man ganz klar aus. Ist er also in Gefahr? Lauert sie auch ihm auf?

Der Thriller hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen. Das Thema Stalking ist immer aktuell und wurde hier in eine undurchsichtige Story verpackt, die dem Leser einige kalte Schauer über den Rücken jagt.

Jan Forstner kannte ich schon aus "Kalte Stille". Auch wenn es durchaus möglich ist, "Dunkler Wahn" ohne Vorwissen zu lesen, gibt es doch viele Stellen, die sich auf "Kalte Stille" beziehen. Der Autor nennt dann zwar die wichtigsten Hintergründe, trotzdem würde ich hier raten, mit dem Vorgänger anzufangen, wobei mir "Dunkler Wahn" deutlich besser gefallen hat, das möchte ich anmerken.

Die Geschichte ist sehr spannend und temporeich geschrieben, man kommt im Grunde nie wirklich zur Ruhe. Die Kapitel sind kurz und knackig, ich habe stets gedacht "eins geht noch", so dass das Buch letztlich viel zu schnell ausgelesen ist. Leider. Denn Wulf Dorn hat mich hier wirklich gekriegt. Jan war mir von Anfang an, auch schon im letzten Werk, sympathisch und ich kann absolut verstehen, dass selbst er, der Psychiater, sich von den Vorkommnissen in Schrecken versetzen lässt. Man möchte sich gar nicht ausmalen, wie es ist, Opfer einer solchen Person zu werden. Mehr als gruselig!

Ich kann überhaupt nichts bemängeln, es gibt einige falsche Fährten und auch wenn man eine Idee hat, was die Frau für ein Problem mit sich herumschleppt, das sie zu diesen Taten treibt, kommt man nicht auf die Auflösung an sich.

Mein Fazit: rundum gelungen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 3. Januar 2013
Zum Inhalt

Im Leben des Psychiaters Jan Forstner kehrt keine Ruhe ein. Nur ein Jahr, nachdem er endlich den Fall seines vor 23 Jahren verschwundenen Bruders Sven zu den Akten legen konnte und als er sich an der Fahlenberger Waldklinik, wo er sich für die Einrichtung einer Kinder- und Jugendpsychiatrie einsetzt, eingelebt hat, gerät er ins Visier einer geisteskranken Frau, die ihn zu lieben glaubt. Der Journalist Volker Nowak, den Jan bereits von früher kennt, hat etwas über diese Frau herausbekommen und will Jan darauf ansprechen, bevor dieser selbst bemerkt hat, dass er gestalkt wird. Bevor Volker sich mit Jan treffen kann, wird er auf brutale Weise ermordet. Die liebestolle Frau kontaktiert Jan telefonisch und brieflich, sie will ihn vorläufig nicht treffen, beobachtet ihn aber ständig. So geraten Frauen, die Jan vermeintlich oder tatsächlich nahe stehen, in Lebensgefahr, da die Wahnsinnige alles tut, um potenzielle Nebenbuhlerinnen auszuschalten.
In einer nicht weniger schwierigen Lage befindet sich der Pfarrer Felix Thanner, bei dem die Psychopathin im Wissen um die Unantastbarkeit des Beichtgeheimnisses ihre Untaten beichtet. Der Pfarrer, ein ohnehin schon sehr sensibler Mensch, quält sich mit der Frage, ob er die Todsünde der Verletzung des Beichtgeheimnisses auf sich nehmen soll, wenn er dadurch eventuell zukünftigen Opfern der Wahnsinnigen das Leben retten kann...

Meine Beurteilung

Auch dieser Roman ist durchgehend spannend und wartet mit immer neuen, überraschenden Wendungen auf. Hier wird allerdings nicht nur aus der Perspektive von Jan Forstner erzählt, sondern in alternierender Reihenfolge auch aus den Perspektiven des von Gewissensnöten gepeinigten Pfarres sowie der Psychopathin, die sich "Jana" nennt. In den Abschnitten aus Janas Sicht erfährt der Leser Bruchstücke aus ihrer Kindheit, die für die gegenwärtigen Ereignisse eine gewisse Bedeutung haben.
Ich weiß nicht, ob ein Mensch mit der Erkrankung der Täterin tatsächlich so souverän planen kann, wie es hier dargestellt ist. Auch der Schluss scheint mir, so genial er auch ist, nicht sehr realistisch.

Ungeachtet der manchmal etwas übertrieben präsentierten Ereignisse ist auch dieser zweite Roman um Jan Forstner in einem ebenso spannenden wie leicht lesbaren Sprachstil verfasst und bietet gute Unterhaltung. Man kann "Dunkler Wahn" unabhängig von "Kalte Stille" lesen, da nichts Wesentliches aus dem vorherigen Band verraten wird, dennoch würde ich empfehlen, die richtige Reihenfolge einzuhalten, um alle Anspielungen auf die vorangegangenen Ereignisse verstehen zu können.
Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich sie mir nicht entgehen lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2015
Nach etlichen Ausflügen in neu erschienene Kriminalromanwelten gehypter Autoren und den für mich zum Teil damit verbundenen Enttäuschungen, geriet ich auf Umwegen an Wulf Dorns DUNKLER WAHN.

Zum Inhalt will ich nichts sagen - allzu schnell schleicht sich bei den vielen Wendungen der Erzählung ein Spoiler ein und die Klappentexte reichen allemal. Nein, das Rad wurde nicht neu erfunden, aber dennoch gelang es dem Autor ein ehrliches Stück spannender Unterhaltung zu konstruieren. Von kaum erzählenswerten Geschichten, die in sprachlich überfrachtetem Gewand daher kamen, hatte ich einen zu reichlichen Genuss und so erfreute ich mich an diesem, mit viel Fantasie, gerade noch denkbarem Plot. Wie ich schon in anderen Rezensionen betonte, steigt für mich richtige, "pageturnende" Spannung mit dem Grad der Glaubwürdigkeit, insbesondere in zwar fiktiven, aber möglichen Alltagssituationen, in die man sich hinein versetzen kann, weil sie so vertraut sind. Wird die Vertrautheit, das Vertrauen, gewaltsam gestört, entsteht Anspannung, Stress, Horror. Kauft ein Leser Krimis und Thriller, sucht er gelegentlich (hoffentlich nur literarisch) genau das! Die Entspannung entsteht dann letztlich durch die erlösende Wahrnehmung: Alles nur Fiktion!

Eine schlichte, unaufgeregte Sprache, die nicht mehr verspricht, als die Wörter ausdrücken, unterstreicht die Glaubhaftigkeit. Mit Understatement gesteht Wulf Dorn das im Nachwort unnötigerweise selber ein. Ich war positiv überrascht und nach etlichen Mogelpackungen wirklich froh zu lesen, dass noch ganz klassische Gänsehaut-Romane geschrieben werden. Ohne es während des Lesens zu bemerken oder gar zu wissen, fand ich später auf der Suche nach weiteren Romanen des Autors Kalte Stille , sozusagen den Vorgänger zu DUNKLER WAHN (den man aber durchaus als Stand-Alone genießen kann), den ich noch ebenso gerne wie Trigger: Psychothriller (Wulf Dorns Debüt) zur entspannenden Anspannung lesen möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Produktinformation
"Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet. Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer ... Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer mysteriösen Frau und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück."

Wirkung
Der Klappentext verrät für meinen Geschmack viel zu viel und macht auch falsche Hoffnungen auf eine wirklich spannende Stalker Geschichte. Leider wird man, meiner Meinung nach, damit enttäuscht. "Zum Schweigen verdammt" stelle ich mir anders vor als die Umsetzung des Autor geboten hat. Dass der Journalist ermordet wurde hätte man gar nicht in den Klappentext schreiben müssen, immerhin wird man das ja im Laufe der Geschichte lesen. Ich finde es schade, wenn etwas im Klappentext steht, was man nach 50 oder mehr Seiten im Buch erfährt, weil man schon vorher weiß, er erscheint nicht, weil er tot ist. Da wird so ein wenig die Spannung geraubt.
Der Titel "dunkler Wahn" ist sowohl schlicht als auch zutreffend, weshalb es da nicht viel zu beanstanden gibt, vielleicht ein wenig langweilig für so ein prekäres Thema, aber passend.
Am besten hierbei fällt meine Bewertung für das Cover aus. Die dunkle Farbe und der Vogel, bei dem man sich erst fragt, warum ausgerechnet ein Vogel auf dem Cover ist, machen das Ganze interessant und verleihen etwas mysteriöses. Es war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ich mir dieses Buch gekauft habe.

Positives
Ich konnte mich leider mit der Geschichte nicht ganz anfreunden. Zum einen fand ich es relativ solide, die Charaktere, besonders Jan Forstner, waren sehr gut und sehr sympathisch beschrieben, man konnte sich in die Protagonisten sehr gut hinein versetzen. Auch der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Mir hat auch die Vorstellung einer Stalker Geschichte gefallen, die von einer Frau ausgeht, nur leider hat mir der Ausgang nicht so gut gefallen. Diesmal habe ich wohl mehr Kritikpunkte.

Negatives
Leider fand ich, dass das Buch zu platt geschrieben war. Es gab genau 2 Stellen in diesem Buch bei denen ich schnell weiter lesen wollte. Der Autor trieb es mit der Spannung nicht allzu sehr auf die Spitze und ich hatte auch das Gefühl bei "Spannungspunkten" lies der Autor einen plötzlich fallen und es passierte gar nichts spannendes. ACHTUNG SPOILER Beispielsweise als der Pfarrer seine Überwachungskamera das erste Mal aufgebaut hat und jemand ins Bild kam. Leider war es dann nur eine alte Frau. SPOILER ENDE Zum anderen fand ich die Geschichte zu übertrieben und verworren. Meiner Meinung nach hätte es genügt, dass es eine Irre aus seiner Anstalt gewesen wäre und man das Ganze etwas spannender verpackt hätte. Es schien für mich am Ende des Buches alles einfach irgendwie geschrieben, Hauptsache es passt irgendwie zusammen. Was ich jetzt immer noch nicht verstehe, ist wie ACHTUNG SPOILER Frau Badtke jemanden streiten hören konnte und warum die Tür zum Büro des Pfarrers aufgebrochen war. Außerdem war mir nicht klar, warum "Jana" am Ende einen solchen Brief an Carla geschrieben hat. SPOILER ENDE

Bewertung

Note 4
{ausreichend}

Ich muss leider sagen, dass es bei diesem Buch wohl bei einer 4 bleiben wird. Es hat mich nicht aus den Socken gehauen und ich hatte leider auch zu viel Kritik, als dass ich mehr vergeben könnte. Es ist sehr schade, weil ich mir mehr davon erhofft habe. Dieses Buch würde ich nur empfehlen, wenn jemand verworrene Geschichten mag und nicht allzu viel Wert auf Spannung legt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
ZUM INHALT:
Alles beginnt mit einem Rosenstrauß, den der Psychiater Jan Forstner anonym erhält, worüber er sich keine Gedanken macht. Kurz darauf nimmt er ein Telefonat von Volker Nowak, einem Journalisten des Fahlenberger Boten, entgegen, der ihn wegen einer psychisch gestörten Person sprechen möchte - und wenig später ist der Reporter tot. Und die Geschenke der unbekannten Verehrerin nehmen kein Ende - der Psychiater findet eine Zeichnung an seinem Auto und eine weitere vor seiner Haustür... Inzwischen findet sich die Stalkerin zur Beichte in der örtlichen Kirche ein und nun möchte auch der Pfarrer Felix Thanner wissen, wer die geheimnisvolle Unbekannte ist, die vor nichts zurückschreckt...

MEINE MEINUNG:
"Dunkler Wahn" heißt der neueste Roman von Wulf Dorn, der ca. 1 Jahr nach dem Ende von "Kalte Stille" beginnt - eine Tatsache, die ich leider verpennt habe (denn ich wollte eigentlich auf die Taschenbuchausgabe von "Kalte Stille" warten und habe gedacht, es wären alles Einzelbände). Obwohl ich die Vorgeschichte (leider noch) nicht kenne, habe ich mich in der Geschichte problemlos und schnell zurechtgefunden.

Als Schauplatz dient erneut der fiktive Ort Fahlenberg in Deutschland, die Handlungsdauer umfasst ca. 2, 3 Wochen. "Dunkler Wahn" beginnt mit einem unsignierten Brief an Jan und die 429 Seiten gliedern sich in 4 Teile (Limerenz, Begehren, Leidenschaft und Wahre Liebe).

Erneut steht der 36-jährige Dr. Jan Forstner im Mittelpunkt des Geschehens. Der attraktive Psychiater arbeitet in der Waldklinik Fahlenberg und ist nach den dramatischen Geschehnissen im Vorgängerband etwas zur Ruhe gekommen. Bedauerlicherweise leidet die Beziehung zu seiner Freundin Carla Weller, die Jans Erlebnisse in dem Roman "Kalte Stille" verarbeitet hat und damit großen Erfolg verbucht, darunter. In dieser Situation bekommt er Geschenke von einer fanatischen Frau, die heillos in den Arzt verliebt ist und ihr Liebesglück mit niemandem teilen möchte - dafür ist sie auch bereit, über Leichen zu gehen... Alle mitwirkenden Protagonisten, selbst scheinbar unwichtige Nebenfiguren, wurden hervorragend ausgearbeitet und erscheinen sehr authentisch. Meine Sympathie gilt natürlich Jan Forstner, den die Zuneigung der Stalkerin so aus der Fassung bringt, dass er alle möglichen Frauen verdächtigt und stellenweise etwas paranoid reagiert.

Wulf Dorn hat das interessante Thema Erotomanie (Liebeswahn) wunderbar in die, mit mehreren Handlungssträngen ausgestattete Geschichte eingeflochten und überrascht seine Leser ein weiteres Mal mit einem exzellent ausgearbeiteten Plot, der eine Fülle an überraschenden Wendungen, falschen Fährten, Geheimnissen sowie einige Horror-Szenarien beinhaltet. Und natürlich fragt man sich immer wieder, wer die Stalkerin sein könnte und warum sie sich gerade Jan Forstner ausgesucht hat...

Erzählt werden die packenden Geschehnisse in der personalen Erzählperspektive vorwiegend von Jan Forstner, zwischendurch lassen uns die wahnsinnige Stalkerin, Pfarrer Felix Thanner und andere Nebencharaktere an ihren Gedanken und Erlebnissen teilhaben. Wulf Dorn versteht es meisterlich, die Spannung voranzutreiben und den Spannungsbogen durchgehend gespannt zu halten. Obwohl ich natürlich mit Jan Forstner mitgefiebert und mitgefühlt habe, ist es auf der anderen Seite äußerst interessant, mitzuerleben, wie die liebeswahnsinnige Frau den Psychiater verfolgt und wie sie alles empfindet...

Ebenso wie in den Büchern von Sebastian Fitzek ist auch in "Dunkler Wahn" nichts wie es scheint. Die Story schlägt immer wieder Haken, führt die Leser auf Irrwege und fasziniert mit schockierenden Tatsachen - und ganz ohne Längen oder überflüssige Szenarien. Durch die Kapitel in angenehmer Länge, die gut gewählten Perspektivenwechsel und den durchgehend fesselnden Schreibstil wird dieser Psychothriller zu einem wahren Leseerlebnis.

FAZIT:
Mit "Dunkler Wahn" hat Wulf Dorn einen (Psycho-)Thriller erschaffen, der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blickt und mich sprachlos zurückgelassen hat. Mit einer eindrucksvollen Handlung, reizvollen Protagonisten sowie einer wirklich packenden Schreibweise lässt sich das neueste Werk von Wulf Dorn rasant lesen. Dafür muss ich natürlich faszinierende 5 STERNE vergeben.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Format: Gebundene AusgabeVine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Jan Forstner arbeitet als Psychiater - anonyme Liebesbezeugungen beginnen sein Leben zunehmend auf den Kopf zu stellen - was zu Beginn der Geschichte als harmlose Spinnerei durchgegangen wäre, entwickelt sich zum unheimlichen Fall von Stalking.

Der Autor wirft den Leser, von Beginn an, sehr geschickt in die Handlung, man solidarisiert sich schnell mit der Hauptfigur, möchte wissen, wer aus welchen Gründen hier die "Daumenschrauben" anzieht - zwei negative Punkte trüben jedoch meinen Gesamteindruck:

1.) Die bedrohten Personen und ermittelnden Kriminalisten verhalten sich zu manchen Zeitpunkten der Geschichte einfach viel zu naiv - durch dieses Verhalten mag die Geschichte zwar in Bewegung gehalten werden - geht jedoch ingesamst zu Lasten der Glaubwürdigkeit.

2.) Am Ende versucht der Autor den für einen richtigen Thriller typischen (unerwarteten) Wendungen mehr als nur einen Hakenschlag hinzuzufügen - absolut unnötig, denn dadurch wirkt der Thriller zum Finale hin leider nicht mehr flüssig, sondern konstruiert - schade!

Fazit - Wulf Dorn schreibt wirklich spannend - hat hier jedoch leider zwei Wege (siehe oben) eingeschlagen, welche meinen zu Beginn positiven Eindruck verwässerten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Februar 2014
Wieder handelt es sich um den sympathischen Psychiater, der in die Schusslinie einer geisteskranken Frau gerät.
Die Geschichte beginnt erst harmlos - ein Strauß Blumen für den netten Doktor.
Doch der Schein trügt, da sich die Schlinge um Jan Forstner mit jeder Seite immer weiter zu zieht. Das schlimmste daran ist, dass er absolut keine Ahnung hat, wer diese Frau sein könnte. Alle Mutmaßungen laufen ins Leere.... bis zum bitteren Ende ;).

Mega guter Start - grandioser Mittelteil - unerwartetes Ende!
Der Protagonist "Jan Forster" ist mir in diesem Buch um längen sympathischer, als im vorigen Thriller. Durch Dorns Beschreibungen gelingt es, sich in seine Person und dessen Lage zu versetzen. Daher schafft es dem Autor, die Angst des Psychiaters auf den Leser zu übertragen. Auch andere Perspektiven werden durch die gut ausgearbeiteten Figuren aufregend uns spannend erzählt.
Lediglich das Ende lässt mich im Zwiespalt - das habe ich nicht erwartet! Daher habe ich lange überlegt, ob es nun vier oder fünf Sterne werden sollen. Doch letztlich hat mich der Thriller im Ganzen überzeugt. Ich wurde gut unterhalten, der Schreibstil ist angenehm und die Charaktere gut beschrieben.
Letztlich ist es Geschmacksache, ob einem das Ende hunderprozentig zusagt.
Also, fünf Sterne und ein großes Lob für diesen spannenden Thriller.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
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Dr, Jan Forster ist ein erfolgreicher Psychiater und bei den Patienten und beim Personal beliebt, Er steckt gerade in einer Probezeit seiner Beziehung mit Carla.
Alles begann mit diesem gottverdammten" Rosenstrauß. Wer schenkt denn einem Mann, noch dazu Psychiater, Rosen? Vielleicht eine Patientin? Carla? Fehlanzeige, Bei den Rosen bleibt es nicht. Er findet weitere Präsente", mysteriöse Zeichnungen und Zettel mit Liebessprüchen vor seiner Haustür. Anfangs denkt er - harmlose Schwärmerei einer Frau. Als aber ein Journalist ihn um ein dringendes Gespräch bittet, ihn warnen will und kurz danach ermordet wird, nimmt er die Sache ernst.
Diese liebestolle Person verfolgt ihn überall hin. Nimmt sogar telefonisch Kontakt mit ihm auf.
Jana - so nennt sich die Unbekannte liebt ihn und macht ihm das Leben schwer. Wer ist diese Jana. Er muss sie treffen, damit nicht noch mehr Menschen sterben müssen. Sie ist eine Wahnsinnige - Liebeskranke, die keine Grenzen kennt.

Wulf Dorn wagt sich an das brisante Thema Stalking. Man fiebert mit dem Betroffenen mit. Manchmal wirkt die Wortwahl etwas einfach gestrickt. Alles im Allem aber eine gute und spannende Lektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit einem Rosenstrauß beginnt das Drama. Eines Tages im Oktober erhält der Psychiater Jan Forstner einen Strauß roter Rosen in die Klinik geschickt. Er vermutet seine Freundin Carla in dem Absender, doch weit gefehlt. Forstner wird von einer Stalkerin verfolgt, bald schon greift sie massiv und tödlich in sein privates wie berufliches Umfeld ein. Doch wer ist die Wahnsinnige, die fest von Fortners Liebe zu ihr überzeugt ist?

Die Beziehung zu Carla steckt in einer Krise, so nutzt diese eine Lesereise, um ein wenig Abstand zu Jan Forstner zu erhalten. Dieser konzentriert sich derweil auf seine Arbeit als Psychiater in der Waldklinik in Fahlenberg. Doch mit dem Erhalt des Rosenstraußes und dem Anruf des Journalisten Volker Nowak, der ihm etwas Wichtiges erzählen muss, ändert sich das Leben von Forstner von Grund auf.

Forstner sitzt in einem Krankenhaus, an ihm wird eine Bahre vorbeigefahren, der Psychiater ist mit den Nerven am Ende. Der Prolog ist quasi das Ende des atemberaubenden Thrillers, doch wer auf der Bahre liegt oder gar was geschehen ist, verrät Wulf Dorn natürlich erst im Verlauf des packenden Romans.

Die Story beginnt rätselhaft, teilweise fast gruselig, äußerst packend und Wulf Dorn gelingt es mühelos, die Spannung im Verlauf der wendungsreichen Geschichte kontinuierlich zu steigern. Die Identität der Stalkerin und Mörderin verrät der Autor erst ganz zum Schluss und dem Autor gelingt es hervorragend, immer wieder falsche Spuren in Bezug auf deren Identität auszulegen. Verdächtige präsentiert Wulf Dorn einige und führt seine Leser doch immer nur wieder gekonnt an der Nase herum.

Die Charakterzeichnungen sind ebenfalls wieder hervorragend gelungen, detailreich, teilweise undurchsichtig und alle agieren sehr lebendig und überzeugend. Die Verzweiflung von Jan Forstner, der immer mehr den Einfluss der Stalkerin in sein Leben zu spüren bekommt und absolut machtlos ob ihrer Taten ist, ist auf jeder Seite des hochspannenden, temporeichen Thrillers zu spüren.

Fazit: Hochspannend, äußerst wendungs- und temporeich mit überzeugend agierenden Charakteren.
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