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Dunkler Strom [Taschenbuch]

James Lee Burke , Georg Schmidt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1999
Roseanne Hazlitt wird mit eingeschlagenem Schädel am Flußufer nahe einer Provinzstadt aufgefunden. Neben ihr liegt, bewußtlos, der 19jährige Country-Musiker Lucas Smothers, der behauptet, sich an nichts erinnern zu können. Die Ermittlungen führen in einen Sumpf aus verletzter Ehre und Generationenkonflikten...

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Goldmann (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442443768
  • ISBN-13: 978-3442443765
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 443.642 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

James Lee Burke, 1938 in Louisiana geboren, wurde bereits Ende der 60er Jahre von der Literaturkritik als neue Stimme aus dem Süden gefeiert. Doch nach drei erfolgreichen Romanen wandte er sich erst Mitte der 80er Jahre dem Kriminalroman zu, in dem er die unvergleichliche Atmosphäre von New Orleans mit packenden Storys verband. Burke, der als einer von zwei Autoren sogar zweimal mit dem begehrten Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet wurde, lebt abwechselnd in Missoula/Montana und New Orleans.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein leichter Stoff - aber gut 30. Juni 2011
Von lutz ha.
Von Amazon bestätigter Kauf
James L. Burke brachte mit diesem Roman neben seiner Robicheaux-Reihe einen neuen Protagonisten und neuen Handlungsort ins Spiel: Billy Bob Holland, ehemaliger Texas-Ranger, ehemaliger Bundesanwalt und jetzt tätig als Rechtsanwalt in einer Kleinstadt im Südwesten von Texas.
Es wird eine Geschichte voller Intrigen, Drogenmissbrauch, Gewalt und undurchsichtigen Verstrickungen in dieser texanischen Kleinstadt erzählt, die ebenso wenig leicht zu durchschauen ist wie die Motive der handelnden Personen. Also definitiv keine Lektüre zum mal schnell nebenbei lesen. Wer soetwas sucht - lieber Hände weg! Ich muss gestehen, selbst nach den letzten Zeilen musste ich mir noch mal in Ruhe gedanklich alles zusammenreimen und überlegen, welche Handlungen in der Story wiederum welche Reaktionen auslösten, um am Ende zu einem schlüssigen Ganzen zu kommen. Und der Umstand, dass man nach dem Beenden eines Buches nochmals gern darüber nachdenkt, spricht fast schon allein für ein gutes Buch.

Der Autor weicht hier in seiner Erzählweise nicht von seinen Büchern der Robicheaux-Reihe ab; wer diese Bücher kennt, merkt das ganz schnell. Aber warum sollte er das auch tun, der Wiedererkennungswert eines wirklich phantastischen Erzählers muss nicht unbedingt ein Makel sein. James L. Burke bezieht scheinbar viele Nebensächlichkeiten (z.B. was sich der Protagonist gerade zu essen macht, welche Kleidung er trägt, die Beschreibung der Landschaft, des Wetters und der Gerüche etc.) äußerst gekonnt mit in seine Erzählungen ein. Wo dies bei anderen Autoren und Stories vielleicht berechtigt fehl am Platze wäre, passt es bei ihm und in seine ihm eigene Erzählweise jedoch ganz hervorragend hinein.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuer Held -Starker Autor 12. Oktober 2002
Einigen Leuten wird es sicher sauer aufstßen, dass Burke gerade bei Gewaltdarstellungen sehr plastisch ist. Dieser Umstand ändert jedoch nichst daran, dass hier ein ausgezeichnetes Stück Spannungsliteratur vorliegt. Warum sont hätten andere Literanten James Lee Burke wohl sonst mit einem E.A.Poe-Award ausgezeichnet?! Auch der Fakt, das Burke mit einem neuen Hauptakteur und einem neuen Schauplatz arbeitet, ist eine willkommene Bereicherung für seine Leser.

Billy Bob Holland ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Als ehemaliger Texas-Ranger hat er mit seinem Freund L. Q. Navarro einen illegalen Schlag gegen mexikanische Drogenhändler in Mexiko geführt. Navarro ist hierbei umgekommen, Holland wird jedoch regelmäßig von seinem toten Freund "besucht".

Inzwischen ist Holland Anwalt in einer texanischen Kleinstadt.

Mit den zehnjährigen Pete, Sohn einer mexikanischen Einwanderin, verbindet Holland eine merkwürdige Freundschaft. Hegt er gegenüber dem Jungen zwar väterliche Gefühle, wird Pete im Gegenzug auch oft das Maß für Hollands Rechtschaffenheit.

Und dann ist da nocht Hollands unehelicher Sohn Lucas, ein begnadeter Musiker, der eines Nachts bewußtlos neben der Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird.

Natürlich übernimmt Holland die Verteidigunbg seines Sohnes - was nicht immer ohne Spannungen abläuft.

Scheint es zunächst so, dass das Opfer einen unbescholtenen Lebenswandel geführt hat, stellt sich mehr und mehr heraus, dass die junge Frau keineswegs die Unschuld vom Lande war, die man in der Öffentlichkeit wahrgenommen hat...

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3.0 von 5 Sternen Brutale Gewalt bei Jugendlichen und Erwachsenen 29. Juni 2010
Der Inhalt in knappen Worten (er ist bereits von den anderen Rezensenten dargestellt): Der Anwalt Holland versucht (letztendlich erfolgreich) einen Jugendlichen vom Mordvorwurf reinzuwaschen. Das tut er mit Argumenten und eigenen Gewalttaten, die einem den Atem rauben. Als Anwalt wäre Holland in Deutschland schon längst nicht mehr als Anwalt tätig. Zum Schluss stellt sich heraus, dass andere den Mord an der jungen Frau organisiert und vollbracht haben - Gestalten einer dubiosen Organisation.

Die Sprachliche Gestaltung finde ich reizvoll und motivierend (für den Leser). Was mich allerdings weniger motivierte: Über lange Strecken weiß man nicht, wohin die Reise geht. Ein Durcheinander von Handlungssträngen. Das scheint Burkes Spezialität zu sein. Burke bündelt aber alle zum Schluss hin und schließt sie konsequent ab. Eine Meisterleistung an Erzählkunst.

Das Handlungskonzept des Anwalts Holland mutet doch stark pubertär an. Und sehr amerikanisch, was mir ein wenig auf den Wecker ging: Das ewige Gequake um Nichtigkeiten - die verquere amerikanische Kommunikation, diese ewige unreflektierte Gewalttätigkeit, die Verherrlichung der Gewalt, die soziologische Schwazweißmalerei usw. Seine Exkursionen in die Vergangenheit des Protagonisten finde ich langatmig - gut: Man kann sie überspringen. Wer amerikanische Literatur liebt, kommt sicher voll auf seine Kosten. Mir ist alles ein wenig zu hyterisch und impulsiv. Der Schluss mag manchen versöhnen - siegt doch die Gerechtigkeit, aber um welchen Preis!!!
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Nach seinem ersten Kriminalroman "Neonregen" mit Dave Robicheaux (Ullstein 10717 - "The Neon Rain", 1987) wurde James Lee Burke zum zweiten Mal für "Dunkler Strom" (Goldmann 44376 - "Cimarron Rose", 1997) mit dem Edgar Allan Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. Während alle bisherigen in Deutsch veröffentlichten Romane von James Lee Burke den Detektiv Dave Robicheaux im Mittelpunkt sahen, steht in "Dunkler Strom" der Rechtsanwalt und frühere Texas Ranger Billy Bob Holland im Zentrum des Geschehens. Es geht dabei um den Mord an einem jungen Mädchen namens Roseanne Hazlitt in Deaf Smith, einem Ort im tiefen Süden der USA, der Lucas Smothers, einem - wie sich herausstellt - unehelichen Sohn von Billy Bob Holland angehängt werden soll. Die Indizien weisen auf ihn, entlastende Beweise sind verschwunden, einflußreiche Kreise nehmen Einfluß auf den Gang der Ermittlungen. Bis es zum Prozeß kommt und während des Verfahrens zeigt sich ein Sumpf von Jugendkriminalität, Drogenschmuggel, Korruption und unaufgeklärten Verbrechen der Vergangenheit. Dem Urteil - Freispruch - folgt die Katharsis: ein Ausbruch vonn Gewalt, bei dem die unterdrückten Konflikte ausgetragen werden und der Mord an Roseanne Hazlitt aufgeklärt wird. Parallel zur Story sind Billy Bob Holland's Träume, Sinne und Gedanken von L.Q. Navarro, seinem früheren Partner bei den Texas Rangers, der durch das Verschulden Hollands in jungen Jahren getötet wurde, erfüllt. Auch hier schließt sich in der finalen Katharsis der Kreis: der Mörder L.Q. Navarros findet den Tod und Billy Bob Holland findet seinen mentalen Frieden.
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