Nachdem ich momentan wieder mehr Zeit zum Lesen habe, arbeite ich mich gerade durch all die Bücher durch, die in meinem Regal geduldig ausharren. Und nachdem mich auch "Roter Fluß" von Daniela Knor total begeistert hatte, mußte ich natürlich auch ihr neuestes Werk "Dunkle Tiefen" lesen.
Obwohl der Roman im Gesamtwerk wirklich großartig ist, fiel es mir hier zum ersten Mal schwer, über die ersten 50 Seiten hinaus zu kommen. Zu viele Namen, die viel zu ähnlich klingen... Das hat mich anfänglich doch stark verwirrt.
Doch kaum, daß sich Ortosch als "Held" der Geschichte herauskristalisierte, flossen die Worte nur so vor sich hin. Denn wieder einmal gelingt es Daniela Knor in ihrer so typischen Erzählweise, den Protagonisten lebendig, mit all seinen Ängsten dazustellen, daß man ihn schnell liebgewinnt, und gar nicht abwarten kann, zu erfahren, wie es mit ihm weitergeht.
Die Zwischensequenzen, welche in der Ich-Perspektive geschrieben sind, schaffen zu dem ein herrlich mysteriöses Flair, so daß man sich verzweifelt fragt, wer denn da von was berichtet.
Ein wunderbarer Roman, mit toll gesetzten Clifhangern, der es zudem schafft, über etwa 50 Seiten hindurch eine Schlacht dermaßen spannend zu erzählen, daß man gar nicht mehr von los kommt!
Ein wirklicher Lesetip!