Weil ich selbst auch als Tochter viele Jahre in die Rolle einer Co-Alkoholikerin gezwungen wurde, habe ich mich schon oft über
Filme geärgert, in denen vergeblich versucht wurde, das Leben der Betroffenen und Angehörigen realitätsnah zu vermitteln.
"Dunkle Tage" ist für mich bisher der einzige Film, der es schafft, die Wirklichkeit so ungeschminkt und erschütternd zu erzählen wie sie tatsächlich auch ist. Nur äußerst selten gibt es für Suchtkranke ein "Happy End" und selbst wenn, ist der Weg dorthin lang und schwer. Vor allem aber diejenigen, die dazu verdammt sind, einen Süchtigen zu lieben, müssen hart dafür kämpfen, mit ihren Gefühlen und dem Erlebten irgendwann umgehen zu können und sich ein eigenes, anderes Leben aufzubauen. Auch das gelingt nicht immer.
Suzanne von Borsody und Stefanie Stappenbeck spielen ihre Rollen als alkoholkranke Mutter und Co-Abhängige Tochter hervorragend!