Dunkle Gut, Band 7 der Anita Blake Reihe geht schon gleich am Anfang sehr spannend los. Die Beziehung zwischen Jean-Claude und Anita wird nur kurz angeschnitten, man kann sich ein wenig ein Bild von den beiden machen und schon geht's los. Der Rat ist in der Stadt und Jean-Claude und seine Vampire und Co. sind in Gefahr. Ab dem Moment, wo sich Jean-Claude und Anita dem Rat im Zirkus der Verdammten, der bereits durch den Rat besetzt worden ist, stellen müssen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es wird sofort klar, dass Jean-Claude`s Leute (nicht nur Vampire, sondern auch die Wölfe) nicht nur Untergebene sind, sondern vor allem Freunde, denen man helfen muss. Das gilt für Anita genauso. Es ist schon bemerkenswert, wie sehr sich Anita`s Einstellung den sogenannten Monstern gegenüber verändert hat. Sie macht hier keine Unterschiede mehr. Ein Freund ist ein Freund, egal was er ist. Und das gefällt mir so gut an dem Buch. Das Zusammenwirken von Jean-Claude und Anita ist beeindruckend. Sie gibt zwar Hinweise, dass sie ihm nicht gänzlich vertraut, dass er halt doch kein Mensch ist, aber lieben tut sie ihn trotzdem. Es ist nicht das, was sie für Richard empfunden hätte, wenn sie zusammen gekommen wären, aber es ist mehr, als ich ihr zugetraut hätte. Wenn man die Reihe von Anfang an gelesen hat, kennt man Anita`s Wesen langsam gut genug. Vielleicht kommt noch der Punkt, wo sie sich Jean-Claude zu 100% hingibt. Dass sie das nämlich nicht tut, sagt ihr gerade Richard mitten ins Gesicht, dem ja das gleiche mit ihr passiert ist. Man merkt sehr schnell, dass sich die zwei immer noch lieben und aufeinander körperlich reagieren, nur leider ist Richard ein richtiges Ekelpaket geworden, der in Selbstmitleid zerfließt, und macht alles nur schwieriger zwischen den beiden. Aber trotz allem hat mir Richard in diesem Band sehr gut gefallen.
Am Schluss, als es zum Finale kommt zwischen dem Triumvirat und dem Rat, da halten dann alle drei zusammen und schaffen das Unmögliche... den Rat zu besiegen und sogar zu beeindrucken. L. K. Hamilton liebt es, Schlussworte von Anita zu präsentieren, die immer etwas fade schmecken, aber davon lass ich mich nicht beirren. Was Anita oft denkt und tut, sind immer zwei Paar Stiefel. Nach 7 Büchern gewöhnt man sich daran. Fazit: Dunkle Glut hat mir bisher am besten gefallen und ich warte schon sehnsüchtig auf Band 8, der im Februar 2009 erscheinen soll.