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Dunkle Engel [Gebundene Ausgabe]

S. P. Somtow
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Festa; Auflage: 1. Aufl. (22. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393582209X
  • ISBN-13: 978-3935822091
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.582.798 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Paula Grainger ist das Urbild einer viktorianischen Frau. Mit Mitte 30 hält sie sich bereits für eine alternde Witwe, die bisher nur innerhalb ehelicher Grenzen -- und dann bei gelöschtem Licht -- sexuelle Erfahrungen gesammelt hat. Ihr Gatte hatte bis zu seinem Tod für die Freiheit der Negersklaven gekämpft. Jetzt lebt Paula zusammen mit ihrer schwarzen Bediensteten Phoebe in ihrem New Yorker Haus, während im ganzen Land der Bürgerkrieg tobt.

Als sie eines Morgens allein am Sarg des gerade verstorbenen Präsidenten Abraham Lincoln steht, hört sie plötzlich eine männliche Stimme, die ihr Trost zuspricht. Erst glaubt sie, der christliche Gott selbst rede zu ihr, doch dann tritt ein Herr mit grauem Bart aus den Schatten: Walt Whitman. Der noch recht unbekannte Dichter behauptet, er habe Paulas Gatten gekannt und wisse einiges über ihn zu berichten, was selbst seiner Ehefrau unbekannt sein dürfte.

Damit nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die in ineinander verschachtelten Erzählungen immer weiter in die Vergangenheit zurückgreift. Immer wieder aufs Neue nimmt eine Figur den Handlungsfaden auf und erzählt eine noch weiter zurückliegende Episode. Als würde sie aus dem blutigen Dunst der Schlachten wieder auferstehen, nimmt die Wirklichkeit des Amerikanischen Bürgerkrieges vor dem Auge der Leser Gestalt an.

Allerdings hat Somtows Wirklichkeit einige Aspekte, die nicht in den Geschichtsbüchern stehen. In ihr zieht ein einsamer Schwarzer durch die zerstörten Lande, ruft gefallene Negersklaven ins Leben zurück und erschafft eine Armee von Zombies. Er wird von einer geheimnisvollen Leopardenfrau begleitet, die einst von Haiti in die Südstaaten verschleppt wurde. Beide haben mit den weißen Sklaventreibern eine Rechnung zu begleichen. Doch Somtow ist kein Autor, der es sich leicht macht -- weder schreitet er in erzählerischer Hinsicht auf ausgetretenen Pfaden, noch bietet er einfache moralische Lösungen an und schreibt eine Rachegeschichte.

Dunkle Engel ist das bisher anspruchsvollste Buch innerhalb der renommierten Horror-Reihe der Editon Metzengerstein -- ein gleichermaßen abenteuerlicher und tief schürfender Lesegenuss, der hoffen lässt, dass Verleger Frank Festa noch weitere derartige Trümpfe im Ärmel hat! --Felix Darwin

Der Verlag über das Buch

Ein wirkliches Meisterwerk!
New York, 1865: Vor dem aufgebahrten Leichnam Abraham Lincolns trifft Paula Grainger, die Witwe eines Geistlichen, auf Walt Whitman. Der Dichter hat ihr eine erstaunliche Geschichte zu erzählen, die Paulas Weltanschauung auf den Kopf stellt ...

S. P. Somtows unheimlich-historisches Meisterwerk führt den Leser von den Schlachtfeldern des amerikanischen Bürgerkrieges zu den Sklavenauktionen von Haiti, läßt Zombies und magische Leoparden durch Amerika streifen und verwickelt die Lebensläufe von Edgar Allan Poe und Lord Byron mit den finsteren Riten des Voodoo-Kultes. Ein Roman wie eine gewaltige Odyssee, auf der Wahnsinn der Weisheit folgt und Gewalt der Zärtlichkeit.

Dean Koontz: »S. P. Somtows Art zu schreiben ist außergewöhnlich; ein frischer, faszinierender Stil, der den Leser bis ins Mark erschüttert.«


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Also dieses Buch einfach würde unter der Rubrik "Horror" abzulegen, würde diesem tollen Buch nicht gerecht werden! Hier wird zwar teilweise mit altbekannten Zutaten aus dem Genre gearbeitet, aber was die komplexe, immer tiefer werdenden Charakterenbeschreibungen angeht, welche zur Zeit des amerik.Bürgerkrieges mit Personen wie W.Whitman oder Byron spielen, weiß Somtow zu überzeugen!
Hoffentlich wird man noch einige andere Romane von Somtow wieder neu herausbringen!
Ein echter Geheimtip!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ekel gut gemacht... 11. Oktober 2005
Format:Taschenbuch
Vorweg: Dieses Buch ist nichts für Menschen die sich schnell ekeln. Hier werden Leichen geschändet oder auch gerne mal verspeist, Menschen gequält und reihenweise getötet. Auch die Erzählweise ist nicht einfach zu lesen. Hauptsächlich geht es in die Vergangenheit zurück, eine Geschichte mündet in die Nächste, eine Randfigur von eben erzählt IHRE Geschichte (bzw. wird die Geschichte später nacherzählt), was wiederum in eine Geschichte mündet. In der Gegenwart entdeckt Paula, dass Phoebe mehr ist als es den Anschein hatte und ihr eigenes verborgenes Wesen. Schließlich endet die Geschichte, wo sie begann, am Sarg von Lincoln.

Dieses Buch ist sicherlich Geschmackssache, einerseits wegen der blutigen Handlung, andererseits wegen der Erzählweise. Doch wer sich auf die Geschichten einlässt, erfährt nicht nur viel über Voodoo und die Grausamkeiten, die Menschen begehen können, sondern wird durch eine interessante Geschichte geführt, die mindestens philosophisch/theologische/moralische Ansätze beinhaltet. Die schlimmsten Grausamkeiten begeht der Mensch, er kann die schlimmste Bestie auf Erden sein, das zeigt das Buch sehr eindringlich. Welch traurige Ironie, dass gerade der Mensch trotz seiner Intelligenz so handelt ...

Der Leser sollte am besten Interesse am Voodoo mitbringen, wird es doch hier recht ausführlich und wahrscheinlich, dank Beratung einer Priesterin, auch kundig beschrieben. Immerhin spielt eine Geschichte zeitweise auf Haiti. Ein wenig Vorkenntnis über den Sezessionskrieg, die wichtigsten Fakten, ist nicht unbedingt notwendig, hilft aber bei der Einordnung.
Spaßig ist die Einbindung der historischen Personen, zum Beispiel Whitman, Lincoln, Edgar Allan Poe und Lord Byron, wobei letzterer etwas holprig eingebaut wurde. Aber Lincoln, als Teil einer okkulten Forschung, genial.

Im gewissen Sinne ein mutiges Buch und es ist Festa zu danken, dass er es verlegt hat. Wer eine „fantastische" Geschichte abseits ausgetretener Pfade lesen will, sollte zugreifen. "Dunkle Engel" ist übrigens locker mit zwei früheren Gruselgeschichten Somtows verknüpft. Die Handlung spielt im gleichen Nord-Amerika, dass etwas anders ist als wir es gelehrt bekommen, wie auch "Ich bin die Dunkelheit" ("Vampire Junction", 1984; später zu einer Serie ausgebaut) und "Wolfsruf" ("Moondance", 1989).

Die Übersetzung scheint trotz des schwer übersetzbaren Erzählstiles der Geschichte gelungen, behindert jedenfalls nicht beim lesen.

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Schmöker, den ich in drei Tagen durch hatte, völlig gefesselt und fasziniert. Es ist ein unheimliches, aber auch ein sehr fantastisches Buch, es sprüht Funken voller Magie. Die Geschichten in der Geschichte reißen einen mit, Langeweile kommt nie auf. Somtow ist im englischen Sprachraum einer der ganz großen Autoren. "Dunkle Engel" verdeutlicht warum: Weil er ein Hexenmeister der Sprache ist, ein Wirbelwind voller Ideen. Toll.
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