29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Somtow hat sich selbst übertroffen, 28. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: Dunkle Engel (Gebundene Ausgabe)
Ein unglaublich düsterer, aber auch unglaublich spannender und irgendwie auch witziger Roman. Die Handlung läßt sich schwer umschreiben. Die Witwe eines Priesters findet heraus, das er mit Voodoo und andere Magie experimentierte ... Aber dies trifft es nicht richtig. Ich habe soetwas noch nicht gelesen und das Buch in zwei Tagen verschlungen. Die Handlung setzt sich aus einzelnen Ich-Erzählungen der Protagonisten zusammen und sie ist stimmig, ohne Bruch. Toll. Wie hat Somtow das gemacht, habe ich mich hinterher gefragt. Empfehlenswert für Freunde des Unheimlichen und der amerikanischen Geschichte (Stichwort Bürgerkrieg). Auch Voodoo, Edgar Allen Poe, Whalt Whitman, Lord Byron und andere historische Figuren spielen mit.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
kein gewöhnlicher " Horror " - Roman!, 12. März 2007
Also dieses Buch einfach würde unter der Rubrik "Horror" abzulegen, würde diesem tollen Buch nicht gerecht werden! Hier wird zwar teilweise mit altbekannten Zutaten aus dem Genre gearbeitet, aber was die komplexe, immer tiefer werdenden Charakterenbeschreibungen angeht, welche zur Zeit des amerik.Bürgerkrieges mit Personen wie W.Whitman oder Byron spielen, weiß Somtow zu überzeugen!
Hoffentlich wird man noch einige andere Romane von Somtow wieder neu herausbringen!
Ein echter Geheimtip!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ekel gut gemacht..., 11. Oktober 2005
Vorweg: Dieses Buch ist nichts für Menschen die sich schnell ekeln. Hier werden Leichen geschändet oder auch gerne mal verspeist, Menschen gequält und reihenweise getötet. Auch die Erzählweise ist nicht einfach zu lesen. Hauptsächlich geht es in die Vergangenheit zurück, eine Geschichte mündet in die Nächste, eine Randfigur von eben erzählt IHRE Geschichte (bzw. wird die Geschichte später nacherzählt), was wiederum in eine Geschichte mündet. In der Gegenwart entdeckt Paula, dass Phoebe mehr ist als es den Anschein hatte und ihr eigenes verborgenes Wesen. Schließlich endet die Geschichte, wo sie begann, am Sarg von Lincoln.
Dieses Buch ist sicherlich Geschmackssache, einerseits wegen der blutigen Handlung, andererseits wegen der Erzählweise. Doch wer sich auf die Geschichten einlässt, erfährt nicht nur viel über Voodoo und die Grausamkeiten, die Menschen begehen können, sondern wird durch eine interessante Geschichte geführt, die mindestens philosophisch/theologische/moralische Ansätze beinhaltet. Die schlimmsten Grausamkeiten begeht der Mensch, er kann die schlimmste Bestie auf Erden sein, das zeigt das Buch sehr eindringlich. Welch traurige Ironie, dass gerade der Mensch trotz seiner Intelligenz so handelt ...
Der Leser sollte am besten Interesse am Voodoo mitbringen, wird es doch hier recht ausführlich und wahrscheinlich, dank Beratung einer Priesterin, auch kundig beschrieben. Immerhin spielt eine Geschichte zeitweise auf Haiti. Ein wenig Vorkenntnis über den Sezessionskrieg, die wichtigsten Fakten, ist nicht unbedingt notwendig, hilft aber bei der Einordnung.
Spaßig ist die Einbindung der historischen Personen, zum Beispiel Whitman, Lincoln, Edgar Allan Poe und Lord Byron, wobei letzterer etwas holprig eingebaut wurde. Aber Lincoln, als Teil einer okkulten Forschung, genial.
Im gewissen Sinne ein mutiges Buch und es ist Festa zu danken, dass er es verlegt hat. Wer eine „fantastische" Geschichte abseits ausgetretener Pfade lesen will, sollte zugreifen. "Dunkle Engel" ist übrigens locker mit zwei früheren Gruselgeschichten Somtows verknüpft. Die Handlung spielt im gleichen Nord-Amerika, dass etwas anders ist als wir es gelehrt bekommen, wie auch "Ich bin die Dunkelheit" ("Vampire Junction", 1984; später zu einer Serie ausgebaut) und "Wolfsruf" ("Moondance", 1989).
Die Übersetzung scheint trotz des schwer übersetzbaren Erzählstiles der Geschichte gelungen, behindert jedenfalls nicht beim lesen.
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