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Es war an der Zeit für ein Buch wie
Die Digitale Dunkelkammer. Nicht einmal nur wegen des Themas, sondern auch und vor allem wegen des Softwareschwerpunktes, den Winfried Schwolgin auf OpenSource- und Shareware-Werkzeuge gesetzt hat. Wer also viel Geld für eine gute Kamera ausgibt, kann die Bildbearbeitung und das Farbmanagement in Zukunft auch ohne Photoshop und Co. für wenig Geld professionell unter Windows ausführen.
Schon die zweite Seite ist, nun wie soll man sagen... charmant? Auf vier Bildern sieht man Fotos der Dunkelkammer des Autors: mal in seiner Studentenzeit, zweimal als Junggeselle und einmal in digitalen Zeiten. Soll heißen: Der Mann ist schon lange dabei und weiß wovon er schreibt. Understatement via Bild.
Hochwertige digitale Bilder wurden bisher immer im gleichen Atemzug mit Photoshop genannt und damit Stand auch ein hoher Preis fest, wollte man nicht mit Piratensoftware agieren. Wer als engagierter Fotoamateur oder Hobbyfotograf jedoch nicht auf ein Maximum an Qualität verzichten will, ohne dabei arm zu werden, ist bei Winfried Schwolgin genau richtig.
Nach einer Einleitung und Festlegung der Grundvoraussetzungen zum PC und qualitätsbewusstem Fotografieren geht es auch schon tief in die Schwärze der digitalen Dunkelkammer: Farbmanagement in Theorie und Praxis. Dazu auch gleich die erste Shareware Picture Windows Pro 3.5 zu der Schwolgin ausführlich die Arbeit der Grundtechniken zur Bildbearbeitung, Masken und fortgeschrittene Techniken erklärt. Darauf folgt das Scannen mit VueScan, die Monitor-Profilierung mit einem Colorimeter ebenso wie die Druckerprofilierung. Zuletzt dann Qimage für Druck und Stapelverarbeitung und am Ende einige Tricks für alle die mit Windows XP arbeiten.
Ein wenig Ahnung von der digitalen Bildbearbeitung und ein gewisses Maß an Qualitätsbesessenheit kann nichts schaden, wenn man sich Die Digitale Dunkelkammer. Vom Kamera-File zum perfekten Print. vornimmt. Aber eigentlich reicht ein wenig Neugierde vollauf aus, denn schon nach wenigen Seiten verselbstständigt sich das Thema und wo eben noch Neugierde war, herrscht dann schnell nackter Hunger nach mehr. Winfried Schwolgin hat das Buch geschrieben, auf das Digitalfotografen nun nicht mehr warten müssen. --Wolfgang Treß
PHOTOPRESSE, 40-2004, 30.09.2004
"Der didaktische Aufbau und der flüssige Stil zeigen, dass hier erfahrene und kenntnisreiche Fotografen ihr Wissen an Berufskollegen weitergeben. Das Buch hilft digital arbeitenden Fotografen, eine eigene, sinnvolle und effiziente Arbeitsfolge bei der Erstellung digitaler Aufnahmen zu finden."