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Dunkelgold: Gedichte: Gedichte. Jiddisch und Deutsch
 
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Dunkelgold: Gedichte: Gedichte. Jiddisch und Deutsch [Gebundene Ausgabe]

Itzik Manger , Efrat Gal-Ed
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 392 Seiten
  • Verlag: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (4. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3633541985
  • ISBN-13: 978-3633541980
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 16,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 762.438 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Itzik Manger, der "Prinz der jiddischen Ballade", wurde 1901 in Czernowitz geboren. Er starb 1969 in Gedera (Israel). Die Welt dieses fahrenden Sängers, dieses genialen und trinkfreudigen "Troubadours", wie er sich nannte, war das jüdische Osteuropa mit seinen rumänischen, galizischen, polnischen oder baltischen Landschaften und der jiddischen Kultur. Von 1928 bis 1938 lebte Manger in Warschau, der Metropole dieser Kultur. Es waren seine produktivsten Jahre. Durch die Vernichtung der osteuropäischen Juden gingen diese Welt und ihre Sprache unwiederbringlich verloren. Der Dichter überlebte im Exil in England, den USA und Israel. Doch in der Fremde erstickte sein Gedicht.
Itzik Mangers Lieder und Balladen vereinigen romantische und symbolistische Traditionen mit denen der jiddischen Folklore, Heimat- wird mit Weltdichtung verbunden. Dan Davin, der Manger 1950 in Edinburgh kennenlernte, schreibt: "Ich fühlte in ihm etwas von einem jiddischen Villon, von einem Nerval, von einem Rimbaud. Ich deutete ihm an, daß er, was Chagall mit Farben, mit Worten bewirke, und das schien ihm zu gefallen, denn er sah in Chagall einen Meister und einen Geistesverwandten."
Efrat Gal-Eds Übersetzungen, die sich eng am Original halten, machen es zu einem Vergnügen, einen der größten jiddischen Dichter neu zu entdecken. Die Ausgabe präsentiert neben der deutschen Übersetzung den Text in hebräischer und, transliteriert, in lateinischer Schrift.

Über den Autor

Itzik Manger, der »Prinz der jiddischen Ballade«, wurde 1901 in Czernowitz geboren. Er starb 1969 in Gedera (Israel). Die Welt dieses fahrenden Sängers, dieses genialen und trinkfreudigen »Troubadours«, wie er sich nannte, war das jüdische Osteuropa mit seinen rumänischen, galizischen, polnischen oder baltischen Landschaften und der jiddischen Kultur. Von 1928 bis 1938 lebte Manger in Warschau, der Metropole dieser Kultur. Es waren seine produktivsten Jahre. Durch die Vernichtung der osteuropäischen Juden gingen diese Welt und ihre Sprache unwiederbringlich verloren. Der Dichter überlebte im Exil in England, den USA und Israel.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lyrikgold 6. Dezember 2006
Itzik Manger mit einem wichtigen Teil seines lyrischen Werkes dem deutschen Leser zu präsentieren, dazu in dieser vorzüglichen Edition, ist gewiss ein achtbares Unterfangen. Endlich wird ein bedeutender Teil der klassisch-jiddischen Moderne, der klassisch-jiddischen Lyrik der Bukowina in einer Synopse dem deutschsprachigen Leser vorgestellt, und zugleich scheut man sich nicht, der Übertragung eine gut lesbare Form der Romanisierung des jiddischen Urtextes anzufügen. Das ist nämlich für viele Leser unabdingbar, um sie nicht um den Klang des Originalargots zu bringen, sollten sie die hebräische Schrift nicht lesen können. Voraussetzung ist allerdings auch in diesem Fall eine korrekte Aussprache des Jiddischen, wozu die beigefügte CD Hilfestellung leisten soll.

Und doch habe ich Zweifel, ob sich das Jiddische - als Nahsprache zum Deutschen - nicht am Ende und grundsätzlich einer Übertragung in die deutsche Hochsprache entzieht. Vielleicht überzeugen Übertragungen von einer Sprache in die andere nur, wenn der sprachhistorische und soziolinguistische Abstand beider Sprachen zu einander groß genug ist.

In seiner Replik auf eine Umfrage der Librairie Flinker, Paris, mutmaßt Paul Celan 1961 - vielleicht sollte ich so weit gehen und sagen: argwöhnt - er glaube nicht an Zweisprachigkeit in der Dichtung. Dichtung, sagt er, sei vielmehr das schicksalhaft Einmalige der Sprache, also nicht [...] das Zweimalige. Wenn Celan auch mit dieser Metapher auf den eigentlichen künstlerischen Schöpfungsakt abstellt und nicht die Dienstleistung des Übersetzers im Auge hat, bei diesem Vergleich Vorsicht angeraten ist, sollte man aber auch Peter Demetz das Dogma nicht abnehmen, wir alle schwämmen längst im Meer einer selektiven Weltliteratur, die sich ihr Schöpfungsidiom und ihre Sprachklientel gleichsam nach Belieben aussuchen darf.

Die Wahrheit nämlich und die bittere Erkenntnis ist, dass Manger in der Übersetzung verblasst, der Reim und die Metrik seiner Fabeln sich im Deutschen nur mit Mühe aufrecht erhalten, bewahren, glaubhaft machen lassen, weil mit der Übertragung ins Deutsche der Pfiff des Jiddischen, seine Schlagfertigkeit, sein Witz, sein Klang, seine Plastizität irgendwo zum Fenster hinaus sind.

Und doch, trotz alledem. Gerade weil Manger der mehrfachen Unzugänglichkeit unterliegt, nämlich einer sprachlichen und literaturhistorischen und einer, die dem Akt der Vernichtung, dem Holocaust zuzuschreiben ist, ist es für uns Deutschsprachige eminent, wenn uns ein Teil der jiddischen Literatur angetragen und nahe gelegt wird, dazu in einer Übertragung, wie sie uns Efrat Gal-Ed, in Deutschland lebende Malerin, Autorin und Übersetzerin mit einem beachtlichen Anmerkungsteil und einer Kurzbiographie des Dichters vorlegt.

Manger wuchs mit Czernowitz in einer - um es mit dem Celan-Biografen Israel Chalfen zu sagen - jüdischen Stadt deutscher Sprache auf. Der Vater und ein Bruder waren Schneider. Einen Großteil seines Lebens verbrachte Manger in Warschau, neben Wilna eines der großen, der bedeutenden Zentren des jiddischen Lebens und der jiddischen Kultur vor dem Zweiten Weltkrieg.

Grundlage des Buches war die Ausgabe "lid un balade" von 1952, in die auch Gedichte aus Mangers "medresch-lidern" und "chumesch-lidern" Eingang gefunden haben. Wollte man Manger heutzutage unter die Leute bringen, wäre man zu einer Gesamtübersetzung seines Werkes gezwungen, eine Bringschuld, an der kein Weg vorbeiführt und die bisher nur in Teilen abgetragen worden ist. Der Band leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Gal-Ed bereitet eine Biographie Itzik Mangers vor. Man darf gespannt sein.
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