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Dunkel
 
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Dunkel (Taschenbuch)

von Wolfgang Hohlbein (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 479 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 6., Aufl. (30. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404144783
  • ISBN-13: 978-3404144785
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (141 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 121.711 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Müssen Sie sich das wirklich antun? Noch einen Vampirroman? Davon gibt's nun seit Bram Stokers Zeiten doch wahrlich jede Menge! Naja, Sie müssen natürlich nicht. Falls Sie auch in Zukunft noch ganz unbefangen durch Ihr Heimatstädtchen gehen wollen oder den neuen Kinopalast in der nahen Großstadt ganz okay finden, sollten Sie vielleicht eher die Finger davon lassen. Denn Dunkel ist eine Wolfgang-Hohlbein-Version eines Vampirromans, und irgendwie stimmt damit etwas nicht.

Diese Version ist nicht von dieser Welt, denn hier bei uns beißen Vampire schöne junge Frauen in den Hals und trinken ihr Blut, und wenn wir sie töten wollen, stoßen wir ihnen einen Pflock ins Herz oder öffnen ihren Sarg in der Sonne. Jedenfalls dachten Sie das bisher, nicht wahr? Tja, sehen Sie, Jan dachte das auch, jedenfalls tut er das noch, als er mit seiner Freundin ins Kino geht. Dann bekommt er unerklärlicherweise eine Art Herzanfall auf der Toilette des Kinos, flüchtet vor einem (noch) namenlosen Schrecken aus dem Krankenhaus und trifft ein seltsames Mädchen namens Vera, das ihm das Leben rettet.

Und Schritt für Schritt, Satz für Satz nähert sich Jan einer Grenze zu einer anderen Welt, spielt ein Spiel, das er nicht kennt, nach Regeln, die er nicht versteht, und lernt dabei ein paar Dinge, die er gar nicht wissen wollte. Am Ende lässt er einige Tote und sein ganzes bisheriges Leben hinter sich und betritt eine Welt, von deren Existenz Sie da draußen im hellen Tageslicht ganz bestimmt nichts wissen wollen!

Andererseits, wenn ich es recht bedenke, gibt es da einige Aspekte in dieser Geschichte, die Sie höchstwahrscheinlich genauso interessant finden werden wie Jan. Ich weiß nur nicht, ob Sie seinen Preis dafür bezahlen wollten. Also finden Sie es heraus, kommen Sie herein ins "Dunkel" und lesen Sie Wolfgang Hohlbeins Version eines Vampirromans -- aber sagen Sie hinterher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt... --Ute Perchtold/Michael Matzer

Kurzbeschreibung

Am Rande der Wahrnehmung, unendlich weit entfernt und doch zum Greifen nahe, lauert eine andere Wirklichkeit. Man nennt sie das Dunkel. Ihre Geschöpfe sind uns zum Verwechseln ähnlich, doch es sind keine Menschen. Sie sind die Jäger, und wir sind die Beute. Glauben Sie an Vampire? Jan sieht einen Mann vor seinen Augen zusammenbrechen. Hilfsbereit stürzt er zu ihm hin – doch als er sich über den Sterbenden beugt, spürt er, wie eine unsichtbare Hand sich über sein eigenes Herz legt. Seitdem ist Jan nicht mehr derselbe. Hat er tatsächlich aus den Augenwinkeln noch eine dritte Gestalt am Ort des Geschehens wahrgenommen? Sicher nur eine Illusion, aber dann sieht er den Schatten wieder und erkennt, daß er von einer Macht verfolgt wird, für die es keine Bezeichnung, keine Begriffe gibt ...

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vampire mal ganz anders...., 15. Februar 2003
Nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, war ich mir zunächst nicht sicher ob es nur durchschnittlich oder doch richtig gut ist. Es ist ein Buch, über das man sich auch im Nachhinein noch seine Gedanken machen kann. Die Geschichte ist nicht vorbei, wenn man das Buch beiseite gelegt hat. Jetzt nach einigen Tagen stelle ich fest: Doch das Buch ist wirklich gut....man braucht vielleicht nur ein bisschen mehr Zeit um es richtig nachwirken lassen zu können.

Zur Handlung:
Jan wird im Kino schlecht und er geht zur Toilette. Dort begegnet ihm ein Sterbender und auch er selbst erleidet einen Herzanfall. Doch sie sind nicht die einzigen, die sich in der Toilette aufhalten....etwas Dunkles ist auch noch da und greift nach Jan.
Ein Arzt kann sein Leben retten. Doch schon am nächsten Tag flieht Jan aus dem Krankenhaus, denn er spürt dort eine große Bedrohung. Nach einem weiteren Arztbesuch hat er wieder ein seltsames Gefühl und läuft fast vor eine Straßenbahn. In letzter Sekunde rettet ihm eine obdachlose Punkerin das Leben. Sie heißt Veecha und ist bereits über 900 Jahre alt. Jan gewährt ihr aus Dankbarkeit ein paar Tage Asyl in seiner Wohnung. In dieser Zeit ereignen sich in seiner Umgebung ungewöhnlich viele Todesfälle. Er sieht die dunkle Gestalt aus dem Kino wieder. Sie scheint ihn zu verfolgen...und warum benimmt sich seine Freundin plötzlich so ungewöhnlich. Mehr sei hier nicht verraten.

Ein wohltuend anderer Vampirroman, in dem die Opfer mal nicht in den Hals gebissen werden und in dem Holzpflöcke ebenfalls keine Wirkung zeigen.

Was gibt es Negatives zu sagen: Es wird auffallend oft gekämpft und Jan (der eigentlich sehr friedfertig ist) scheint ständig am Rande einer weiteren Ohnmacht zu stehen. Das nervt zeitweise ein kleines bisschen.
Es wird auch nie geklärt warum der Dunkle außgerechnet im Kino zuschlägt. Hier ist des Lesers eigene Fantasie gefragt, aber zumindest ein Ansatz von Seiten des Autors wäre nicht schlecht gewesen.
Des weiteren hätte man auch den kleinen Jungen ein wenig mehr beleuchten können. Er scheint immer dann aufzutauchen wenn Jan ihn braucht, aber mehr erfährt man nicht. Schade.
Auch die Sippe, auf die Jan ziemlich am Ende trifft, wird nicht näher beschrieben. Ich hätte zu gerne gewußt, was denn nun ein Läufer ist. Auch erscheint es doch ein wenig unwahrscheinlich, das so viele von ihnen unterhalb von Neuss leben.....aber vielleicht erfährt man dies im zweiten Teil, der in Kürze auf den Markt kommen soll.
Auch der Showdown mit dem Dunklen ist nicht ganz überzeugend dargestellt. Jan kann ihn relativ schnell besiegen. Andererseits hat er ja auch Veecha an seiner Seite, die weit älter zu sein scheint als der Dunkle. Vielleicht verhilft sie Jan zu einer solchen Macht.

Zusammenfassend gesagt hat mir Dunkel doch sehr gut gefallen. Was manche Ungereimtheiten angeht....nun ja: W. Hohlbein schreibt Fantasy-Romane,es ist wohl kein Zufall, wenn da vieles der Fantasy des Lesers überlassen bleiben soll. Damit muss sich der geneigte Leser schon abfinden oder doch lieber zu einem Sachbuch oder einer Autobiografie greifen.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Absolutes Muss für Echtzeit-Fantasie-Fans, 8. Mai 2003
Ich habe sehr lange nach einem Buch gesucht, das genau das erfüllt was ich davon erwarte. Dieses Buch, ist eines der besten die ich von Wolfgang Hohlbein kenne, neben Wolfstanz.
Es fesselt den Leser bis zur letzten Seite, kaum hat man angefangen schon lebt man mitten unten den charakteren, versucht die Story auf eigene Haut mitzuerleben. An manchen Stellen denkt man die Story zu kennen, den weiteren Ablauf der Geschiche zu wissen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ich wäre nie darauf gekommen, dass der Schlussteil so ausfällt. Übrigends, genauso wie in Wolfstanz.
Echtzeitbezogen und kreativ, zynisch und teilweise ironisch (wie ich persönlich es bei Wolfgang Hohlbeins Werken mag) gestaltet er mal wieder eins seiner Fantastischen Werke. Lockere Witze und viel wörtliche Rede der Charaktere, lassen den Lesen in einen Lese-Fanatismus versinken.
Wer es liebt Bücher zu lesen die Echtzeitbezogen und fantastich zugleich sind, der hat mit diesem Buch einen volltreffer gelandet.

Ich werde hier nicht weiter auf die Handlung eingehen, das dürft ihr schon selbst :)
Meiner Meinung nach, darf dieses Buch bei einen Hohlbein-Fan im Regal nicht fehlen. Absolut klasse !

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die etwas andere Vampirgeschichte, 31. Januar 2001
Von Ein Kunde
Das Buch „Dunkel" wurde von Wolfgang Hohlbein verfasst und ist im Jahre 1999 erschienen. Die Geschichte spielt in Neuss in der heutigen Zeit und die Hauptpersonen sind Jan Feller, seine Freundin Katrin, die geheimnisvolle Vera und einige seltsame und ungewöhnlichen Gestalten. Das Dunkel lauert nicht nur in den düsteren Katakomben der Vergangenheit, sondern auch in den modernen Glaspalästen von heute. Jan, einen jungen Mann aus Neuss, hat es in ein Multiplex-Kino gelockt, wo er sich die neueste Horrorkomödie zu Gemüte führt. Auf der Herrentoilette taumelt ein Mann herein und bricht vor seinen Augen zusammen. Als Jan sich über den Sterbenden beugt, fühlt er, wie eine unsichtbare Hand sich um sein eigenes Herz legt. Man bringt ihn mit Blaulicht in die Klinik. Jan ist, wie es scheint, noch einmal davongekommen. Aber wieso wird er das Gefühl nicht los, dass es in dem weißgekachelten Raum noch eine dritte Person gegeben hat, eine dunkle Gestalt? Eine Illusion, gewiss, aus dem eigenen Schrecken geboren, nicht mehr als sein eigener Schatten, vom Licht der Neonröhren an die Wand geworfen... Dann aber sieht er den Schatten wieder und erkennt, dass er hier von einer Macht verfolgt wird, für die es keine Bezeichnungen, keine Begriffe gibt. Mit seinem Schritt an den Rand des Todes ist er in das Reich des Dunkels eingetreten, in dem es Wesen gibt, die nach anderen Gesetzen leben als wir Menschen. Sie ernähren sich von unserer Lebensenergie, treten im Augenblick des Todes hinzu, um sich zu sättigen. Und eine von ihnen ist jetzt auf Jans Spur. Jan muss erkennen, dass die alte Legende von den Vampiren, die im Dunkel das Leben der Menschen aussagen, kein Mythos ist, sondern eine erschreckende, fremde Wirklichkeit. Auf seiner abenteuerlichen Flucht durch die unterirdischen Gänge von Neuss hat er keine Chance, wenn die Dunklen ihm nicht helfen. doch ist er ihr Verbündeter oder vielleicht nur ein Lockvogel, der selbst am Ende zum Opfer werden soll?

Der Titel des Buches könnte nicht besser gewählt sein, denn das Ziel des Buches liegt wohl darin, den Leser in die tiefe Dunkelheit zu führen, und bei jedem verdächtigen Geräusch zusammenzuzucken. Auch wenn dies etwas übertrieben klingen mag, ist dies das Gefühl, welches mich beim Lesen überkam. Mit diesem Buch zeigt Hohlbein aufs neue, dass er Horror und Fantasy in eine Geschichte packen kann, ohne dass der Realismus auf der Strecke bleibt. Und wie immer schafft Hohlbein es, den Leser mit überraschenden Wendungen in der Geschichte zu verblüffen. Obwohl man schon damit rechnet, dass sich der Verlauf der Geschichte schlagartig ändert, ist man trotzdem überrascht, wie schnell und glatt der Wechsel vonstatten geht. Außerdem ist es ihm positiv anzurechnen, dass die hinter diesen Formulierungen stehenden Geschichten nach wie vor intelligente Fantasy- oder Horrorgeschichten sind, die einen immer wieder in die Welt von Wolfgang Hohlbein ziehen können. So ist es auch in diesem Buch, über das man inhaltlich nicht allzu viel verraten sollte, da die Unwissenheit um das, was eigentlich gerade passiert, einen großen Teil des Lesespaßes ausmacht. Selbst vom Lesen des Klappentextes vor der Lektüre des Buches würde ich abraten, denn er verrät schon zu viel über die ersten 200 Seiten des Buches.

Hohlbein kann fesselnd schreiben und seine Routine kommt in diesem Buch sehr positiv zur Geltung. Man erkennt sofort, dass der Autor schon einige Bücher dieser Gattung geschrieben hat und dass er sich auf diesem Terrain sehr wohl fühlt. Vorgänge werden plastisch dargestellt, die Charakterisierungen sind zwar kurz, aber kurz und treffend. Es macht von der ersten Seite an Spaß, dieses Buch zu lesen und spätestens ab Seite 200, wenn man zu ahnen meint, worum es geht, möchte man das Ende erfahren und will unbedingt wissen, welche Rolle Vera spielt. Und, soviel sei verraten, das Ende erfüllt die aufgebauten Erwartungen und vermag dennoch zu überraschen. Wolfgang Hohlbein hat mit diesem Buch seine Liste von atemberaubenden Fantasy- und Horrorgeschichten um ein weiteres Meisterwerk erweitert und ihm ist es erneut gelungen, dem Leser eine spannende und sehr unterhaltsame Geschichte zu erzählen, die für jedermann geeignet ist und deshalb kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.

Schlüsselszene

Auszug aus den Seiten 346, 347:

Der Vorraum der Toilette war heller als die Gaststube, denn es gab ein - zwar vergittertes - Fenster, und die Deckenbeleuchtung brannte. Nach der Düsternis des Schattenreiches, in dem er sich gerade bewegt hatte, kam ihm die kalte Sachlichkeit des weiß gekachelten Raumes wie eine Erlösung vor. Er hob die Hand, fuhr sich mit gespreizten Fingern durchs Haar und trat an eines der beiden Waschbecken. Gerade noch rechtzeitig, um den Schatten zu bemerken, der hinter ihm davonhuschte. Jan fuhr auf dem Absatz herum und breitete die Arme aus, bereit, zuzupacken oder sich auch zu verteidigen, je nach dem. Aber hinter ihm war niemand. Er war allein. Jans Herz begann zu hämmern. Es stimmte nicht. Er war nicht allein. Jemand - etwas - war hier, unsichtbar, aber so präsent, daß er es beinahe greifen konnte. Vorsichtig drehte er sich wieder um, sah in den Spiegel und veränderte ein paar Mal den Blickwinkel. Der Schatten tauchte nicht wieder auf, aber er spürte, dass der Fremde noch da war; jetzt vielleicht noch intensiver als zuvor. Ein weiteres Puzzleteil gesellte sich zu dem Bild, das langsam in seinem Kopf Gestalt annahm: Vera hatte den Spiegel im Schlafzimmer nicht von ungefähr zerbrochen. Es war keineswegs so, dass diese Wesen, die ihm folgten, in Spiegeln nicht sichtbar waren, wie die Mythologie behauptete. Im Gegenteil: Sie waren nur im Spiegel sichtbar. Er hatte den Dunklen in dem Spiegel in seiner Diele gesehen und auch Vera, einen Tag zuvor, im Badezimmerspiegel. Ihre suggestive Kraft reichte vielleicht, Menschen nur das sehen zu lassen, was sie ihnen gestatteten, aber nicht, die physikalischen Grundregeln außer Kraft zu setzten.

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