Nun ja, was soll man zu diesem Film noch sagen, was nicht schon gesagt wurde? AD&D, damit verbinde ich Atmosphäre, Fantasy, Geschichten von epischem Ausmass. All das sucht man hier vergeblich. Atmosphäre lässt sich sehr wirkungsvoll töten, indem man laienhafte Schauspieler ein-, und Rollen lächerlich besetzt. Sei es der menschengrosse "Zwerg", der nervige Dieb, dessen Tod eher einer Erlösung für den Zuschauer gleichkommt, oder die kurz- und dunkelhaarige Imitation einer Imitation einer Drow, die nicht mal ansatzweise einer Viconia nahekommt. Die "Spezialeffekte", die man nicht als solche bezeichnen kann (special ist da einzig die schlechte Qualität), und sich auf dem Niveau der Mystic Knights befinden, tun ihr übriges dazu, ich verweise nur auf den Betrachter. Von den Masken und Accessoires ganz zu schweigen. Der schminkfreudige Zauberer, ist der etwa in Anlehnung an Irenicus entstanden? Merke: Böse gucken reicht nicht aus, um böse zu wirken. Eine tiefergehende Story wird man auch nicht finden. Wenn man sich für Fantasy interessiert, empfehle ich, das Geld für "Der Herr der Ringe" oder "Baldur's Gate II - das Epos" auszugeben. Beides ist billiger und an Atmosphäre unübertroffen. Dieses Machwerk ist eine Beleidigung für die seit Jahrzehnten ständig weiter entwickelte, gepflegte und durchdachte AD&D-Welt (von der die Macher des Films DEFINITV KEINE Ahnung haben) und fast schon ein Sakrileg in den Augen der Fans.
Dem Regisseur möchte ich noch folgendes sagen: Herr Solomon, es gehört mehr dazu, einen Elfen glaubhaft rüberzubringen, als spitze Ohren. Und: Vielleicht hätten Sie sich mit der Materie beschäftigen sollen, statt an das schnelle Geld zu denken.