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Dummgeglotzt: Wie das Fernsehen uns verblödet
 
 
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Dummgeglotzt: Wie das Fernsehen uns verblödet [Gebundene Ausgabe]

Alexander Kissler
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus (20. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579068865
  • ISBN-13: 978-3579068862
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.464 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alexander Kissler
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Medien- respektive Fernsehschelte hat derzeit offenbar Hochkonjunktur. Nicht erst, aber ganz besonders seit dem Eklat, den Marcel Reich-Ranicki im Oktober letzten Jahres, mit der Ablehnung des Deutschen Fernsehpreises auslöste. Ein Buch nach dem anderen, das sich mit der allgemeinen „Verblödung“ unserer Gesellschaft auseinandersetzt, drängt derzeit auf den Markt. Nach Generation Doof von Anne Weiß und Stefan Bonner, Verblöden unsere Kinder? von Jürgen Holtkamp, Die verblödete Republik von Thomas Wieczorek hier nun Dummgeglotzt, in dem Alexander Kissler einmal mehr der inzwischen alles andere als originellen Frage nachgeht Wie das Fernsehen uns verblödet.

Wer meint, Michael Jürgs sei in seinem Rundumschlag gegen die bundesdeutsche TV-Landschaft nicht zu toppen, hat Kissler noch nicht gelesen. In der Sprache zwar wesentlich seriöser und in der Sache analytischer bläst der Kulturjournalist Kissler auf breiter Front zur alles vernichtenden Attacke gegen das Fernsehen, das er als Verblödungsmaschine Nummer Eins identifiziert hat. Und er lässt dabei keinen Stein auf dem anderen. Dabei bekommt nicht nur das Prekariat sein Fett weg wie bei Jürgs, sondern die Gesellschaft ganz allgemein, deren Medienkonsumgewohnheiten von Kissler an den Pranger gestellt werden. Nur dumm, dass es sich bei den Befunden, über die sich der Autor echauffiert, überwiegend um „olle Kamellen“ handelt. Schon im Zeitalter, als es nur drei Kanäle gab, sind Eltern und Lehrer über die Verplemperung wertvoller Lebenszeit durch undifferenziertes und übermäßiges Röhrenglotzen hergezogen. Zur Langeweile trägt zudem Kisslers Neigung zu ausufernden Referaten über ausgewählte Formate bei, die er zur Untermauerung seiner Medienkritik heranzieht.

Wie schon bei Jürgs’ Seichtgebiete ist auch hier bemerkenswert, dass das Buch im Verlag einer Mediengruppe erschienen ist, deren Gütersloher Mutter seit 1984 zu den Pionieren des deutschen Privatfernsehens gehört und durch Beteiligungen an Sendern wie RTL wesentlich zu der beklagten medialen Verblödung der Gesellschaft beigetragen hat. Wohl weniger ein Zeichen von Einsicht und Reue als von einem guten Riecher für profitträchtige Themen des Zeitgeistes. – Arnold Abstreiter

Kurzbeschreibung

Eine Reise in die Untiefen deutscher Fernsehkultur oder: Stoppt die Verflachung des Fernsehens!

- Ein kluger Appell zu verantwortungsvollem Fernsehkonsum
- Wie der Höllenritt in ein kollektives Nirwana gestoppt werden kann

Der Zorn eines alten Mannes hat eine ungeahnte Debatte losgetreten: Marcel Reich-Ranicki weigerte sich effektvoll, den ihm angetragenen Ehrenpreis des »Deutschen Fernsehpreises« entgegen zu nehmen, und traf damit einen zentralen Nerv im Seelenhaushalt der Deutschen: Die Fernsehkultur auf dem Sturzflug in die unendlichen Niederungen der Unterhaltung.
Bissig-amüsant und spitzzüngig, aber ohne plumpe Polemik nähert sich der Kulturjournalist Alexander Kissler dem Stein des Anstoßes und hält dem Fernsehen des 21. Jahrhunderts den Spiegel vor. Seine Reise in die Untiefen deutscher Fernsehkultur macht uns schaudern und lachen zugleich. Der Autor ruft auf zum Nachdenken, ehe man einschaltet, zum Umschalten oder Ausschalten, bevor man abstumpft und schließlich vollends verblödet. Ohne Dünkel und Besserwissertum rät er zu verantwortungsvollem Fernsehkonsum statt gewohnheitsmäßigem, routiniertem Glotzen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Kulturphilosoph Alexander Kissler hat sich der Mühe unterzogen, Fernsehsendungen verschiedenster Art zu analysieren und präsentiert das Ergebnis dem geneigten Leser mit bitterböser Ironie. Freilich möchte er nicht einfach einen Abgesang auf die Medien anstimmen oder einfach dem Pessimismus frönen, sondern sein Buch ist ein Aufruf zu individueller und sozialer Verantwortung: Gerade weil das Medium Fernsehen in seinen verschiedenen "Formaten" derzeit so tief gesunken ist, dass es nach Auffassung des Autors (vor allem bei unkontrolliertem Konsum) mehr zur "Verblödung" beiträgt als zur Bildung, muss dem entgegengesteuert werden. Der einzelne kann und soll sich dem Druck eines medial vorgegebenen Alltags entziehen ("Weniger ist Mehr"); außerdem wird an die gesellschaftliche Verantwortung jener appelliert, die medialen Einfluss ausüben. Nicht der kleinste gemeinsame Nenner nach unten hin darf (im Sinn einer "Jagd nach Quoten") das Ziel sein, sondern eine neue Ausrichtung der medialen Verantwortlichen und damit auch des besagten Mediums an der Wirklichkeit des Lebens und nicht an bloßen Illusionen und Scheinwelten kann beitragen zum Ausweg aus der Sackgasse. Vier Sterne statt fünf habe ich deshalb gegeben, weil die detailierten Beschreibungen der medialen Niveaulosigkeit teilweise wirklich überfordern. War das wirklich in dieser Dichte nötig, Herr Kissler? :-) Aber freilich: Gerade die Beispiele verleihen dem Buch auch ihre Würze!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dummgelesen? 31. März 2010
Von Mimir TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Kulturjounalist Alexander Kissler versucht sich an einer Abrechnung mit dem deutschen Fernsehen in seinem aktuellen Ist-Zustand. Dabei kritisiert er die privaten wie die öffentlich-rechtlichen Sender. Er wurde in verschiedenen Fernsehformaten fündig und taucht in 9 Buchkapiteln ein »in den Bilderteich, in dem die saftigsten Köder hängen.«

Auf gefühlten 98% des Buches beschreibt Kissler sehr anschaulich, sehr detailliert und sehr sehr ausgiebig die medialen Tiefflüge. Ich habe (leider oder glücklicherweise?) bisher keine der von Kissler ausführlich vorgestellten Sendungen gesehen, kann also über den Inhalt der Darlegungen wenig sagen. Er legt dar, wie das Fernsehen die Themen Familie, Nacktheit, Schönheit, Dummheit, Kitsch medial erfolgreich aufbereitet. Vereinfacht ausgedrückt: »Zank und nackte Haut sind ein unschlagbares Doppel.« Auch der relative Erfolg der dritten Programme verdient Beachtung: »der MDR triumphiert. Der tiefere Grund hierfür liegt, wie bei aller Massenkompatibilität, in einem feinen Gespür für die Geschmäcker der Menge.« Die Dritten pendeln folglich zwischen Bildungsauftrag und Massengeschmack bei 13% Marktanteil.

Journalistisch tiefgründiger sind Kisslers Ausführungen zur zunehmend distanz- und taktlosen Berichterstattung nach dem Amoklauf von Winnenden und der 'Inthronisierung' Barack Obamas. Eine Kernaussage des Autors ist: »ganz offenbar unterscheiden sich die Ziele und die Methoden der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung kaum mehr von jenen der angeblich weniger seriösen privaten Konkurrenz. Man will schockieren, indem man das Leid der anderen grell ausmalt.«
Abschließend beschreibt Kissler die Auswüchse der Koch-, Gerichts- und Casting-Shows.

Das alles ist nicht wirklich neu und schon gar nicht spannend. Das Buch mündet im letzten Kapitel in einen wirren Alptraum, in dem der Autor die beschriebenen Sendungen verquickt oder verwurstet und dann zum Schluss kommt, dass man doch erstens weniger fern sehen solle und zweitens das ZDF abgeschafft gehört.

Die von Kissler gewählten Beispiele sind zwar zahlreich, aber selektiv. Wie ist der angeblichen Verdummungsmaschinerie Fernsehen Einhalt zu gebieten? Oder wenigstens ein Richtungswechsel vorzugeben? Warum finden Arte oder 3Sat keine Erwähnung? Welche Mechanismen laufen gerade bei den von der Werbeindustrie unterstützten Fernsehformaten, den »Produkten der Medienmaschine«, ab? Und warum sind vorgeblich alle Sender so gehetzt auf der Quotenjagd? Darüber erfahren wir nichts in diesem Buch.

Was unterscheidet Kisslers Werk also von den vom ihm gescholtenen oder angeprangerten Sendungen? Er ist plakativ, erhebt sich über die niveaulosen Darbietungen und ist damit kaum einen Deut besser; erstaunlich wenig differenziert - und originell schon gar nicht. Der Blick hinter die Kulissen der Scheinwelten ist zwar erhellend, aber teilweise auch pauschal oder sogar voyeuristisch. Ist sie auch wahr? Der WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn meinte: "Wir machen ... die Erfahrung, dass das Banale den Leuten immer weniger gefällt." (Spiegel 4/2010). Verändern sich also die Sehgewohnheiten oder die Wünsche der 'Masse', ohne dass Kissler es bemerkte?

In einem Punkt hat Kissler eindeutig Recht. Weniger ist oftmals mehr. Das gilt für jeglichen Medienkonsum. Egal, ob Fernsehen, Internet oder - das geschriebene Wort.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Schon in seinem letzten Buch "Der aufgeklärte Gott" hat sich Alexander Kissler als ein Autor erwiesen, der einem interessierten Publikum eine schwierige und umstrittene Materie nahe bringen kann. Leider ist dieses Buch im Diskurs um die Rückkehr der Religion wenig beachtet worden. Vielleicht auch deshalb, weil es so differenziert argumentiert hat.

In seinem neuen Buch hat sich Kissler mit dem Fernsehen der Gegenwart auseinandergesetzt.
"Schauen Sie weg, schalten Sie aus, werden Sie frei", schlägt er nach einer profunden Analyse der deutschen Fernsehkultur am Ende des Buches vor.
Er beschreibt die Geschichte und den Siegeszug des Fernsehens und kommt, die Gegenwart betrachtend, zu dem nüchternen Schluss:
"Wer das Fernsehen also wahr nimmt, wie es wahrgenommen werden will, der kriecht ihm auf den Leim; der lässt es zu, dass das Fernsehen den Rahmen setzt für das, was normal oder real sein soll; der gibt, weil die Freude am Schauen zum Glauben an das Geschaute führt, sein Recht auf Selbstbestimmung schleichend aus der Hand. Wer den vom Fernsehen rund um die Uhr hinausposaunten Katalog der Werte und Haltungen akzeptiert, der lässt sich verblöden. Er tritt die Gabe der Unterscheidung an das Fernsehen ab."

Da sich auch die öffentlich-rechtlichen Sender nur noch wenig von den Privaten unterscheiden, auch sie auf "höchstem Erregungsniveau" senden, gibt es kein Refugium mehr für aufklärerische Berichterstattung.

Derjenige, der sich schon lange dem Fernsehen bis vielleicht auf die Fußballübertragungen verweigert, fühlt sich durch die oft langatmigen Beschreibungen der einzelnen Sendungen und sine Quintessenz bestätigt. Ob das Buch allerdings die klassischen Konsumenten, die stundenlang vor der Glotze sitzen, erreicht, mag bezweifelt werden.
Quod erat demonstrandum: kritischer Journalismus war noch nie massengängig.
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Unerträglich
Ich gebe zu, ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Ich konnte es nicht. Zu Anfang war ich wirklich gespannt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Fjunchclick veröffentlicht
es geht so
Ich hatte mir von diesem Buch etwas anderes erwartet, finde es aber eine gelungene Unterhaltung. Allerdings würde ich es mir kein zweites Mal kaufen, da es seinen Preis... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von bambisbestfriend veröffentlicht
Beleidigung des kritischen Geistes? Zeitverschwendung? Oder beides?
In zehn inhaltlichen Kapiteln und einem Abschlusskapitel führt Alexander Kissler die Abgründe der Fernsehunterhaltung vor und beklagt - durchaus zu Recht - deren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2010 von Sophrosynos
Fleischbeschau der Dummheit
Bei diesem Buch kann sich der gemeine "Bildungsbürger" im eigenen Fett der Selbstherrlichkeit suhlen "die da unten" und die "wir hier oben" werden in diesem Buch wunderbar und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 von S. Wiese
Ordnung, Übersichtlichkeit und Zufallslosigkeit - Die Angelhaken...
Eine Expedition in die Untiefen deutscher Fernsehkultur

Fernsehen ist mittlerweile die unangefochten wichtigste Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2009 von Heike Geilen
Empfehlenswert
Der Autor übt berechtigte Kritik und liefert Argumente für die Abschaffung des Fernsehers in den eigenen vier Wänden. Ein wichtiges Buch!
Veröffentlicht am 26. Juli 2009 von Sylvester4
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