Kurzbeschreibung
Was bringt das neue Jahrbuch? Lesen Sie zur Einstimmung, im Leitartikel von Joachim Seyferth alles über "Hartmut Mehdorn - Bahnbrecher unter Zugzwang". Im Beitrag zur Eisenbahngeschichte beschreibt Alfred Gottwaldt in "Der 'Vater des Amtlichen Kursbuchs' - Erinnerung an den Reichsbahndirektor Alfred Baumgarten" das Lebenswerk eines Mannes, dem wir unter anderem die "Reichsbahnschrift" verdanken. (Vgl. die Leseprobe.) Gehen Sie mit Rainer Loose "Auf Reisen mit Mördern und Saboteuren". Er betrachtet den Kriminalroman in der DDR aus der Sicht des Eisenbahnfreundes. Wenn Sie gar selbst unter die Autoren gehen wollen, dann hat Jens Freese mit "Ein Autor sucht einen Verlag" sicher den einen oder anderen Tip für Sie parat. Kurzum: Lesefutter pur!"Hitler, Dorpmüller und Baumgarten. Das 'Amtliche Kursbuch' war kaum geboren, da wurde sein geistiger Vater schon bedroht. Am 30. Januar 1933 war Hitler zum Reichskanzler ernannt worden. Dessen antisemitische Politik führte zum "Berufsbeamtengesetz" vom 7. April 1933, das die Entlassung von Sozialdemokraten und Juden auch bei der Reichsbahn-Gesellschaft legalisierte. Davon waren formell die altgedienten Beamten aus Kaisers Zeiten und die "Frontkämpfer" des Ersten Weltkriegs ausgenommen. Baumgarten war zwar bereits seit 1901 bei der Eisenbahn tätig, doch es nützte ihm nicht viel. Alte Kollegen denunzierten die Juden bei der Reichsbahn aus Gier auf deren Posten, und Dorpmüller selbst fürchtete bis zum Sommer 1933 um seine Stellung an der Spitze der Reichsbahn. Politische Rücksichten bewogen ihn dazu, Alfred Baumgarten und eine Reihe weiterer Kollegen aus der Hauptverwaltung zu 'entfernen'. Baumgarten war damals 58 Jahre alt - und Jude."
(Aus dem Beitrag von Alfred Gottwaldt: Der "Vater des Amtlichen Kursbuchs" - Erinnerung an den Reichsbahndirektor Alfred Baumgarten.)
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"Hitler, Dorpmüller und Baumgarten. Das 'Amtliche Kursbuch' war kaum geboren, da wurde sein geistiger Vater schon bedroht. Am 30. Januar 1933 war Hitler zum Reichskanzler ernannt worden. Dessen antisemitische Politik führte zum "Berufsbeamtengesetz" vom 7. April 1933, das die Entlassung von Sozialdemokraten und Juden auch bei der Reichsbahn-Gesellschaft legalisierte. Davon waren formell die altgedienten Beamten aus Kaisers Zeiten und die "Frontkämpfer" des Ersten Weltkriegs ausgenommen. Baumgarten war zwar bereits seit 1901 bei der Eisenbahn tätig, doch es nützte ihm nicht viel. Alte Kollegen denunzierten die Juden bei der Reichsbahn aus Gier auf deren Posten, und Dorpmüller selbst fürchtete bis zum Sommer 1933 um seine Stellung an der Spitze der Reichsbahn. Politische Rücksichten bewogen ihn dazu, Alfred Baumgarten und eine Reihe weiterer Kollegen aus der Hauptverwaltung zu 'entfernen'. Baumgarten war damals 58 Jahre alt - und Jude."
(Aus dem Beitrag von Alfred Gottwaldt: Der "Vater des Amtlichen Kursbuchs" - Erinnerung an den Reichsbahndirektor Alfred Baumgarten.)