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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie eine köstliche Praline,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Duft von Schokolade: Roman (Taschenbuch)
Im Frühjahr 1881 hat August Liebeskind gerade seinen Dienst beim österreichisch-ungarischen Militär quittiert und genießt die neu gewonnene Freiheit in einem Kaffeehaus, als eine Frau eintritt, die er zuvor bereits auf der Straße mit ihrem Hochrad beobachten konnte. Elena Palffy heißt sie, betont, keine Wienerin zu sein, und fasziniert den jungen Mann sehr.August verfügt über eine besondere Begabung, er nimmt Gerüche sehr deutlich wahr, riecht sämtliche Nuancen eines Duftes und kann damit manchmal sogar tief in die Seelen anderer Menschen blicken, in ihre Sehnsüchte und Träume. Und so ist es auch vor allem Elenas Duft, der ihn so für sie einnimmt. Schon bald beginnt er, ganz besondere Leckereien für Elena zu kreieren, die Schokolade über alles liebt, zunächst nur durch eigenwillige Kombinationen gekaufter Pralinen mit außergewöhnlichem, duftendem Verpackungsmaterial wie Gräsern, Heu und Blumen, später, als er begonnen hat, in der Schokoladenfabrik seines Onkels zu arbeiten, auch durch eigene Herstellung. Es ist eine sehr glückliche Zeit für ihn, doch gleichzeitig muss er häufig auf schmerzhafte Weise feststellen, dass Elena sich nicht fassen lässt, sich ihm immer wieder entzieht und einen unentrinnbaren Schatten aus der Vergangenheit mit sich herumträgt. Dieses Buch erzählt zum einen die Geschichte einer leidenschaftlichen, aber auch schwierige Liebe auf romantische, aber unkitschige Weise. Das Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts erwacht zum Leben mit all seinen Stimmungen und Gerüchen, die Sprache ist immer wieder ein wenig österreichisch gefärbt. August, der die schöne, spröde Elena mit jeder Faser seines Herzens liebt, ist ein nachdenklicher Mensch, der immer wieder mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat und ein sympathischer Hauptdarsteller. Aber der Roman ist mehr als nur Lovestory durch die eindringliche Schilderung von Augusts Wahrnehmungen, man glaubt häufig selbst die Gewürze zu riechen oder den Duft einer köstlichen, liebevoll geschaffenen Praline. Es ist auch keine lockerleichte Romanze, sondern überrascht mehrfach mit unvorhergesehenen Wendungen und Einblicken in menschliche Abgründe. Man könnte das Buch mit einer guten, außergewöhnlichen Schokolade vergleichen mit komplexen Aromen, feinen Nuancen in Duft und Geschmack und einer angenehmen, zartbitteren Süße. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wahrer Genuß,
Von Löwe (Fürth) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Duft von Schokolade (Gebundene Ausgabe)
Himmlisch leichte und doch sinnlich berührende Lektüre. Ein Genuß von der ersten bis zur letzten Seite. Der Leser verspürt Lust auf feine, ausgewählte Schokolade umhüllt von den verschiedensten Düften. Gleichzeitig aber auch die Freude daran, Seite für Seite weiterzulesen. Romantisch, leidenschaftlich und sinnlich. Ein Buch für Genießer, die es sich einfach mal gut gehen lassen wollen. Und der "Duft von Schokolade" hält eine schöne Zeit lang an...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Emotionale Hochspannung untermalt mit grandiosen, historischen Bildern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Duft von Schokolade: Roman (Taschenbuch)
Zitat:" "Hör zu", sagte sie leise, "man gehört sich nicht, nur weil man sich liebt. Nimm die Tage, wie sie sind, August" Er zog sie an sich, vielleicht, weil er nicht sagen konnte, was er eigentlich sagen wollte. Es kam ihm auf einmal alles sehr groß und zugleich lächerlich vor. Was hatte er denn erwartet? Er atmete den Duft ein, der sich in ihren Haaren wie ein schönes Gespinst hielt. Dann nahm er sich zusammen. Es war, wie wenn man sich innerlich wieder anzog, eine Uniform über seine Seele zog. War das nicht genau das, was sie von ihm erwartete? " S. 123Inhalt: Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Leutnant August Liebeskind hat ausgedient und beginnt in der Schokoladenfabrik seines Onkels seine Laufbahn als Einkäufer. Schon seit seiner Kindheit hat er ein besonderes Gespür für die Gerüche und Düfte um ihn herum und mit seiner sensiblen Nase hat er schon so manches Unglück vorausahnen können. Dann tritt Elena Palffy in sein Leben. Eine bereits verheiratete Dame, die mit Eleganz und Kühnheit zu verführen vermag. Beide wollten es nicht und doch hüllt sie der zarte Duft von Liebe ein, während sich Wien in sensationslüstigen Gerüchen und brennenden Ereignissen verliert. Meine Meinung: "Der Duft von Schokolade"ist eine exquisite Geschichte, die mich total aus den Socken haute. Von Anfang hat schafft der Autor eine sensible Atmosphäre und hochfeine Spannung. Wie die beschriebenen Pralinen und Konfekte aus der Geschichte, besitzt auch dieser Roman unterschiedliche Geschmäcker und farbenfrohe Facetten. So geschieht beispielsweise nichts so, wie ich es erwartete. Der Roman nimmt viele unbekannte Wendungen und doch erscheint nichts unlogisch oder unbedacht. Es ist gerade so, als hätte Ewald Arenz die Geschichte zwischen August und Elena genauso gestrickt, wie sie hatte kommen müssen. Der Schreibstil setzt keine besonderen Akzente oder beeinflusst in bestimmte Richtung, er läuft einfach so vor sich hin und erzählt eine Geschichte, wie es sie wirklich geben könnte. Hier findet keine unterbewusste Manipulation statt, sondern eine Erzählung über eine besondere Liebe, die zwischen der Wirklichkeit und der beinahe schon flüchtigen Welt der Gerüche steht. Die beschriebenen Charaktere in diesem Roman haben mich von Anfang an berührt. Sie schienen zu atmen, zu leben, zu sprechen und Schokoladen zu kreieren. Ich bin zu hundert Prozent von Ewald Arenzs Roman bezaubert und gefangen genommen. August Liebeskind ist beinahe schon ein olfaktorisches Genie. Ähnlich wie Grenouille, der Zeck, aus "Das Parfum". Doch im Gegensatz zu Grenouille, der vollkommen anders, als die Menschen ist und an dem Versuch sie zu verstehen scheitert, verwendet August seine Fertigkeiten, um süße Sünden zu schaffen, die die tiefsten Sehnsüchte in den Menschen hervorrufen, von denen sie nicht einmal wussten, dass sie diese besitzen. Mir hat gefallen, wie der Autor die Beziehungen zwischen den Personen gestaltet hat. So ergaben sich beinahe unverfängliche Verwicklungen, die noch ein übles Nachspiel mit sich ziehen sollten. So taucht eine sehr wichtige Person, namens Louise auf, die ich ebenfalls sofort in mein Herz einschließen musste und die zu neuen Entwicklungen und vielen Spannungen beiträgt. Mein Fazit: "Der Duft von Schokolade" zieht sich wie ein herrliches Aroma in die Nase, um sich dort festzusetzen, einzuziehen und dort seinen vollen Geruch zu entfalten. Er bleibt dort haften und teilt seine Freude, wie auch seine Trauer mit dir. Dieser Geruch oder auch Duft hängt dir noch lange nach und du kannst ihn nicht vergessen. Nach einiger Zeit hast du den Geruch noch immer in der Nase, erinnerst dich aber nicht mehr daran, woher er kommt. Und so sehr du auch danach suchst, du findest den Ursprung nicht. Wenn du dann irgendwann mal in dein Bücherregal schaust und "Der Duft von Schokolade" siehst, trifft dich ein Blitzschlag und du weißt, warum dieser Geruch da ist. Er steht für dieses Buch, was so einmalig, wie unvergesslich und schön ist. Nicht zu beschreiben und ohne Worte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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