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100 Jahre Universal Pictures
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oscar-prämierte One-Man-Show,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (DVD)
Sie sind wie Feuer und Wasser: Der verbitterte, blinde Ex-Army-Colonel Frank Slade und der introvertierte College-Student Charlie Simms. Als sie sich das erste Mal begegnen, ahnt Charlie nicht, dass in den kommenden Tagen sein (Gefühls-)Leben völlig auf den Kopf gestellt werden wird. Denn eigentlich sollte Charlie nur über Thanksgiving auf Slade aufpassen. Doch er hat nicht mit der Reiselust des Blinden gerechnet. Ein Wochenende in New York steht auf den Programm - mit dem Höhepunkt Suizid. Slade hat es satt, seiner Nichte wie ein Klotz am Bein zu hängen und will sich mit seiner ehemaligen Dienstwaffe im "Big Apple" erschießen. Doch dank Chauffeur Manny, der reizenden Donna (mit der Slade einen hinreißenden Tango aufs Parkett legt) und nicht zuletzt dem aus sich hinausgehenden und auf seine Gefühle hörenden Charlie kann Slade von seinen Plänen abgebracht werden. Er revanchiert sich, indem er für Charlie und seine bedingungslose Loyalität vor dem Schulausschuss ein flammendes Plädoyer hält.Für mich war und ist dieser Film einer der schönsten Filme, den das amerikanische Kino je herausgebracht hat. Im Zentrum des Films steht Al Pacino, der für die überzeugende und nuancierte Darstellung des verbitterten Misanthropen den Golden Globe und den Oscar erhalten hat. Er stellt den Ex-Colonel nicht nur dar, nein, er lebt ihn förmlich. Monatelang hat er sich darauf vorbereitet, er arbeitete auch mit Blindenorganisationen zusammen, um das richtige Verhalten ohne Sehkraft zu erlernen. Und schon alleine die Tangoszene mit Gabrielle Anwar macht den Film sehenswert. Nicht zu unterschätzen ist aber der Darsteller des Charlie Simms, Hollywoods "letzter Pfadfinder" Chris O'Donnell. Wer glaubt, dass er hier nur als Stichwortgeber für Superstar Pacino fungieren darf, täuscht sich gewaltig. Besonders die Szene, in der er unter Einsatz von Tränen und seines eigenen Lebens Slade vom Suizid abhalten kann, zeigt, wie viel Potenzial in ihm steckt. Zu Recht wurde diese Leistung (für mich die beste in seiner Karriere) mit einer Golden-Globe-Nominierung und dem Chicago Critics Award für den besten Nachwuchsdarsteller honoriert. Mein Resümée: Zwei hochkarätige Darsteller in einem wunderbaren Film, der zu Herzen geht. Dafür gibt es fünf Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung, auch wenn die DVD an Extras zu wünschen lässt. KAUFEN!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Definitiv einer der besten Filme dr 90er, wenn nicht der gesamten Filmgeschichte!,
Von Gaerry04 "G.aerry" (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (Oscar-Edition) (DVD)
Ich glaube, dass gerade dieser Film für den durchschnittlichen Cineasten wohl eher ein langweiliger Schinken ist:Al Pacino spielt weder das Oberhaupt einer internationalen kriminellen Vereinigung, noch den durchgeknallten kubanischen Einwanderer, der sich ein milliardenschweres Drogenmonopol in Miami aufbaut. Vielmehr handelt der Film von einem beinahe senilen Eigenbrötler, der noch dazu blind ist. Als ob das nicht schon genug wäre, besteht die Handlung im Großen und Ganzen fast ausschließlich aus Dialogen, bietet beinahe gar keine Wendungen und dauert geschlagene zweieinhalb Stunden. Wie gesagt - für den durchschnittlichen Cineasten. Vielleicht! Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesem Film um eines der besten Machwerke, die in den 90er Jahren überhaupt auf den Leinwänden der Kinosäle dieser Welt lief. Nicht nur dass Pacinos Inszenierung eines Kriegsveteranen mehr als nur gelungen ist, - man bekommt vielerlei Aspekte geschildert, von denen jeder einzelne für sich allein betrachtet, einen Großteil des Menschseins ausmacht. Man bekommt geschildert, dass man sich erst selbst aufgibt, nachdem alle anderen einen schon längst abgeschrieben haben. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit der Tatsache skizziert, wie wichtig es für Menschen ist, dass man an sie glaubt. Der gleiche Ansatz wird auch von dem Film Monsieur Ibrahim und die Blumen des Korans aufgenommen - jedoch kaum annähernd derart künstlerisch auf die Leinwand gebracht. Der Duft der Frauen hingegen ist an sich schon so etwas wie die Metapher der Menschlichkeit. Der Mensch ist schließlich keine Insel und über kurz oder lang geht er an der Einsamkeit zugrunde. Wirklich ein großartiger Film. Fazit: -------------------- Der Duft der Frauen ist kein actiongeladener Film, der den Zuschauer in jeder Minute vom Hocker reißt. Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Film, der die Geschichte zweier Protagonisten, die sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der enormen zeitlichen Dimension dieses Streifens, entstehen nie Längen und es kommt nie Langeweile auf. Es ist schade, dass man solche Streifen dem heutigen Publikum nicht mehr zutraut. Da dreht man doch lieber die x-te Fortsetzung von Fast and the Furious oder Fluch der Karibik - Popkornkino ohne Anspruch, oder besser gesagt - ein Leerlauf für den Verstand. Der Duft der Frauen hingegen ist Balsam für die Augen und vielleicht auch für die Seele. Ein Pflichtfilm der in keiner Sammlung fehlen sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Huah!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Frauen (Oscar-Edition) (DVD)
Was kann mich dazu bringen einen Film zu lieben, in dem es um einen Mann geht, der sich wie ein absolutes Arsc*lo*h verhält, eine tiefe Verehrung dem Militär gegenüber hegt und seinen Lieutenant Colonel Rang verehrt wie einen alten Adelstitel? Ein Mann, der als die beiden wichtigsten Dinge im Leben angibt: "Erstens: Eine Pussi. Dann kommt lange nicht mehr. Und Zweitens: Einen Ferrari."? Ein Mann, der durch ein enttäuschtes Leben, Alkoholismus und die vollständige Erblindung, ein zynischer, misanthropischer, sexistischer und verbal gewalttätiger Selbstmordkandidat geworden ist?Ganz einfach: Weil er durch Al Pacino verkörpert wird! Aber das ist natürlich nicht alles. Der Film ist gar nicht so menschenverachtend, wie man dies nach dieser Einleitung meinen könnte und auch unser Colonel Leutnant ist es nicht. Eigentlich ist es ein Film über die Moral des Lebens. Der Colonel hat seine verloren und der zweite Protagonist, der junge Schüler Charlie, steht gerade am Scheideweg eines Gewissenskonfliktes, der, egal wie er sich entscheidet, entweder auch seine Moral ankratzt, oder harte existenzielle Konsequenzen für sein Leben mit sich bringt. Aber so beginnt die Story: Der alternde, designierte Lieutenant Colonel Frank Slade, ist durch seine Erblindung am Thanksgiving Wochenende auf einen Aufpasser angewiesen. Der junge, aus ärmlichen Verhältnissen stammende, talentierte Charlie Simms, besucht mithilfe eines Stipendiums, die renommierte Baird-School in Vermont. Er gerät durch eine bösen Streich am Rektor der Schule, in eine Gewissens- und Loyalitätskonflikt und wird vom Rektor unter starken Druck gesetzt, die Täter bloßzustellen. Über Thanksgiving hat er Bedenkzeit, dann wartet das Schultribunal auf ihn. Aus Geldmangel hat er einen Job an Land gezogen: Den Aufpasserjob bei Colonel Slade. Auch als er erkennt, dass der ein feindselig-aggressives Verhalten an den Tag legt, kann er auf das Geld nicht verzichten. Er lässt sich sogar gegen seine Willen nach New York City schleppen, wo Slade angeblich eine Vergnügungstour machen will. Bald erkennt Charlie was er wirklich vorhat: Eine Suite in einem Luxushotel, ein exquisites Abendessen, seinen großen Bruder besuchen, mit einer Frau schlafen, einen Ferrari fahren - und als Höhepunkt will Colonel Slade sich in voller Paradeuniform das Hirn rauspusten. Schon wieder sitzt Charlie in der Gewissensklemme. Er begleitet den ständig betrunkenen, blinden Colonel, widerwillig, aber doch auch mit wachsendem Respekt, auf dessen letzter ungebärdigen Zelebrierung seines Lebens, bis zum bitteren Ende. "Ich bin schlecht. Nein, ich bin nicht schlecht. Ich bin scheußlich." konstatiert Col. Slade. (Keine Angst, ich habe nicht alles verraten, der Film geht noch weiter...:-)) Es hat mir wiederholt unendlich viel Spaß gemacht, diese beiden Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, auf ihren verrückten, melancholischen und lehrreichen Trip durch New York zu begleiten. Man muss bei allem Lob über Pacino, der den Film fast allein bestreitet, auch Chris O'Donnell erwähnen, der den unschuldigen und schüchternen Jungen so zurückgenommen spielt, wie dieser Charlie eben auch sein soll. Auch Charlie verliert auf diesem Trip ein wenig von seiner Unschuld und lernt eine Menge über das Leben - und über die Frauen. Fazit: Martin Brest gelingt hier mit dieser Literaturverfilmung ein Meisterstück und eine Parabel über das Menschsein. Eine One Man Show mit einem furiosen und hypergenialen Al Pacino, in einem durch und durch amerikanischen Film, dessen Ende ein wenig pathetisch geraten ist, aber sei`s doppelt und dreifach verziehen! :-))) Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich Slades Darsteller tatsächlich für einen Blinden gehalten. Für diese Rolle erhielt Al Pacino seinen ersten und einzigen Oscar nach 8 Nominierungen! War wohl etwas überfällig. Seit "Der Pate I" war der Oscar eigentlich Pflicht.... aber da sieht man halt mal wieder, dass diese Verleihung, nett gesagt, nicht ganz ernst zunehmen ist. :0) Regie : Martin Brest Ltn. Col.Frank Slade : Al Pacino Charlie Simms : Chris O'Donnell Rektor Mr. Trask : James Rebhorn Zur DVD: Entspricht der Universal DVD von 2004 Englischer Originalton vorhanden, deutsche Uts auch. Ich empfehle natürlich den Originalton, da Pacinos Stimme gigantisch ist! Laufzeit 150 Min Bildformat: 1,85:1 Bild- und Tonqualität könnten etwas besser sein! US-Kinotrailer Produktionsnotizen und unbewegte Filmographien von Besetzung und Regisseur. Also nix besonderes.... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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