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Regisseur Jean-Jacques Annaud fängt diesen Wahnsinn mit nachdrücklicher Authentizität ein und schafft damit den massiven Hintergrund, vor dem sich ein weitaus persönlicherer Kampf zwischen den Ruinen der Stadt abspielt. Aus dieser authentischen Grundlage heraus verlagert sich die Geschichte zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem zu heldenhaftem Ruhm erhobenen russischen Schafhirten und einem deutschen Scharfschützen, dessen Fertigkeit in ihrer tödlichen Präzision ihresgleichen sucht. Vassily Zaitzev (Jude Law) knallt die Deutschen Kugel für Kugel einzeln ab, und der deutsche Major König (Ed Harris) wurde beauftragt, Vassily auszuschalten, um dem Führer weitere Peinlichkeiten zu ersparen.
Auch im Krieg gibt es Liebe, und Vassily liiert sich mit einer Soldatin (Rachel Weisz), die jedoch auch von Danilov (Joseph Fiennes) geliebt wird, dem sowjetischen Offizier, der den Ruhm seines Freundes Vassily als Russlands dringend benötigter Held fördert. Diese romantische Rivalität ist für die eigentliche Handlung nur von peripherer Bedeutung -- nicht genug, um Duell - Enemy at the Gates zu einem klassischen Kriegsfilm zu erheben. Statt dessen ist es ein straffer, gut gemachter spannender Thriller, eingebettet in einer monumentalen Schlacht. Und obwohl es Annaud und Koautor Alain Godard nicht gelingt, die parallelen Handlungen dauerhaft miteinander zu verknüpfen, ist Duell - Enemy at the Gates dennoch eine beeindruckende Produktion.
In höchstem Maße konventionell, jedoch intelligent und mit überragender Kunstfertigkeit gehandhabt, wird hier der Krieg als strategische Unterhaltung präsentiert, ohne ihn jedoch als von Menschenhand geschaffene Hölle zu kompromittieren. --Jeff Shannon
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr guter Kriegsfilm auf guter DVD,
Rezension bezieht sich auf: Duell - Enemy at the Gates [Deluxe Edition] (DVD)
Duell - Enemy at the Gates ist ein sehr gut gemachter Kriegsfilm. Das Duell der beiden Scharfschützen Jude Law und Ed Harris während der Schlacht um Stalingrad bietet durchgehend spannende Unterhaltung, wenn man es mit geschichtlichen Fakten und der Logik nicht allzu genau nimmt (aber der Film soll ja keine Doku sein). Auch die Nebenrollen sind mit Rachel Weisz, Joseph Fiennes und Bob Hoskins hervorragend besetzt. Und obwohl Heldenverehrung und Propaganda eine große Rolle spielen, wird es zum Glück nie kriegsverherrlichend. Technisch ist das Ganze einwandfrei gemacht.Die DVD ist dem großartigen Film angemessen, sie bietet sauberes Bild, guten Ton (sogar in dts 5.1, allerdings nur auf Deutsch - Englisch liegt aber in Dolby Digital 5.1 vor), die Menüs sind einfach zu bedienen. An Extras finden sich ein Making-Of, viele entfallene Szenen und ein paar Texte zum Dreh sowie Interviews. Keine umwerfenden Extras, aber doch mindestens gehobener Standard. Wer Kriegsfilme mit viel Action und Spannung und guten Darstellern mag, kann hier unbesorgt zugreifen. Allerdings sollte man hier keinen Antikriegsfilm erwarten, denn diesen Anspruch erhebt Enemy at the Gates zu Recht nicht. Für diese recht gute DVD-Ausgabe erhält der Film knapp 5 Sterne von mir, man kann ihn sich immer wieder anschauen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
51 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungenes Werk!,
Von Jörg Reineke (Herzebrock - Clarholz, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Duell - Enemy at the Gates [Deluxe Edition] (DVD)
Duell-Enemy at the Gates ist im Gegensatz zum Soldaten James Ryan um einiges besser, da hier der typische Hurra Patriotismus der Amerikaner fehlt.Dieses liegt natürlich auch daran, daß hier die Amerikaner nicht von der Partie sind.Welches sicher auch ein Grund für den "Misserfolg" in den Kinos war, da hier ja kein amerikanischer Regisseur am Werke war.Meiner Meinung nach zählt dieser Film neben Das Boot,Der Schmale Grat und Stalingrad zu den besseren Filmen über den 2.Weltkrieg. Die oftmals geäußerten Kritiken hinsichtlich des Tiefgangs des Films treffen insofern nicht zu, da der Film von Anfang an als Kampf zwischen 2 Soldaten die die jeweilige Seite der am Krieg beteiligten Parteien repräsentieren, ausgelegt war. Der Krieg dient als Hintergrund dieses Kampfes, so wie es der Regisseur auch selbst immer gesagt hat. Der Film lässt vielleicht nicht einen ganz so tiefen Eindruck wie z.b Stalingrad oder das Boot, aber die gezeigten Schlachtzenen sind hervorragend gemacht, was natürlich auch an der fortschreitenden technischen Entwicklung liegt. Der Kampf zwischen beiden Soldaten und der aufeinanderprallenden Systeme ist gut dargestellt.Wobei die Wahl der beiden Hauptdarsteller mit Ed Harris und Jude Law eine gute Wahl war. Vor allem Ed Harris spielt seine Rolle überzeugend gut, man nimmt ihm seinen Part ab. Fazit: Alles in allem ein gelungener Kriegsfilm. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kein Antikriegsfilm, trotzdem sehenswert!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Duell - Enemy at the Gates [Deluxe Edition] (DVD)
Hitlers Sturmtruppen stehen vor Stalingrad, der Stadt, in der der 2. Weltkrieg seine Wendung nehmen sollte. Doch 1942 ist dies noch ungeschriebene Geschichte- die rote Armee versucht verzweifelt, dem braunen Ansturm standzuhalten. Versorgungslücken überall führen dazu, dass nur jeder zweite Soldat ein Gewehr bekommt- bei der Überlebenswahrscheinlichkeit wird jedem Zweiten lediglich ein Magazin in die Hand gedrückt und dieser dem Gewehrträger angehängt- er kann sich das Gewehr nehmen, wenn dessen Träger fällt. Dann wird zum Sturm geblasen, gegen die feindlichen Maschinengewehre, die Verluste sind verheerend, der Ansturm ein Todesurteil für die Angreifer. Und noch schlimmer: Wer einmal nach vorn stürmt kann nicht zurück, er wird als Deserteur von den eigenen Maschinengewehren niedergemetzelt, sollte er den Rückzug antreten. Die Situation ist hoffnungslos, die Moral am Boden. Aber aus der Hitze der Gefechte wird ein Held geboren, der den Soldaten Hoffnung geben soll. Ein Scharfschütze, der es auf deutsche Offiziere abgesehen hat und damit für beträchtlichen Schaden in den feindlichen Reihen sorgt: Vassili Saizev (Jude Law). Die deutsche Führung kommt mit den Beförderungen nicht mit- im Handlungszwang entsenden sie Major König (Ed Harris), dessen Auftrag nur darin besteht, Saizev endlich das tödliche Präzisionshandwerk zu legen. Im völlig zerstörten Stalingrad entbrennt ein Duell, in dem nur der siegt, der als Erster den Feind erspäht und den Abzug drückt... Zum Film: Auch wenn ich dem Film nicht das Attribut Antikriegsfilm geben kann, ist er durchweg sehr spannend und streckenweise brutal bewegend. Das ist zum Einen begründet in der hervorragend gestrickten Story, die recht schnell aber doch flüssig das Berichten über den Verlauf der Schlacht um Stalingrad ablenkt hin zu dem eigentlichen Thema des Filmes, dem Duell der beiden Scharfschützen Saizev und König. Es wird dabei eingängig auf die Person Saizev eingegangen und damit auch das Leben in dieser vom Krieg gebeutelten Stadt eindringlich darstellt. Zu Major König wird bewusst wenig gesagt- er ist der Feind, sein Auftrag ist Programm, seine Vorgehensweise gerissen, unberechenbar und konsequent, mit seinem nächsten Schritt baut sich die Spannung auf. Was mir persönlich auch sehr gut gefiel waren die Kulissen, in denen sich die Story bewegt, damit verbunden auch die Kamera, die den ein oder anderen ungewohnten Blickwinkel einfängt. Zum Anderen lebt der Film auch aus der hervorragenden Besetzung: Jude Law („Gattaca") und Ed Harris („The Abyss") treten gewohnt souverän auf, aber auch Joseph Flemmes („Elizabeth") und Rachel Weisz („Die Mumie I+II") sollten hier genannt werden. Zur DVD: Dargeboten wird der Hauptfilm im anamorphen Widescreen- Format (2,35:1), das Bild ist sehr ausgewogen und zeigt guten Kontrast. Die Vertonung ist recht gut gelungen- besonders die Eingangsszene geht dabei mächtig ans Eingemachte, aber auch im fortgeschrittenen Film wird eine gute dreidimensionale Abbildung geschaffen, Explosionen wirken klanglich realistisch und genau so präzise wie der dagegen leise Auswurf einer einzelnen Patronenhülse aus dem Lauf eines Gewehres. Mein Fazit: Durchaus spannend und sehenswert ist dieser Film doch kein Antikriegsfilm, die sehr stimmige Umsetzung, die gute Story, die hervorragenden Schauspieler und der bis zum Finale anhaltende Spannungsaufbau konnten mich aber überzeugen: Vier Sterne hat der Film verdient. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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