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Rezensent: Christoph Pöppe -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend,
Von Ekkehard Schulz (Köln, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Omnisophie. Über richtige, wahre und natürliche Menschen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite, Aus griechischen Philosopen wie Plato, Aristoteles, Aristid, Mathematik neuronaler Netze, Erfahrung aus Lehre und Wirtschaft und wahrer Menschenkenntnis webt Prof Dueck ein dichtes Modell der verschiedenen Menschentypen, ihrer Strategien, das an Einsicht und Klarheit nicht zu überbieten ist. Seine Beispiele sind einprägsam,lebensnah und auf den Punkt formuliert. Man lernt sich und andere besser verstehen und sieht den Sinn seines Lebens nachher in einem anderen Licht. Ein wahres Buch nicht nur für wahre Menschen
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vorsicht: Bewußtseinsverändernde Lektüre,
Rezension bezieht sich auf: Omnisophie. Über richtige, wahre und natürliche Menschen (Gebundene Ausgabe)
In Douglas Adams subversiv-philosophischem Science-Fiction-Epos "Per Anhalter durch die Galaxis" ist die Erde ein riesiger Computer zur Ermittlung der Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und allem anderen. Kurz bevor das Ergebnis der ungeheuer langwierigen Berechnung jemandem mitgeteilt werden kann, wird die Erde von ignoranten Vogonen gesprengt. Wäre das nicht nur ein überdrehtes Science-Fiction-Szenario, dürften wir langsam beginnen uns zu fürchten. Denn für mein Gefühl kommt der Mathematiker und hauptberufliche IBM-Querdenker Gunter Dueck in "Omnisophie" dem Kern der Sache, was bisher zwischen den Menschen eigentlich so schrecklich schief läuft, schon ziemlich nahe. Das geschieht in durchaus weltverbesserischer Absicht, aber ohne unangenehmen missionarischen Eifer, ohne religiösen oder esoterischen Fundamentalismus und - in diesen Zeiten eine Wohltat - ohne eine neue vermeintliche Heilslehre zu propagieren. Stattdessen schafft es Dueck mit seinem einzigartigen, scheinbar ausschweifenden, aber am Ende immer „sinn-vollen" Schreibstil, den Leser quasi in Echtzeit in seine Überlegungen und in sein Ringen um Erkenntnis hineinzuziehen, um am Ende „gemeinsam" zu gut begründeten Vermutungen, plausiblen Vorschläge und fruchtbaren Fragen zu kommen.Dueck holt bis in die Antike aus: Zunächst dekonstruiert er die Philosophien seiner berühmten klassischen und neuzeitlichen Vorgänger zu den Themen "höchstes Gut", "Lebenssinn" und "Erkenntnis". Er entlarvt sie u.a. als Ausdruck der verschiedenen Charaktertypen ihrer Schöpfer und erklärt den "ewigen Streit" zwischen den verschiedenen Philosophie-Schulen deshalb für nicht zu entscheiden. Mehr noch, er macht klar, dass die Verengung auf eine „beste" Philosophie weder angemessen noch wünschenswert ist. Wie der Name des Buchs „Omnisophie" andeutet, schlägt Dueck stattdessen eine Philosophie der Vielfalt vor, eine Art Weltformel für all die verschiedenen Ziele, Lebenssinne und „höchsten Güter", um die Menschen und ihre Eigenarten einander verständlicher zu machen und so einen konfliktärmeren Umgang miteinander zu ermöglichen. Ähnlich wie Jung, Keirsey und andere entwickelt Dueck eine eigene, hoch differenzierende Charaktertypen-Lehre des Menschen. Statt jedoch ausschließlich von außen zu beobachtendes Verhalten heranzuziehen und zu klassifizieren, basiert sein Schema erstmals (?) auch auf Annahmen zu den vom menschlichen Gehirn physiologisch bzw. phänomenologisch ausgeprägten Denkarten - dem rationalen, dem intuitiven und dem reflexartigen Denken. Für alle drei Denkarten skizziert Dueck jeweils sehr verständlich ein mathematisch-informatisches Modell, das die wesentlichen Eigenschaften beschreibt. Von diesen Denkarten leitet er drei Haupt-Charaktertypen ab - den Richtigen, der nach Höherwertigkeit durch Systemkonformität strebt, den Wahren, der seine Bestimmung in Ideen findet und den Natürlichen, für den das Glückserlebnis an vorderster Stelle steht. In den verschiedenen Charaktertypen sieht er jeweils eine der Denkarten vorherrschend. Hier ist der einzige Punkt, an dem ich Dueck bis heute nicht so ganz folgen will bzw. noch eine Lücke in der Ableitung sehe: Die ersten zwei Denkarten scheiden laut Dueck zwei sehr verschiedene Charaktertypen, während die dritte Denkart, das Reflexhafte, als Gefahranzeiger allen Charakteren zu eigen ist, wenn auch in partiell unterschiedlichen Ausprägungen. Damit erklärt Dueck die typmäßig „natürlichen" Menschen für meinen Geschmack nicht ausreichend. Der natürliche Mensch im Sinne der dueck'schen Charaktertyp-Lehre soll sich unter der Kontrolle eines nicht weiter erklärten „Willens" nach Bedarf bei der rationalen und der intuitiven Denkart bedienen. Art und Herkunft des Willens als eigene Steuerungsinstanz der „Natürlichen" werden nicht so elegant erklärt wie die anderen Denkarten. Dadurch erscheint mir dieser Teil in den Einzelanalysen und den Hypothesen zwar brilliant, in der Abbildung von Physiologie, Funktionsweise und Charakterausprägungen aufeinander allerdings noch nicht ganz vollständig. Dennoch: Lässt man sich auf das Schema und seine Implikationen ein (was Duecks Hauptanliegen ist), werden viele Verhaltensweisen und Konflikte der Menschen plötzlich sonnenklar. Auch wenn Dueck in diesem Band noch nicht ganz tief und ausführlich zur Anwendung seiner Omnisophie zur Analyse unserer Gesellschaft und ihrer Probleme schreitet, „erledigt" er hier argumentativ dennoch bereits menschenverachtende Management-Theorien und -Praktiken, das deutsche Schulsystem nach dem Pisa-Schock sowie die Vorstellung, dass Menschen beliebig flexibel sein können. Werden wir bald Dueck in einem Atemzug mit Platon, Artistoteles, Nietzsche und Kant nennen? Ich glaube nicht. Denn im Gegensatz zu diesen schreibt Dueck bei aller intellektuellen Tiefe und grenzüberschreitenden Breite seiner Betrachtungen verständlich, (selbt-)ironisch, und unterhaltsam. Mir jedenfalls sind die Beobachtungen, Analysen, Argumente und Folgerungen in "Omnisophie" weitgehend widerstandsfrei ins Hirn geflutscht, obwohl ich eher als hyperkritisch gelte. Die vielen konkreten Beispiele und Anekdoten, mit denen er seine Überlegungen illustriert, kamen mir oft fast schmerzhaft bekannt vor. „Omnisophie" ist laut Dueck nur eine erste Näherung an die ultimative Erkenntnis zu den Menschen und ihrem Zusammenleben auf diesem Planeten. Ich hoffe und vertraue darauf, dass er uns auch an den nächsten Stufen seiner Denkarbeit in Form weiterer Omnisophie-Bände teilhaben lässt und ihm sein Arbeitgeber IBM im Eigeninterresse, sich mit einem solchen Denker schmücken zu können, den dafür nötigen Freiraum gibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie soll ich es erklären,
Rezension bezieht sich auf: Omnisophie. Über richtige, wahre und natürliche Menschen (Gebundene Ausgabe)
Inspiriend, zutiefst humanistisch und human hört sich dieses Buch an. Man hat, sagen wir mal, bis Seite 36 oder 105 oder so gespannt gelauscht und dann: Zack! Hoppla!, was war das?! Zurück blättern und Wort für Wort, Gedanke für Gedanke wie eine belgische Praline gaaanz langsam im Geist schmelzen lassen! Bei jedem liebevollen Schmunzeln des Autors mitschmunzeln, hier und dort komplizenhaft augenzwinckern "ach ja, Sie also auch...". Die Stellen mit den mathematischen Erklärungen nicht auslassen, bloß nicht, sie sind ein kristallklares Vergnügen!Und wenn dann, später, viel später, deine linke Gehirnhälfte signalisiert: fertig gelesen, wir sind bei der letzten Seite angekommen und da macht ein richtiger Mensch das Buch zu... glaub es ihr nicht, geh doch zurück in das Hundertwasserhaus, irgendwo bei Plato um die Ecke, glaube ich, und horche ruhig noch einmal wie die ganze Melodie sich anfühlt! Dieses Buch handelt nämlich von uns. Richtig! Echt wahr, natürlich! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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