Schüler, Studenten und Berufstätige sollten fähig sein, sich mündlich und schriftlich korrekt auszudrücken. Leider ist das manchmal gar nicht so leicht, und oftmals hält die deutsche Sprache Stolpersteine bereit, sodass man den Duden zur Hilfe nehmen oder sich sonstige Ratschläge holen muss. Im Zweifel für den Genitiv" räumt zielsicher mit den Fragen auf, die sich dem Durchschnittsbürger, der nicht gerade durch Beruf oder Studium mit der deutschen Sprache zu tun hat, am häufigsten stellen. Dabei fungiert dieses Werk keineswegs als trockenes Lehrbuch, wie man es aus der Schulzeit noch kennt. Meistens beginnen die Kapitel und einzelnen Texte mit einem Scherz, einem Wortspiel oder einer ironischen Anmerkung, zudem gibt es noch viele amüsante Illustrationen. Erstaunlich oft kann man diese unterhaltsamen Elemente auch als Merkbrücken verwenden.
Nicht nur dank dieser Auflockerungen und Erinnerungshilfen sind die Inhalte einprägsam, sondern auch weil die Texte leicht verständlich geschrieben sind und dem Leser kaum Vorkenntnisse aus dem Deutschunterricht abverlangen. Fachtermini werden nachvollziehbar erläutert, die wichtigsten Rechtschreib- und Grammtikregeln immer umrissen. So erschließt sich das Buch verschiedensten Zielgruppen, Alter und Bildungsstand spielen kaum eine Rolle, wenn man hiermit etwas lernen möchte.
Das übersichtliche Layout, das mit verschiedenen Farben und Typographien arbeitet, um gezielt Begriffe hervorzuheben, und die logisch strukturierte Aufteilung des Buches werden durch ein Register abgerundet, das ein schnelles Nachschlagen ermöglicht.
Fazit: Der Dudenredaktion ist hier eine cgelungen. Auf unterhaltsame Weise wird kompaktes Wissen vermittelt, sodass man sich wesentlich sicherer im Umgang mit der deutschen Sprache fühlen kann, wenn man Im Zweifel für den Genitiv" durchgearbeitet hat - und wenn man tatsächlich Probleme mit der deutschen Sprache hat, ansonsten wird man wohl wenig Neues lernen.
Wer ein richtiges Lehrbuch sucht, das sich selbst und seinen Inhalt etwas ernster angeht, und auch ein wenig mehr vermittelt als nur" die klassischen Fehler des Alltags, sollte zu einem anderen Werk greifen.