Auch wenn meine Underworld-Erfahrung - ach, wie gewöhnlich! - mit dem genialen und auch populären "Born-Slippy NUXX" anfing, so habe ich mich doch Stück für Stück in die Underworld(Hyde/Smith)-Vergangenheit gearbeitet.
Nun habe ich alles Wesentliche von Freur und den Underworlds, sei es 80er Elektro Pop / Rock oder 90er Dance/Trance/House/... und schon kaum dass ich diese Schubladen aufgezählt habe, muss ich sagen, dass sie nicht wesentlich sind: Alles gefällt mir. Es ist Underworld/Freur. Es sind Rick Smith, Karl Hyde und Kollegen (Rick und Karl sind halt die Konstanten).
Die Entdeckung guter elektronischer Musik durch den 80er-Rock-Anhänger funktioniert auch andersrum. Irgendwie machen die Jungs immer irgendwie gute Musik.
So auch bei Dubnobasswithmyheadman: Es ist groovende elektronische Musik, es ist experimentell, es erzeugt diese unnachahmliche, melancholische Stimmung. Man kann tanzen oder einfach nur die Augen schließen. Jeder Track ist ein eigenes Erlebnis, jedoch ohne aus dem Rahmen zu fallen. Insgesamt ist das wohl das stimmigste Album von Underworld.
Auch wenn zweifelsohne alle Underworld (MK2) Alben elektronische Meisterwerke sind, ist dieses das, welches ich bisher am meisten gehört habe - und es war nicht das erste in meinem Besitz. Eine Abnutzung kann ich nicht erkennen - eher gefällt einem das Album mit jedem Hören ein wenig mehr... gespenstisch.
Der unglaublich stimmungsvolle, melodische (auch der Gesang) und wahrlich epische Titel "Dirty Epic" auf diesem Album hat es auch geschafft, "Born Slippy" auf einen etwas niedrigeren ersten Platz (der mit vielen anderen Underworld-Titeln geteilt wird;-) in meiner persönlichen Lieblingstitelliste zu verdrängen.
Schlussendlich: Wer irgendetwas von Underworld (aus den 90ern) mag, und wenn dieses Etwas nicht _nur_ das "Lager,Lager!" des betreffenden Titels ist, wird auch dieses Album lieben. Mit jedem Anhören mehr.